Bis zu 300 Jahre alte Gräber unter der Karlskirche entdeckt

Foto: Andreas Fischer

Heute Morgen gab es einen ganz besonderen Fund in der Karlskirche: Bei Sanierungsarbeiten wurden dort insgesamt 17 Gräber entdeckt, von denen einige über 300 Jahre alt sind – das älteste der Grabstätten stammt aus dem Jahr 1714. Für die Stadt Kassel ist dies „ein ausgesprochen wertvoller Fund“, so Stadtdekanin Barbara Heinrich. Alles dazu könnt ihr auf HNA.de nachlesen.

Ein besonderer Fund

So kann es gehen: Im Zuge der Renovierung der Karlskirche wurden jetzt zahlreiche Gruften entdeckt. 27 Grabstellen sind es insgesamt, die bis heute unter dem Bodenbelag der Kirche schlummerten. Zwischen 1714 und 1776 fanden hier Bestattungen statt. Am Samstag (10 – 12.30 Uhr), am Montag (16 – 18 Uhr) und am Dienstag (16 – 18 Uhr) können die Grabanlagen besichtigt werden.

Mit Bagger in der Karlskirche

So laut ist es in der Karlskirche wohl selten. Thomas Hesse von der Firma Sauerwein macht mit seinem Bagger ganz schön Krach. Er sorgt dafür, dass hier Platz für einen neuen Fußboden entsteht. „Mit Fußbodenheizung und allem drum und dran“, sagt er. Noch ein halbes Jahr etwa werde das Ganze dauern.

Alte Geschichten werden neu erzählt

Stadtjugendpfarrerin Uta Feußner hatte eine besondere Idee zur Gestaltung des Gottesdienstes, den sie gerade in der Karlskirche abhält. Sie erzählt darüber, wie die Jugendlichen ihrer Gemeinde die biblische Weihnachtsgeschichte ins Jetzt übertragen haben. Nicht nur eine andere, modernere Sprache zeichnet die Inszenierung der Jugendlichen aus, sondern auch eine zeitgenössische Veränderung der Figuren. Feußner rechnet heute, am vorletzten Gottesdienst, der in der Karlskirche abgehalten wird, mit weniger Besuchern als in den letzten Tagen. Die Karlskirche wird im kommenden Jahr aufgrund von Sanierungsmaßnahmen für eine Weile geschlossen bleiben. Der letzte Gottesdienst findet am 31. Dezember statt.

Gottesdienste an Heiligabend

Für alle, die am heutigen Festtag gerne in die Kirche gehen wollen und noch nicht nachgeschaut haben, wo und wann ein Gottesdienst stattfindet, haben einmal nachgesehen. Hier in der Karlskirche findet beispielsweise um 16.00 Uhr ein Familiengottesdienst und um 18.00 Uhr die Christvesper statt. Ab 19.30 Uhr findet dann die Veranstaltung „Offene Türen an Heiligabend“ statt. Alle evangelischen Gottesdienste, die in Kassel heute stattfinden, findet ihr hier, alle katholischen hier. Wir wünschen einen besinnlichen heiligen Abend.

Gottesdienste an Heiligabend

Morgen an Heiligabend gibt es in Kassel zahlreiche Gottesdienste und Krippenspiele – zum Beispiel in der Karlskirche in der Stadtmitte. Dort wird für 16 Uhr zum Familiengottesdienst eingeladen, um 18.30 Uhr ist eine Christvesper geplant, anschließend sind die Türen der Kirche bis 22 Uhr geöffnet. Eine Übersicht aller Gottesdienste findet ihr bei evangelischer und katholischer Kirche.

Geschenke für Heiligabend

In der Karlskirche wird am Sonntag Heiligabend gefeiert. Eingeladen sind alle Menschen, die an dem Abend sonst alleine wären. Von 19:30 – 22 Uhr gibt es Essen, Trinken, Musik und Geschenke. Für die Bescherung packen Pfarrerin Inge Böhle (auf dem Foto vorne links) und das ehrenamtliche Team die gespendeten Geschenke ein.

Luther-Jubiläum: Sinn oder Unsinn

Die Ausstellung der Evangelischen Kirche zum 500. Jahrestag der Reformation in der Karlskirch ist, parallel zur documenta, ebenfalls ein großer Publikumserfolg. Über die Frage, ob es einen Sinn macht oder Unsinn, dieses Jubiläum auf die verschiedensten Arten zu feiern, diskutieren heute Abend in der Kirche am Karlsplatz hochrangige Kirchen- und Medienvertreter. 

Kunst zur documenta 

Hier in der Karlskirche läuft noch bis zum 17. September parallel zur documenta die sehr sehenswerte Ausstellung „Luther und die Avantgarde“. Die indische Künstlerin Shilpa Gupta widmet sich in ihrem Werk „24:00:01 (Motion Flapboard)“ der Flüchtlingathematik.  

Kunst zur documenta in der Karlskirche

Vorsicht heiß!

Hier in der Karlskirche läuft parallel zur documenta die sehr sehenswerte Ausstellung „Luther und die Avantgarde„. „Das Kunstwerk „Heat Book“ der indischen Künstlerin Shilpa Gupta zeigt ein aufgeschlagenes Metallbuch, das von unten durch ein glühend rotes Licht beleuchtet wird – präsentiert auf einem Lesepult. Durch die Signalfarbe Rot erfährt das Buch, so die Künstlerin, größte Aufmerksamkeit und scheint so brisant und wichtig zu sein, dass es glüht. Gleichzeitig ist das Buch auch gefährdet, könnte es doch scheinbar verbrennen – der Anklang an die Bücherverbrennung ist impliziert, aber auch an die Kraft des Wortes besonders im Buch der Bücher – in der Kirche des Wortes noch einmal ganz besonders assoziationsreich.“ heißt es im Pressetext der EKKW zu der Ausstellung.

Kunst in der Karlskirche

Neben der documenta-Kunst bietet Kassel zur Zeit auch weitere interessante Kunst an. In der Innenstadt lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher in die (nicht überfüllte) Karlskirche am Karlsplatz, die unter dem Thema: „Luther und die Avantgarde, zeitgenössische Kunst“ eindrucksvolle Arbeiten von Shilpa Guota, sowie Thomas Kilpper und Massimo Ricciardo zeigt. Noch bis 20 Uhr ist heute geöffnet (morgen wieder ab 13 Uhr) und der Eintritt ist frei.

Zaimoglu liest in der Karlskirche

Im Rahmen der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“, die zeitgenössische Kunst in der Karlskirche am Karlsplatz zeigt, hat die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck für Donnerstagabend (20 Uhr) den renommierten Schriftsteller Feridun Zaimoglu zu einer Lesung eingeladen. Zaimoglu wird aus seinem unlängst erschienenen Roman „Evangelio“ lesen, in dem er den Blick auf Luthers größtes Werk, die Bibelübersetzung, öffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Leuchtturm für Lampedusa

In der Karlskirche findet noch bis zum 17. September die Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ statt. Ein Teil der Ausstellung ist „ein Leuchtturm für Lampedusa“ von Thomas Kilpper gemeinsam mit Massimo Ricciardo, das sich dem aktuellen Flüchtlings-Thema widmet. Seit 2008 arbeitet der Künstler an der Idee eines kombinierten Leuchtturms und Kulturzentrums auf der italienischen Insel Lampedusa, die für viele Flüchtlinge der erste Kontakt mit Europa ist. Ein Ort der Kommunikation und Würde inmitten von Unmenschlichkeit. Im inneren der Kirche gibt es weitere Exponate. Die Ausstellung ist montags bis samstags von zehn bis 20 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


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