Kulturzelt Kassel 2018 – Programm und Bands im Überblick

(Letzte Aktualisierung am 12. Juli): Die Kulturzelt-Saison geht in diesem Jahr von Donnerstag, 12. Juli bis Sonntag, 25. August. In diesem Zeitraum treten im Zelt an der Drahtbrücke, Auedamm 2, 33 Bands und Musiker aus der ganzen Welt und aus den unterschiedlichsten Genres auf
Mehr zum Kulturzelt Kassel findet ihr außerdem unter www.kulturzelt-kassel.de

Das Programm für das Kulturzelt Kassel

Alle Veranstaltungen (Ausnahmen 28. Juli und 11. August)  beginnen um 19.30 Uhr.

Der Vorverkauf beginnt am 16. März.

Details, Bios und Angaben zu jeder Band gibt es weiter unten. Bitte scrollen.

  • Donnerstag, 12. Juli: MEUTE (D) 28,-/31,-
  • Freitag, 13. Juli: Joachim Kühn New Trio (D) 28,-/31,-
  • Samstag, 14. Juli: Slowdive (GB) 29,-/32,-
  • Dienstag, 17. Juli: Shout Out Louds (SW) 24,-/27,-
  • Mittwoch, 18. Juli: Kensington & special guest (NL) 24,-/27,-
  • Donnerstag, 19. Juli: BOSSE (D) 30,-/33,-
  • Freitag, 20. Juli: Olli Schulz (D) 30,-/33,-
  • Samstag, 21. Juli: Carminho (Portugal) 26,-/29,-
  • Dienstag, 24. Juli: Alice Phoebe Lou (ZA) 24,-/27,-
  • Mittwoch, 25. Juli: Tom Walker (GB) 24,-/27,-
  • Donnerstag, 26. Juli: Tocotronic (D) 27,-/30,-
  • Samstag, 28. Juli: Tented Love Festival (KS) 18,-/21,-
    mit Mykket Morton, Ma Fleur und Paulina Eisenberg
  • Sonntag, 29. Juli: Till Brönner & Dieter Ilg (D) 28,-/31,-
  • Dienstag, 31. Juli: DUB FX (AUS) 23,-/26,-
  • Mittwoch, 1. August: Fink (D) 28,-/31,-
  • Donnerstag, 2. August: Nightmares On Wax (GB) 24,-/27,-
  • Freitag, 3. August: Moop Mama (D) 27,-/30,-
  • Samstag, 4. August: Bukahara (D) 22,-/25,-
  • Sonntag, 5. August: Faber (CH) 25,-/28,-
  • Dienstag, 7. August: Von Wegen Lisbeth (D) 23,-/26,-
  • Mittwoch, 8. August: Jake Bugg (GB) 28,-/31,-
  • Donnerstag, 9. August:FIVA x JRBB (D) 22,-/25,-
  • Freitag, 10. August: Gisbert zu Knyphausen (D) 22,-/25,-
  • Samstag, 11. August: Deine Freunde (D) Kind:15,-/18, Erw.:20,-/23,-
  • Sonntag, 12. August: Kettcar (D) 29,-/32,-
  • Mittwoch, 15. August: Curtis Harding (USA) 24,-/27,-
  • Donnerstag, 16. August: Candy Dulfer (NL) 32,-/35,-
  • Freitag, 17. August: Kinga Glyk & Band (Pl) 24,-/27,-
  • Samstag, 18. August: Kat Frankie (AUS) 20,-/23,-
  • Mittwoch, 22. August: Mogli (D) 22,-/25,-
  • Donnerstag, 23. August: Manu Delago (AT) 23,-/26,-
  • Freitag, 24. August: Nils Landgren All Stars (D/SE/USA) 29,-/32.-
  • Samstag, 25. August: 17 Hippies (D) 24,-/27,-

* Vorverkauf plus 2 Euro VVG / Abendkasse

Vorverkauf: HNA-Kartenservice, Kurfürstengalerie, Mauerstraße, Tel. 0561-203 204 und in allen HNA-Geschäftsstellen sowie bei Gestochen Scharf, Dörnbergstraße, Tel. 0561-788 060.

Die Acts im Detail:

      • Donnerstag, 12. Juli: MEUTE
        • MEUTE sind, wenn man so will, eine Techno-Marching-Band. Ein Dutzend Trommler und Bläser sind hier die DJs. Die archaische Kombination von Trommlern und Bläsern erzeugt eine regelrecht hypnotische Wirkung, ganz so, wie sich das für einen guten Rave gehört. Ein Kracher zum Kulturzelt-Auftakt.
      • Freitag, 13. Juli: Joachim Kühn
        • Joachim Kühn ist der musikalische Vordenker der heute so erfolgreichen jungen Generation deutscher Jazzpianisten. Jetzt hat der 72-Jährige mit den Youngstern Chris Jennings (Bass) und Eric Schaefer (Drums) ein neues, junges Trio zusammengestellt und zeigt mit diesem „kühnen“ Schritt mal wieder einer ‚nächsten Generation’ wer in Sachen Piano-Jazz noch immer das Sagen hat.
      • Samstag, 14. Juli: Slowdive
        • Was für ein Wochenende! Eine der besten Bands des diesjährigen Kulturzelt-Festivals tritt bereits am dritten Tag auf. Benannt hat sich die Shoegaze Band, die ihre erste große Zeit zwischen 1989 und 95 hatte und sich 2014 wiedervereinigte, nach einer Single von Siouxsie and the Banshees, was ja schon für Qualitätsbewusstsein spricht. Für ihr Debütalbum „Just for a day“ überzeugten sie das renommierte Creation-Label, indem sie sagten, sie hätten genug Material zusammen. In Wahrheit hatten sie keinen einzigen, schrieben das Album dann aber in nur sechs Wochen und stiegen damit auf Anhieb in die Top Ten ein. Und als es sich 2014 rumsprach, dass sich Slowdive wiedervereingen, wurden sie sofort für die großen Festivals (Roskilde, Primavera etc.) engagiert. Kaum jemand hätte seither geglaubt, dass wir die Dream-Popper jemals in Kassel erleben dürfen.
      • Dienstag, 17. Juli: Shout Out Louds
        • Aus dem Land von Abba, Mando Diao, Roxette und The Hives kommen auch Shout Out Louds. Auf der Kunstakademie vermutlich als Fans von The Cure zusammengefunden – da trifft schon fast jedes Klischee zu. Doch die Shout Out Louds haben es auch in den USA geschafft, sogar bis in die Shows von David Letterman und Jay Leno. Weil sie so herrlich US-Indie-Pop-mäßig klingen.
      • Mittwoch, 18. Juli: Kensington
        • Die Niederlande sind ein Phänomen. Das kleine Land am Meer hat unzählige herausragende Fußballer herausgebracht, aber eine große Rockband – okay, da gab es mal Golden Earring – fällt einem beim besten Willen zumindest aus der jüngeren Zeit nicht ein. Das Quartett aus Utrecht ist auf dem besten Weg, das zu ändern. Und man kommt nicht drumherum, Kensington die holländischen Coldplay zu nennen.
      • Donnerstag, 19. Juli: BOSSE
        • Der aus der Nähe von Braunschweig stammende Musiker gestand unserer Zeitung einst: „Ich bin wie ein Koch, der zwei gute Gerichte kann, aber nicht mehr.“ Doch die beiden Gerichte schmecken ziemlich gut. Seinen krachigen Indierock hat Bosse im Lauf der Zeit zu schwelgerischem Singer-Songwriter-Pop weiterentwickelt. Vor allem live überzeugt der Malocher mit Gefühl.
      • Freitag, 20. Juli: Olli Schulz
        • Der Wahl-Berliner aus Hamburg hat ein Herz für Kassel. In seinem frühen Hit „Mach den Bibo“ hieß es: „New York, Rio, Kassel, Athen, / das hier ist ein Tanz, den können selbst Asseln versteh’n.“ Mittlerweile ist Schulz nicht nur Singer/Songwriter, sondern auch TV-Komiker und Podcast-Plauderer mit seinem Kumpel Jan Böhmermann. Es mag blöd klingen, aber noch besser als seine Lieder sind seine Ansagen zwischendurch. Vielleicht heißt sein neues Album auch deshalb „Scheiß Leben, gut Erzählt“.
      • Samstag, 21. Juli: Carminho
        • Schon der richtige Name der Portugiesin klingt wie Musik. Maria do Carmo de Carvalho Rebelo de Andrade ist die Tochter der Fado-Sängerin Teresa Siqueira und des Musikers Nuno Maria Bello Rebelo de Andrade. In ihrer Heimat wird die 33-Jährige schon seit einiger Zeit als Star der vielleicht melancholischsten Musikrichtung überhaupt gefeiert. Carminho sagt jedoch: „Fado ist viel bedeutender als ich und alle anderen Fado-Sängerinnen und Sänger es je sein werden. Fado ist so gigantisch wie das Meer.“
      • Dienstag, 24. Juli: Alice Phoebe Lou
        • Berlin-Touristen werden die Südafrikanerin womöglich schon am Hackeschen Markt bewundert haben, wo sie gelegentlich als Straßenmusikerin auftrat. Mittlerweile ist die Tochter zweier Dokumentarfilmer ein Liebling der Kritiker, die nicht nur ihren jazzigen Singer/Songwriter-Folk feiern, sondern auch die Tatsache, dass Lou ein Angebot ausschlug, im Vorprogramm von Coldplay aufzutreten. Sie weht sich gegen die Kommerzialisierung ihrer Musik.
      • Mittwoch, 25. Juli: Tom Walker
        • In GB nennen sie den in Schottland geborenen, aber in Manchester aufgewachsenen Singer/Songwriter auch „The Mancunian Ed Sheeran“. Wie der Engländer aus West Yorkshire ist auch Walker ein Rotschopf mit einer beeindruckenden Stimme. Sein Hit „Leave A Light On“ ist ein Riesen-Song mit ebenso viel Gefühl wie Power und wurde bei Spotify schon mehr als 40 Millionen Mal abgerufen.
      • Donnerstag, 26. Juli: Tocotronic
        • Vor 25 Jahren begannen die Hamburger in ihren Trainingsjacken mit Schrammel-Rock als eine Art deutsche Nirvana. Heute gilt das Quartett völlig zu recht als einflussreichste deutsche Rockband. Auf dem im Januar erschienenen Album „Die Unendlichkeit“ singt Frontmann Dirk von Lowtzow zu New Wave, Indierock und Folk so berührend vom Aufwachsen in der Provinz, von der ersten Liebe, der Einsamkeit in der Großstadt und dem Tod, dass selbst Tocotronic-Verächter die Band zu lieben beginnen.
      • Samstag, 28. Juli: Tented Love Festival (Mykket Morton, Ma Fleur, Paulina Eisenberg)
      • Sonntag, 29. Juli:Till Brönner & Dieter Ilg
        • Für den Trompeter und den Kontrabassisten reichen die gängigen Schubladen wie Jazz, Pop, Soul und Klassik nicht aus. Auf ihrem ersten gemeinsamen Album „Nightfall“ schaffen sie es, Musikstile aus verschiedenen Jahrhunderten ganz selbstverständlich nebeneinander klingen und wirken zu lassen. Musik für Herz, Hirn und Fantasie.
      • Dienstag, 31. Juli: DUB FX
        • Benjamin Stanford ist sein eigenes Orchester. Der australische Beatboxer rappt und singt und macht mit seinem Mikro die abgefahrensten Geräusche. Sein Mix aus Reggae, HipHop, Drum’n’Bass und Dub funktioniert längst nicht nur bei seinen Auftritten als Straßenmusiker, sondern auch auf den ganz großen Festival-Bühnen. Seine Verlobte hat der Weitgereiste einst in Manchester kennengelernt. Mittlerweile tritt sie unter dem Künstlernamen The Flower Fairy auch mit ihm auf.
      • Mittwoch, 1. August: Fink
        • Nach dem Kulturzelt-Auftritt des britischen Singer-Songwriters vor vier Jahren war unser Kritiker so begeistert, dass er schrieb: „Finks Songs haben oftmals einen grandiosen Flow, einen musikalischen Fluss, der eine enorme Sogkraft entwickelt. Man taucht ein, wird unaufdringlich mitgerissen oder begibt sich auf eine Pilgerreise.“ Die Rückkehr des Wahl-Berliners an die Drahtbrücke sollte man nicht verpassen.
      • Donnerstag, 2. August: Nightmares On Wax
        • Als George Evelyn und Kevin Harper 1990 anfingen, elektronische Musik mit viel Soul zu ultralangsamen HipHop-Beats zu machen, gab es noch kein Name für den neuen Stil. Mittlerweile gelten die Briten als Downbeat-Pioniere. , Electronica-Pioniere mit einer Mischung aus Hip-Hop und Soul, aus Dub und Club-Sounds. Auch wenn die großen Erfolge von Nightmares on Wax schon eine Weile zurückliegen, funktioniert ihr lässiger Mix aus Clubs-Sounds immer noch perfekt.
      • Freitag, 3. August: Moop Mama
        • Wie Meute, die das Festival diese Saison eröffnen, bringen auch die Bläser der Münchner Brass Band unterschiedlichste Genres zusammen. Mit ihrem Urban-Brass-Sound haben die Bayern schon auf den größten Festivals eingeheizt.
      • Samstag, 4. August: Bukahara
        • Pop, Folk, Swing, Reggae, Arabic, Balkan – die Musik von Bukahara ist vielseitig, genauso wie die vier Bandmitglieder, die aus drei verschiedenen Kontinenten zusammenkamen und 2009 die Band Bukahara gründeten. Drei von ihnen studierten vorher zusammen Jazz an der Kölner Musikhochschule, waren lange als Straßenmusiker unterwegs unt entwickelten in der Folge diesen einzigartigen Bukahara-Style – jena Mischung verschiedener Musikstile zu einem Sound, der trotz aller Rafinessen herrlich entspannt klingt. Zumindest in Deutschland gibt es derzeit nichts Vergleichbares.
      • Sonntag, 5. August: Faber
        • Der Züricher Singer/Songwriter gilt als die größte Hoffnung im Schweizer Pop-Geschäft. Mit seiner Authentizität und seinen bildhaften Texten, die von Freiheit, Selbstzweifeln und Verlierertum erzählen hat er sich weit über das Land mit dekm Plus-Zeichen in der Flagge eine große Gefolgschaft erspielt. Das war schon im vergangenen Jahr im Kulturzelt zu bemerken. Seine bildhaften Texte erzählen von Freiheit, Selbstzweifeln und Verlierertum, etwas womit sich Teenager sehr gut identifizieren können. Dazu eine Musik, über die er selbst sagt: „Angekündigt werde ich als Singer/Songwriter, aber wenn ich dann mit der Band auf der Bühne stehe merken die Menschen, dass das doch härter ist – Akustik-Punk für Mädchen
      • Dienstag, 7. August: Von Wegen Lisbeth
        • „Sushi“, der erste Hit der Berliner Indiepop-Band handelte von einer Lina, die ihr Essen ständig bei Facebook und auf Instagram postete. In den sozialen Netzwerken sind Von Wegen Lisbeth längst selbst erfolgreich, wie ihre mehr als 50.000 Facebook-Fans beweisen. Drei der fünf Musiker kennen sich bereits aus der Grundschule in Steglitz. Als in der siebten Klasse die Doppelstunde Sport bei Herrn Marquardt ausfiel, probten sie zum ersten Mal mit ihren Instrumenten. An denen wechseln sie sich bei Konzerten quasi fliegend ab. „Da ist mehr Bewegung als in einem Turnverein“, versprechen Von Wegen Lisbeth.
      • Mittwoch, 8. August: Jake Bugg
        • Zu Beginn des Jahrzehnts galt der Brite als die Zukunft des Pop, obwohl seine Musik von gestern war. Der junge Mann aus Nottingham war gerade 18 und plünderte famos die Gitarren-Pop-Geschichte von den Beatles bis zu Oasis. Sechs Jahre später hat sich der Hype um den „Dylan der BritPop-Generation“ zwar etwas gelegt, aber gute Songs schreibt er immer noch. Vielleicht kommen die allein mit Gitarre sogar noch besser zur Geltung.Ins Kulturzelt kommt er jedenfalls ’solo‘.
      • Donnerstag, 9. August:FIVA & JRBB
        • Als Fiva war Nina Sonnenberg Mitte der 90er-Jahre eine der ersten MCs im deutschsprachigen HipHop. Bis heute hat die Münchnerin mehr drauf als die meisten ihrer Kolleginnen. Als ehemalige Ballett-Elevin am Nationaltheater ihrer Heimatstadt kann sie tanzen. Als Poetry-Slammerin hat sie sich eine Aussprache antrainiert, die den richtigen Flow hat und klar und deutlich ist. Und nebenbei moderiert sie Theatersendungen auf 3Sat und Musikformate im Radio. Einer ihrer Hits heißt „Das Beste ist noch nicht vorbei“. Vielleicht kommt das Beste erst noch – ihr Auftritt mit der Jazzrausch Bigband (JRBB) im Kulturzelt.
      • Freitag, 10. August: Gisbert zu Knyphausen
        • Als Olli Schulz vor drei Jahren im Kulturzelt spielte, kamen einige weibliche Fans nur, um seinen Bassisten zu bewundern. Damals zählte Gisbert zu Knyphausen zur Live-Band von Schulz. Nun ist der Liedermacher, den manche für den besten hierzulande halten, endlich wieder selbst der Frontmann. Und sein neues Album „Das Licht dieser Welt“ steckt voller Melancholie und Weltschmerz, aber auch ganz viel Freude! Nicht verpassen!
      • Samstag, 11. August: Deine Freunde
        • Von dieser HipHop-Band können Kinder noch was lernen. „Wir sind die coolste Kinderband dieser Welt“, rappen Florian Sump (früher bei der Pop-Gruppe Echt), Markus Pauli und Lukas Nimscheck. Man muss das nicht als Angeberei abtun, aber ein bisschen Selbstbewusstsein kann ja auch nicht schaden. Deine Freunde machen HipHop für Kinder, den auch Eltern nicht doof finden. Beim Auftritt vor zwei Jahren im Kulturzelt bouncten jedenfalls Jung und Alt gemeinsam.
      • Sonntag, 12. August: Kettcar
        • Der wichtigste deutsche Song 2017 stammt von der Hamburger Indiepop-Band. In „Sommer ’89“ erzählte Sänger Marcus Wiebusch eine deutsch-deutsche Fluchtgeschichte, die immer noch aktuell war. Auch der Rest des Albums „Ich vs. wir“ war hochpolitisch und damit das lang erwartete Kontrastprogramm zum seichten Gefühlspop der Max Giesingers und Mark Forsters, der die Charts sonst bestimmt. Und die Melodien von Kettcar sind immer noch zum Arme-in-die-Luft-Werfen.
      • Mittwoch, 15. August: Curtis Harding
        • Curtis Harding war Background-Sänger von CeeLo Green, der für Gnarls Barkley den Riesenhit „Crazy“ sang. So einen Erfolg wünscht man auch dem Retro-Soul des Solo-Künstlers Harding. Seine Stimme kann Schmachten und Verführen wie kaum eine zweite unter den aktuellen Soul Stars. Neu ist seine Musik nicht, aber man muss ja den guten alten Soul auch nicht verschlimmbessern. Ein Abend für die, die im Vergangenen Jahr Lee Fields und vor zwei Jahren Sharon Jones an der Drahtbrücke goutiert haben.
      • Donnerstag, 16. August: Candy Dulfer
        • 2002 gastierte die niederländische Altsaxofonistin erstmals im Kulturzelt, seinerzeit immer mit der Erwähnung, dass sie das Saxofon auf dem Dave „Eurythmics“ Stewart Soundtrack-Hit „Lily was here“ gespielt hat. Das war für die Karriere hilfreich, inzwischen ist sie selbst ein Star mit ihren eigenen Kompositionen. Beim vorerst letzten Auftritt vor zwei Jahren entzückte Candy Dulfer nicht nur die Fans im ausverkauften Zelt, sondern auch den HNA-Kritiker, der die „tanzbare, unablässig pulsierende Musik, zusammengemixt aus R’n’B, Soul, Funk, Pop und einer Prise Jazz“ als „Entertainment auf hohem Niveau“ lobte. Wir empfehlen, sich die Karten im Vorverkauf zu besorgen, denn es könnte wieder ausverkauft werden.
      • Freitag, 17. August: Kinga Glyk
        • Eine gute Nachricht für Alle, die bei ihrem Konzert beim Kasseler Jazzfrühling im ausverkauften Theaterstübchen mangels Karten nicht dabei sein konnten. Kinga Glyk ist die Bassistin der Stunde, an ihr führt zur Zeit im Jazz kein Weg vorbei. 20 Millionen Klicks bei YouTube sprechen da eine deutliche Sprache. Wer einmal ihre Version von Eric Claptons Hit „Tears in Heaven“ gehört hat, muss sie lieben und wird wird gleichzeitig zu Tränen gerührt sein. Ein Muss!-Konzert.
      • Samstag, 18. August: Kat Frankie
        • Eigentlich wollte die Australierin nur ein Jahr in Berlin bleiben und Möbel entwerfen. Doch dann gefiel es der ausgebildeten Designerin in der deutschen Hauptstadt so gut, dass sie blieb. Ihr Singer/Songwriter-Folk ist wie ein bequemer Sessel. Und er macht sogar glücklich. Als sie mit ihrem Duo Keøma 2016 beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest antrat, sagte sie uns: „„Leute, die traurigere Lieder schreiben, sind happier, weil sie alles rauslassen können.“ Nebenbei schrieb sie mit Konstantin Gropper von Get Well Soon die Titelmelodie zur Anarcho-Talkshow „Schulz und Böhmermann“. In Kassel stellt sie ihr neues Album „Bad Behaviour“ vor, das elektronischer klingt und den passenden Titel für eine Wahl-Berlinerin trägt, die jeden Tag auf notorisch schlecht gelaunte Einwohner trifft.
      • Mittwoch, 22. August: Mogli
        • Mit ihrem Freund, dem Dolumentarfilmer Felix Starck ist die Frankfurter Sängerin vor zwei Jahren von Alaska bis Argentinien im Wohnmobil unterwegs gewesen. Von seiner Reise erzählte das Paar in dem Kinostreifen „Expedition Happiness“. Die Musik dazu lieferte passenderweise Mogli selbst, die eigentlich Selima Taibi heißt und sich vor Jahren auch schon in der Castingshow „The Voice of Germany“ versuchte. Über ihr zweites Album „Wanderer“ schrieb eine Kritikerin, es klinge wie ein „Pocahontas-Soundtrack“, ohne aber so esoterisch zu sein. Musik-Fans sollten jedenfalls happy sein, dass Moglis Reise im Sommer nach Kassel führt.
      • Donnerstag, 23. August: Manu Delago
        • Bevor man den österreichischen Musiker vorstellt, muss man erst einmal sein Instrument erklären: Der 33-Jährige aus Innsbruck ist mit dem ‚Hang‘ berühmt geworden. Das Instrument wurde in der Schweiz erfunden, sieht aus wie ein doppelter Wok und klingt wie eine Mischung aus Harfe und Steeldrum. Der Wahl-Londoner begleitete damit schon Stars wie Björk und die Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und trat in der Londoner Royal Albert Hall sowie der ausverkauften Hamburger Elphilharmonie auf. Wem das alles zu sphärisch klingt, muss keine Angst haben. Manu Delago sagt: „Spiritualität ist nicht in meinem Wortschatz. Es gibt weder Messages noch Absichten, sondern einfach nur Musik.
      • Freitag, 24. August: Nils Landgren All Stars
        • Der Schwede mit der roten Posaune zählt seit gut einem Jahrzehnt zu den erfolgreichsten europäischen Jazzmusikern. Am bekanntesten dürfte seine Formation ‚Nils Landgren’s Funk Unit“ sein. Er trat damit schon so oft im Kulturzelt auf, dass bereits die Schlagzeilen unserer Kritiker ein bisschen wie Musik klingen. „Noch schneller als Billy the Kid“ stand da. Und: „Funk ist wie Erdbeeren pflücken“. Und: „Mit der Lizenz für den Groove.“ Nils Landgren spielte unter anderem mit ABBA, Herbie Hancock und Till Brönner. Nach mehr als 30 Alben widmet er sich mit seinem neuen Programm allein dem US-Komponisten Leonard Bernstein. Mit ihm auf der Kulturzeltbühne steht an diesem Abend die US-Sängerin Janis Siegel (Manhattan Transfer).
      • Samstag, 25. August: 17 Hippies
        • Ein Kulturzelt-Finale ohne die 17 Hippies? Geht nicht! Gibt’s nicht! Neu ist allerdings, dass es diesmal an einem Samstag und nicht, wie in all den Jahren vorher, am Sonntag stattfindet. Aber die Berliner Weltmusik-Veteranen würden das Kulturzelt-Publikum auch an jedem anderen Tag in der Woche zum Tanzen und Mitsingen bewegen.