Stimmen zum Tag der Erde 

Louisa und Theresa Beattge (25 Jahre, aus Wolfsanger): „Wir sind jetzt zum vierten Mal auf dem Tag der Erde. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist es dieses Mal recht klein und unspektakulär. Die Sichtbarkeit der verschiedenen Vereine, Organisationen und so weiter, die sich in Kassel für den Umweltschutz einsetzen, ist uns jedoch positiv aufgefallen. Davon bekommt man in der Stadt sonst nicht so viel mit. Es ist gut, dass diesen hier eine Plattform gegeben wird.“

Stimmen zum Tag der Erde

Roland Mainz (60 Jahre, aus Kassel): „Ich bin seit nunmehr 20 Jahren Besucher beim Tag der Erde. Mir gefällt an der Veranstaltung, dass sie auf anschauliche Weise ökologisch ausgerichtet ist. Insbesondere den regionalen Bezug finde ich wichtig. Dass es in diesem Jahr kein Fleisch gibt, finde ich zwar gut, aber die Art, wie dies kommuniziert wurde, war katastrophal. Der ökologische Aspekt dahinter hätte besser transportiert werden können.“

Der Ortsvorsteher zum „Bratwurstverbot“ 

Auf dem Tag der Erde im Wolfsanger trafen wir Helmuth Brehm, Ortsvorsteher des Stadtteils. Er bestätigt uns, dass es auch in den nächsten Jahren kein Fleisch auf dem Tag der Erde in Kassel geben wird. Dies sei von den Veranstaltern auf der letzten Ortsbeiratssitzung im Wolfsanger verlautbart worden. „Das bestätigt mir, dass das Bratwurstverbot nicht aufgrund von Platzgründen erfolgt ist“, sagt Brehm. Er findet, die Veranstalter hätten diesbezüglich anders und differenzierter argumentieren sollen. „Der Aspekt der Nachhaltigkeit hätte deutlicher hervorgehoben werden müssen.“ Außerdem hätte laut Brehm anerkannt werden müssen, dass regionale Landwirte mitunter im Sinne der Umwelt wirtschaften. „Spontan fallen mir eine Reihe Metzger ein, die ihr Rind noch beim Vornamen kennen. Auch gibt es in Kassel Schäfer, deren Herden notwendige Landschaftspflege leisten.“

Tipp zum Tag des Bieres

Heute wird nicht nur der Welttag des Buches und der Tag der Erde gefeiert, es ist auch internationaler Tag des Bieres. Moritz Hebner (links) und Michael Hertwig von Craft Bee, die heute mit einem Stand auf dem Tag der Erde im Wolfsanger vertreten sind, empfehlen anlässlich des Biertages ihr süffiges Honigbier. „Das ist zu einhundert Prozent regional“, verspricht Hertwig. „Der Honig stammt aus der Stadtimkerei Kassel und gebraut wird das Bier bei Hütt in Baunatal“, erzählt er. Die Flasche kostet drei Euro, den Sixer gibt’s heute für zwölf Euro.

Absperrungen in Lauerstellung

Die Halteverbotsschilder, die darauf hinweisen, dass an der Wolfsangerstraße ab Sonntagmorgen, 5 Uhr, nicht mehr geparkt werden darf, stehen bereits seit ein paar Tagen. Heute kamen die Absperrgitter hinzu, mit denen die Straße am Sonntag „dicht“ gemacht wird. Denn dann findet in diesem Bereich des wunderschönen Stadtteils Wolfsanger der Tag der Erde statt – ohne Bratwurst.

Seite 1 von 3123