Terrordrohung: Neun Monate auf Bewährung für Angeklagten

Wegen Störung des öffentlichen Friedens hat Amtrichterin Focke den 30-jährigen Angeklagten zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der an mehreren psychischen Erkrankungen leidende gebürtige Kasseler seine Therapien fortsetzen und 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Er hatte gestanden, im März vergangenen Jahres in Wilhelmshöhe einen Zettel ausgelegt zu haben, auf dem mit einem islamistischen Terroranschlag mit vielen Toten in der Kasseler Inbnenstadt gedroht wurde. Tatsächlich habe er die Öffentlichkeit nicht beunruhigen und sich nur an der KVG rächen wollen, gestand der junge Mann unter Tränen.

Terrordrohung: Psychisch Kranker wollte sich an KVG rächen

Die Terrordrohung mit einem Blutbad in einer Tram in der Königsstraße vom März 2017 hatte keinen islamistischen Hintergrund, sondern sollte ein Racheakt gegen die KVG sein. Dies sagte der psychisch kranke Angeklagte eben  in seinem Geständnis vor dem Amtsgericht aus. Eine Beunruhigung der Öffentlichkeit habe er nicht erwartet und nicht gewollt. Das Schreiben war über Facebook verbreitet worden, von einer Polizeipsychologin aber schnell als „schlechter Scherz“ eingeordnet worden. Nach einer Verständigung aller Verfahrensbeteiligten hat Richterin Focke ein Bewährungsstrafe von unter einem Jahr als möglich angedeutet.

Terrordrohung: Angeklagter soll Blutbad angedroht haben

Wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat steht ab 13 Uhr ein 30-jähriger Kasseler vor dem Amtsgericht. Er soll im März 2017 einen Zettel an der Endhaltestelle  „Wilhelmshöher Park“ hinterlassen haben, auf dem in gebrochenem Deutsch ein Terroranschlag im Namen Allahs im Stadtzentrum angedroht wurde. Es werde „ein Blut vergießen“ und ein „Sterben für Allah“ geben. Sechs Zeugen sind zur Verhandlung vor Amtsrichterin Focke in Saal D 115 geladen.

Berufsmissbrauch: Zehn Monate und 3000 Euro Geldstrafe

Wegen des missbräuchlichen Führens der Berufsbezeichnung „Rechtsanwalt“ in sieben Fällen hat das Amtsgericht einen 50-jährigen Mann aus Kassel zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Außerdem muss er 3000 Euro an die SOS-Kinderdörfer bezahlen, legte Amtsrichterin Hartling fest. Zuvor hatte ein Zusteller der Post bestätigt, dass er die Urkunde über die verworfene Revision des Bundesgerichtshofes ordnungsgemäß zugestellt hatte. Der Ex-Anwalt stürmte nach dem Urteil aus dem Gerichtssaal und ließ die Tür donnernd ins Schloss fallen, was sogar Richterin und Amtsanwältin zu einem Schmunzeln veranlasste.

Berufsmissbrauch: Anklage fordert elf Monate Haft

Die Staatsanwaltschaft hat für den 50-jährigen Ex-Anwalt aus Kassel wegen missbräuchlichen Führens einer Berufsbezeichnung eine Freiheitsstrafe von elf Monaten gefordert, die für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Außerdem soll er 2500 Euro Strafe bezahlen.  Sie sah es als erwiesen an, dass der Mann in sieben Fällen den Titel „Rechtsanwalt“ führte, obwohl ihm die Anwaltskammer wegen zahlreicher Verstöße die Zulassung entzogen hatte. Schon 2006 war er vom Landgericht Koblenz deswegen zu zwei Jahren Haft zur Bewährung verurteilt worden.  Danach verstieß  er 167 Mal gegen das Berufsverbot. Der 50-Jährige verteidigt sich selbst und bestritt alle Vorwürfe. Amtsrichterin Hartling will ihr Urteil um 10.15 Uhr verkünden.

Berufsmissbrauch: Ex-Rechtsanwalt erwartet Urteil

Ein 50-jähriger Mann aus Kassel steht wegen missbräuchlichen Führens der Berufsbezeichnung „Rechtsanwalt“ vor dem Amtsgericht. Obwohl ihm die Anwaltskammer längst die Zulassung entzogen hatte, soll er weiter als Rechtsanwalt praktiziert haben. Die Verbotsurkunde will er nicht erhalten haben. Gleich soll der Zusteller der Urkunde als Zeuge aussagen, wem er das Schreiben übergeben hat. Heute wird mit dem Urteil durch Amtsrichterin Hartling gerechnet.

Missbrauch Berufsbezeichnung: Zusteller wird als Zeuge geladen

Noch kein Urteil im Verfahren wegen missbräuchlicher Bezeichnung einer Berufsbezeichnung durch einen 50-jährigen ehemaligen Rechtsanwalt. Der Mann, der sich selbst vor dem Amtsgericht verteidigt, behauptet, die Urkunde, die ihn über den Ausschluss aus der Anwaltskammer informierte, nicht bekommen zu haben, obwohl der Zusteller dies auf einem amtlichen Dokument festgehalten hat. Nun soll zum 19. Juli der Zusteller als Zeuge geladen werden. Dem Angeklagten war bereits 2006 nach zahlreichen Verstößen gegen das Insolvenzrecht, wegen Urkundenfälschung und vieler anderen Delikte ein Berufsverbot als Rechtsanwalt erteilt worden. Außerdem war er zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dagegen verstieß er in den folgenden drei Jahren 167 Mal, was ihm eine weitere Bewährungsstrafe eintrug.

Missbrauch Berufsbezeichnung: Ex-Rechtsanwalt erwartet Urteil

Ein ehemaliger Rechtsanwalt, der aus der Anwaltskammer ausgeschlossen wurde, soll trotzdem weiter die Berufsbezeichnung „Rechtsanwalt“ geführt haben. Das brachte den 50-jährigen Kasseler jetzt vor das Amtsgericht, vor dem er wegen missbräuchlichen Führens einer Berufsbezeichnung angeklagt ist. Am ersten Verhandlungstag hatte er behauptet, von dem Entzug seiner Liezenz nichts mitbekommen zu haben, seine Frau habe aus Sorge um seine Gesundheit entsprechende Schreiben zurückgehalten. Gleich soll ein Zeuge gehört werden, der die Kanzlei des Angeklagten abgewickelt hat. Dann will Amtsrichterin Hartling ein Urteil sprechen.

Totschlag: Mildere Strafe für Beihilfe zur Körperverletzung

Alexandr B., der das spätere Opfer Waldemar B. im Juli 2013 zum Tatort Grillhütte geführt hatte, ist vom Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Weil er bereits drei der sechs Jahre aus dem ersten Urteil abgesessen hat, gilt die Strafe als verbüßt, für die längere Haft erhält er eine Entschädigung. Richter Dreyers 1. Strafkammer wies den 39-Jährigen in eine Entziehungsanstalt ein, allerdings zur Bewährung. Zunächst erhält er die Chance, seine Alkoholsucht in einer ambulanten Therapie zu überwinden. Die Kammer sah den Deutschrussen leidglich der Beihilfe zur Körperverletzung und nicht zum Totschlag schuldig, deshalb die mildere Strafe. Er hatte den damals 38-jährigen Waldemar B. zur Grillhütte geführt, wo er von Sergej B. und Vladimir G. totgeschlagen worden war. Damit aber habe Alexander B. nicht rechnen können, er sei vermutlich nur von einer geplanten „Abreibung“ ausgegangen.

Totschlag: Anklage fordert deutlich mildere Strafe

Von der 6. Strafkammer war Alexandr B. 2014  noch wegen Beihilfe zum Totschlag zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Davon hatte er drei verbüßt, bevor seiner Revision vom Bundesgerichtshof stattgegeben wurde und er wieder auf freien Fuß kam. Jetzt forderte Staatsanwältin Bring in ihrem Plädoyer nur noch einer Verurteilung wegen Behilfe zur gefährlichen Körperverletzung und eine Strafe von zwei Jahren und 11 Monaten. B. habe nicht davon ausgehen können, dass der Deutschrusse Waldemar B. von seinen beiden Landsleuten getötet werden solle, als er ihn zur Grillhütte in Hessisch Lichtenau führte. Verteidiger Bernd Pfläging teilte diese Ansicht und forderte eine Haftstrafe von neun Monaten. Wegen der bereits abgesessenen Haft müsse die als abgegolten gelten. Richter Dreyer hat das Urteil der 1. Strafkammer des Landgerichts für 10.30 Uhr angekündigt.

Totschlag: Heute Urteil für Bluttat an Grillhüte erwartet

Im Revisionsverfahren vor der 1. Strafkammer des Landgericht wegen des Totschlags eines 38-jährigen Deutschrussen in Hessisch Lichtenau im Juli 2013 durch drei Landsleute wird heute das Urteil erwartet. Der 39-jährige Alexandr B. hatte Revision gegen seine Freiheitsstrafe von sechs Jahren eingelegt. Die beiden anderen verurteilten Totschläger hatten als Zeugen angegeben, sich nicht erinnern zu können und nichts sagen zu wollen.

Diebstähle: Hohe Haftstrafen für Rumänen

Die beiden rumänischen Seriendiebe sind vom Landgericht zu fünf beziehungsweise zu vier Jahre und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die beiden waren bereits in früheren Verhandlungen verurteilt worden, weil sie aus dem Pkw eines Goldhändlers an der Wolfsschlucht Schmuck im Wert von 37 000 Euro gestohlen hatten. Außerdem hatten sie bei zahlreichen Einbrüchen in Nordhessen und Südniedersachsen Zigaretten im Wert von mehreren 100 000 Euro erbeutet. Die in beiden Gerichtsverfahren ausgesprochenen Urteile wurden jetzt auf Antrag von Staatsanwältin Richter zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst. Einer der Angeklagte akzeptierte das neue Urteil, das damit rechtskräftig ist.

Totschlag an Grillhütte: Beugehaft für aussageunwilligen Täter

Vladimir G., rechtskräftig wegen Totschlags verurteilter Täter bei der Bluttat an der Grillhütte von Hessisch Lichtenau, hat vor der 1. Strafkammer des Landgerichts erneut die Aussage verweigert. Tatsächlich darf er das nicht. Die Strafkammer verhängte daher eine sechsmonatige Beugehaft für den 26-Jährigen, der im Juli 2013 gemeinsam mit Sergej B. den damals 38-jährigen Waldemar B. erschlagen hat. Die Verbüßung der achtjährigen Freiheitsstrafe werde für dieses halbe Jahr ausgesetzt, erläuterte Richter Dreyer, Vladimir G. bleibt also entsprechend länger im Gefängnis. Der Angeklagte Alexandr B. brach in dem Revisionsverfahren sein Schweigen. Er habe nichts getan, sei bei der Bluttat an der Grillhütte nicht dabeigewesen und habe umsonst gesessen, sagte er. Morgen will die Strafkammer ihr Urteil verkünden.

Bluttat an Grillhütte: Auch zweiter Täter schweigt

Im Revisionsverfahren wegen der Tötung eines 38-jährigen Russlanddeutschen an der Grillhütte in Hessisch Lichtenau im Juli 2013 hat auch dere zweiter verurteilte Täter Vladimir G. geschwiegen. Anders als Sergej B., der sich angeblich nicht erinnern konnte, verweigerte Vladimir G. aber die Aussage. Das durfte er nicht, weil er bereits rechtskräftig für die Tat verurteilt ist. Richter Dreyer von der 1. Strafkammer des Landgerichts hatte ein Ordnungsgeld und Beugehaft angeordnet. Gleich ist Valerie G. wieder als Zeuge geladen. Offen ist, ob er sich beeindruckt zeigt vom Ordnungsgeld und jetzt aussagt.

Sachbeschädigung: Freispruch für Angeklagten

Im Verfahren wegen der Zerstörung von zwei Fernsehkamera auf dem Gelände einer Gebrauchtwagenhandlung an der Heiligenröder Straße ist ein Angeklagter freigesprochen worden. Der Hauptangeklagte, der die Kameras zerstört haben soll, war nicht erschienen, er ist wohl im Ausland. Das Kamerateam des MDR wollte 2015 einen Beitrag zum Thema „Abzocke bei Autoverkauf“ drehen. Trotz der zerstörten Kameras – Wert: 17.000 Euro – war der Beitrag auch gesendet worden – allesdings ohne das Beispiel für Abzocke aus Kassel.

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