Kulturzelt Kassel 2019 – Programm und Bands im Überblick


(Letzte Aktualisierung am 3. April): Die Kulturzelt-Saison geht in diesem Jahr von Donnerstag, 19. Juli bis Sonntag, 31. August. In diesem Zeitraum treten im Zelt an der Drahtbrücke, Auedamm 2, 37 Acts aus den unterschiedlichsten Genres auf. (Foto: Isolation Berlin, 2. August)

Das Programm für das Kulturzelt Kassel

Alle Veranstaltungen (Ausnahmen: „Unter meinem Bett“ am 11.08. und „Bummelkasten“ am 25.08., jeweils 16 Uhr)  beginnen um 19.30 Uhr.

Der Vorverkauf beginnt am 10. April. Die Vvk.-Stellen findet ihr weiter unten.

  • 19. Juli: Flo Mega
    Der 1979 in Bremen geborene Florian Bosum hat sich vom HipHopper (aus dieser Zeit stammt sein Künstlername) zu einem respektierten Soul-Sänger gewandelt. Er kommt mit einem neuen Album, ‚BÄM‘ im Gepäck nach Kassel.
  • 20. Juli: Nouvelle Vague
    Seit 16 Jahren covern die charmanten Franzosen ebenso charman Klassiker der 80er-Jahre im Easy Listening Style.
  • 21. Juli: Horst Hansen Trio und Pulsar Trio
    „Party Jazz“ lautete der Titel des ersten Albums (2010) des Horst Hansen Trios, das in Wirklichkeit ein Quintett ist, und mit diesem Label lässt sich auch der dritte Abend im Kulturzelt gut übertiteln.
  • 23. Juli: Mayra Andrade
    Auf Kuba geboren, auf den Kapverden aufgewachsen, später in den Senegal gezogen und jetzt in Paris lebend, wandelt Mayra Andrade, die 2007 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt, zwischen Latin, Jazz, kreolischer Musik und Flamenco
  • 24. Juli: Boomhorns Brassband
    Die Boomhorns Brass Band ist die Marching Band des Instituts für Musik an der Uni Kassel.
  • 25. Juli: Bukahara
    Nach diversen Clubkonzerten hatten die Mukker von Bukkahara, die 2009 an der Uni Köln zusammen kamen, ihren Durchbruch in Kassel auf der Straße: 2016 beim Frühlingsfest des Kultzrzentrums Schlachthof. Mit ihrem Folk-Weltmusik-Mix ziehen sie vom Kulturzelt weiter zum Burg Herzberg Festival.
  • 26. Juli: Hugh Coltman
    Zwischen 1990 und 1999 war Hugh Coltman extrem erfolgreich mit der britischen Bluesband „The Hoax“. Dann verließ er die Band und suchte neue Herausforderungen in Frankreich, wo er mehr und mehr zum Jazz wechselte, den er aber sehr frisch und unkompliziert angeht. Ein Vergleich mit Curtis Stigers mag erlaubt sein.
  • 27. Juli: Janne Schra / Support: KapaTult
    In den Niederlanden ist Janne Schra eine äußerst erfolgreiche und von der Kritik stets gefeierte Sängerin (und unter dem Künstlernamen ‚Schradinova‘ auch erfolgreiche Malerin). Ihre Karriere startete sie Anfang des Jahrtausends mit der weltweit erfolgreichen Band „Room Eleven“. Als Frohnatur pfeift sie jedoch auf Genre-Grenzen und lässt ihre angejazzten Songs auch gerne mal von angesagten DJs remixen.
  • 28. Juli: El Cachivache Quinteto
    In Argentinien sind El Cachivache Quinteto in Sachen moderner, frischer, tanzbarer Tango zur Zeit das Maß aller Dinge. So modern und frisch, dass sie schon „die Punks des Tangos“ genannt werden.
  • 30. Juli: Bears of Legend
    Irgendwo zwischen Folk, Garagen-Rock und klassischen Elementen ist dieses Septett aus Quebec/Kanada angesiedelt. Lieblingsthemen in ihren Texten: Liebe, Tod und Wiedergeburt.
  • 31. Juli: Mine
    Die 33-jährige Sängerin und Produzentin hat sich jenseits jeglicher Genre-Schubladen eine Nische in der deutschsprachigen Musik geschaffen, in der für starke Klavierklänge ebenso viel Platz ist wie für minimalistische Gitarrenriffs und treibende Drums – alles versehen mit ihren lautmalerischen Texten.
  • 1. August: Milliarden
    Ben Hartmann und Johannes Aue aka „Milliarden“ sind musikalisch irgendwo zwischen Wanda, Selig und den legendären Ton Steine Scherben, die sie sogar mal supporten durften zu verorten.
  • 2. August: Isolation Berlin und Voodoo Jürgens
    Keine Frage, der Szene-Abend der Kulturzeltsaison 2019. Schöner hat die Depression seit Joy Division nie geklungen als bei  Isolation Berlin. Dazu als Support die schwarz-humorigen, im Wiener Dialekt vorgetragenen Songs von Voodoo Jürgens. Am 2. August ist das Kulturzelt „the place to be“.
  • 3. August: Wallis Bird
    Die in Berlin lebende irische Musikerin muss man nach mehreren erfolgreichen Konzerten im Schlachthof und im Kulturzelt in Kassel wohl nicht mehr vorstellen. Ihr energiegeladener Foilk-Rock-Pop fasziniert immer wieder.
  • 4. August: Lucille Crew
    HipHop, Funk, Soul und ganz viel Groove aus Tel Aviv.
  • 6. August: Charlie Cunningham / Support: Ma Fleur
    Ein Konzert für den Sommer. Es gibt viele Singer/Songwriter, aber nur einen mit derart leichten Rhythmen, einschmeichelnden Arrangements und von einer derart ’sonnigen‘ Stimme vorgetragen, wie das bei Charlie Cunningham der Fall ist.
  • 7. August: Makaya McCraven
    Bei Jazz-Festivals erreicht der selbsternannte ‚Beat-Scientist‘ regelmäßig das jüngste Publikum. Kein Wunder, der Ausnahme-Drummer zeigt, was in Sachen progressiver Musik zwischen HipHop und Miles Davis alles geht.
  • 8. August: The Angelcy
    The Angelcy sind neben Asaf Avidan die Hoffnungsträger der desillusinierten israelischen Jugend, die Stimme derer, die eigentlich nur noch weg wollen. Deren Gedanken verleihen sie mit ihrer mit Klezmer Anleihen und Balkan Beats durchtränkten Musik eine Stimme.
  • 9. August: Giant Rooks
    Einigen vielleicht noch in bester Erinnerung als Support von ‚Kraftclub‘ oder  ‚Von Wegen Lisbeth‘.
  • 10. August: Moka Efti Orchestra
    Im März spielte das durch den Soundtrack und die Auftritte in der ersten und zweiten Babylon Berlin-Staffel bekannt gewordene Orchester im ausverkauften Schauspielhaus..
  • 11. August: Unter meinem Bett
    Für die „Unter meinem Bett“-Reihe haben schon Musiker wie Gisbert zu Knyphausen, Jan Plewka, Olli Schulz, Bernd Begemann und viele bekannte Singer/Songwriter große Songs abgeliefert. Mal schauen, wer nach Kassel kommt.
  • 13. August: Brass Against
    Der Name weckt Assoziationen mit ‚Rage against the Machine‘ und das ist auch beabsichtigt. Die Polit-Brass-Band aus Brooklyn covert sich durch die Porotest-Hymnen von ‚Rage against the Machine‘ über ‚Public Enemy‘ bis ‚Kendrick Lamar‘. Und sie haben mit Sophia eine verdammt gute Sängerin.
  • 14. August: L’Aupaire
    Robert Laupert heißt der junge Mann aus der Nähe von Gießen, der sich L’Aupaire nennt und im weitesten Sinne dem Americana- bzw. Neo-Folk-Genre zuzurechenen ist.
  • 15. August Secret Act
  • 16. August: Thees Uhlmann
    Songs über das Leben in der Provinz, pendelnd zwischen Liebe und Hass. Und diese Provinz ist bei dem Tomte-Sänger und Mitgründer des Grand Hotel Van Cleef-Labels Niedersachsen – so wie bei Springsteen New Jersey und bei Conor Oberst Nebraska. Nicht lachen. Anhören.
  • 17. August: Jungstötter
    Auf dem Cover seines Debut-Solo-Albums wirkt Fabian Altstötter, der sich jetzt Jungstötter nennt, wie eine Inkarnation des leider allzu früh verstorbenen Joy Division Frontmanns Ian Curtis. Gesanglich schwelgt er hingegen zwischen Bryan Ferry, Nick Cave und Thom Yorke. Pflichtkonzert.
  • 20. August: Namika
    „Lieblingsmensch“, so schön und wortgewandt wie ihr orientalischer Name. „Je ne parle pas Francaise.“
  • 21. August: Sophie Hunger
    Kulturzelt-Veteranin, in diesem Sommer auch auf dem Burg Herzberg Festival und beim Haldern Pop zu erleben.
  • 23. August: Die Goldenen Zitronen
    Man hat die ‚Zitronen‘ oft als ‚Kettcar‘-Vorläufer bezeichnet und das ist, zumindest was die Attitude betrifft, auch goldrichtig. Hamburger Schule seit 1984 und den Golden Pudel Club betreibt Sänger Schorsch Kamerun auch immer noch.
  • 24. August: Campuskonzert 2
    Im K19 auf dem Campus gibt es eine populäre Reihe, „LoCassel“ genannt, die einmal im Monat junge, hochtalentierte Bands vorstellt. Das Campuskonzert zeigt eine Essenz daraus: „Who Killed The Lynx“, „Alter Kaffee“, „Kamanko“, Lowfield“ und „The Priorities“.
  • 25. August: Bummelkasten
    Wie sagt man so schön: „Große Musik für kleine Leute“.
  • 25. August: Heinz Strunk – Das Teemännchen
    Heinz Strunk hat wieder einmal ein großartiges Buch über Antihelden geschrieben. Über Menschen, die eine Zeit lang an das große Glück geglaubt haben, bis ihnen das Leben einen Strich durch die Rechnung machte. Heinz Strunk entdeckte sie in typischen (Sauf-)Kneipen, vor den Grill-Imbissen und in Autobahn-Raststätten.
  • 27. August: Les Yeux d’la Tête
    Oh là là! Les Yeux d’la Tete, die uns schon so manch herrlichen Abend im Schlachthof beschert haben, kommen mit ihrem Sinti-Swing und -Jazz wieder nach Kassel. Wenn schon nicht an der Seine, so genießen wir sie doch wenigstens an der Fulda.
  • 28. August: De-Phazz
    Nicht die Erfinder des Lounge Jazz, aber äußerst prominente Vertreter und das seit über 20 Jahren.
  • 30. August: Selig
    Selig waren Mitte der 1990er Jahre DIE Grunge-Band in Deutschland und die amtlichen Nachfolger der ‚Scherben‘. Dann ging die Band an internen Streitereien und auch ein bisschen an ihrem Größenwahn zu Grunde. Seit einigen Jahren sind sie wieder zusammen und, um es mit einem ihrer größten Hits zu sagen, jetzt erst „so richtig wichtig“! Oder wollt ihr lieber „Es ist so oh-oh-ohne dich, es ist so wiederlich, denkst du vielleicht auch mal an mich…“ Immer noch einer der besten traurigen Rochballaden in deutscher Sprache.
  • 31. August: 17 Hippies
    Wie ‚Dinner for One‘, immer wieder gerne gesehen. The same procedure as every year.

Vorverkauf: HNA-Kartenservice, Kurfürstengalerie, Mauerstraße, Tel. 0561-203 204 und in allen HNA-Geschäftsstellen sowie bei Gestochen Scharf, Dörnbergstraße, Tel. 0561-788 060.