Sie besetzen die Parkplätze

Weniger Parkplätze – mehr Grün: Das fordern Aktivisten aus dem Umwelthaus an dem heutigen Freitag, dem World Parking Day. Lara Wiskemann vom Bund für Umwelt und Naturschutz hält zusammen mit ihrem Bekannten Lucas Winterhalter seit 11 Uhr am Scheidemannplatz die Stellung – und besetzt hier die Parkplätze. Bis 18 Uhr werden die etwa 30 Parkplätze gesperrt sein, so Wiskemann. Ab 12 Uhr gibt es immerhin auch Kaffee.

„Wir wollen Aufmerksamkeit“

„Wir machen jetzt erstmal Pause“, sagt René. Er ist einer von den knapp 70 Demonstranten, die seit 5 Uhr morgens durch die Stadt ziehen und für die Entmilitarisierung einstehen. Das Ziel: „Aufmerksamkeit“, sagt Mira. Gerade in Kassel gegen die Waffenindustrie zu demonstrieren, passe „mega gut“. „Es ist super unerkannt, dass von hier aus so viele Waffen in die Welt verschifft werden.“ Wann es für die Kasseler Studenten Johanna, Henry, Robin, Mira, Luc, Botan, Liv und René weitergeht, wird sich im Laufe der nächsten Stunden entscheiden.

„Niemand provoziert“

Sie informieren, klären auf und haben die Route der Spontan-Demonstranten, die heute gegen die Rüstungsindustrie vorgehen wollen, genau im Kopf: Claudia Reiner und Andreas Schelp von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) bedienen seit heute Morgen um 7 den Infostand von Block-War an der Holländischen Straße Ecke Mombachstraße. “ Die Demonstranten sind alle friedlich, niemand provoziert“, so Reimer.

„Die Lage ist eskaliert“

Die Polizeiautos sind gerade dabei, aus der Mombachstraße wieder abzurücken. „Wir bleiben auf der Straße stehen, bis unser Genosse wieder frei ist“, hieß es von den Block-War-Aktivisten auf Twitter. Kurz zuvor hatte die Polizei wohl einen der Demonstranten in Gewahrsam genommen. „Die Lage ist eskaliert“, schrieben die Block-War-Anhänger.

Gratis Kultur für Evakuierte

„Wir sind das erste Mal im Staatstheater“, sagen Maren Löchtermann und Henrike Witte. Die zwei Studentinnen (und Mitbewohnerinnen) haben das Angebot der Stadt Kassel angenommen – und sich die Vorführung „Moskitos“ im Schauspielhaus umsonst angesehen. „Ich hoffe, es wird nicht langweilig“, sagt Maren. Für den Fall der Fälle haben die beiden jedenfalls Übernachtungszeug eingepackt.

Documenta-Halle füllt sich

Etwa 60 Evakuierte haben sich mittlerweile in der documenta-Halle zusammengefunden. Die ehrenamtlichen Helfer schmieren derweil fleißig Brötchen. Die Entschärfung der Bombe hat vor 15 Minuten begonnen. Wann sie abgeschlossen sein wird, ist bislang noch nicht absehbar.

Mensch ärger dich nicht in der Elisabethkirche

Neben Sandwiches, Obst und Getränken stellt die Elisabethkirche den Evakuierten auch Brettspiele zur Verfügung. „Die Tür steht allen offen“, sagt Stefan Krönung, Priester und stellvertretender Leiter der Malteser. Sein Kollege Elias Barkil ist als Sanitäter derweil auf alle Notfälle eingerichtet.

Mit Malsachen in der documenta-Halle

Romella Karapetyan und ihre Tochter Anna hat es spontan in die documenta-Halle, eine der Betreuungseinrichtungen für Evakuierte: „Wir wurden plötzlich rausgeklingelt.“ Genauso wie alle Nachbarn, erzählt Karapetyan. Die kleine Anna hat Gott sei Dank ihre Malsachen dabei – auf eine Übernachtung sind die beiden allerdings nicht eingerichtet…

Brötchen und Getränke in der documenta-Halle

„Wir sind für alles gewappnet“, sagt Pascal Blödow. Zusammen mit 25 Einsatzkräften bereitet der Leiter des Betreuungszuges die documenta-Halle für Evakuierte vor. Platz ist für 350 Leute – mindestens. Dementsprechend gibt es auch rund 350 Liter Getränke. Ab 21 Uhr dann auch noch Brötchen, sagt Blödow. Gleich werde erst mal der Mast vor dem Eingang ausgefahren. „Damit wir kenntlicher sind.“

Einsatzkräfte rücken aus

Rund 300 Einsatzkräfte haben sich mittlerweile an der Joseph-Beuys-Straße hinter dem Kulturbahnhof versammelt. Für die Beamten heißt es jetzt: Lageplanung. Seit 40 Minuten sind die Kräfte damit beschäftigt, alle Wohnungen rund um den Fundort noch einmal zu kontrollieren. In etwas mehr als einer Stunde soll mit der Entschärfung der Bombe begonnen werden. „Wenn alles klappt“, sagt Ralf Krawinkel, Pressesprecher der Feuerwehr.

Guten Mittag

Fans der fernöstlichen Küche dürften heute auf ihre Kosten kommen: Eine Asia Kokossuppe mit Paprika und Koriander steht auf dem Speiseplan der Uni-Mensa. 2,10 Euro kostet die Portion für Studenten. Wem das zu würzig ist, der kommt zum Beispiel bei Hähnchenbrust und Pasta auf seine Kosten. Alternativ gibt es Burger oder den Knusperfisch mit Schnittlauchdip. Wir wünschen einen guten Appetit!

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