Große Erwartungen bei Slowdive im Kulturzelt

Wie stilsicher die Auswahl des Kasseler Kulturzelts ist, sieht man auch an der Nominiertenliste für den Preis des Verbands unabhängiger Musikunternehmen, die gerade veröffentlicht wurde. Darauf finden sich mit Kettcar, Kat Frankie und Slowdive gleich drei Acts, die diese Saison an der Fulda gastieren. Die Kritikerlieblinge und Shoegaze-Pioniere von Slowdive haben gerade ihr Konzert begonnen – und im Publikum ist es fast so still wie bei einem Auftritt von The Cure. Schon dafür müsste es einen Preis geben.

Remmidemmi mit Meute im Kulturzelt

Mit Pauken und Trompeten ist das Kulturzelt in die 32. Saison gestartet. Die Hamburger Brass-Kapelle Meute brachte die Besucher mit Cover-Versionen von Techno-Songs zum Tanzen und In-die-Luft-Hüpfen, darunter zahlreiche Prominente aus der Stadt. Man muss sich das vorstellen, als würde eine Bläsergruppe den Techno-Club erobern. Die Zugabe „Remmidemmi“ von Deichkind spielten Meute, die auch schon große Festivals rockten, passenderweise im Zuschauerraum.

Fotokunst-Projekt für Jedermann auf dem Friedrichsplatz

Auf dem Friedrichsplatz neben der documenta-Halle werden Bilder zu Kunst. Bei „Welt im Umbruch“, einem mobilen Fotobuch-Projekt, kann ab morgen jeder bis zum 10. Juni sein eigenes Fotobuch gestalten. Dazu gibt es kostenlose Workshops und einen chilligen Biergarten. Derzeit wird noch aufgebaut, aber die ausgestellten Bilder sind jetzt schon ein Hingucker.

Schafe grasen in der Karlsaue

Während in der Stadt Verkehrschaos herrscht, ist der Streik den Schafen in der Karlsaue ziemlich egal. Zu den Forderungen von Verdi sagen sie nur „Mäh“. Waren sie zuletzt noch auf den Waldauer Wiesen, haben sie nun hinter dem Auestadion ein neues zwischenzeitliches Zuhause gewonnen.

187 Strassenbande: Prollig ist das neue cool

So viel Testosteron war selten in der Stadthalle. Die 187 Strassenbande rappt über das Prollsein, 9-mm-Waffen und das angeblich so harte Leben auf den Hamburger Straßen. In ihrer Heimatstadt treten die Gangstarapper vor 13.000 Fans auf. In Kassel sind es immerhin 2000. Und die machen alles, was ihre Idole ihnen sagen. Zwischenzeitlich stecken sie sogar die Smartphones wieder in die Hosentaschen, um ohne Handy in der Hand zu bouncen.

Mercedes-Gewinnspiel der Strassenbande vor der Stadthalle

Die Show der 187 Strassenbande beginnt schon vor der Stadthalle. Dort lassen sich Fans mit einem Mercedes CL 500 fotografieren, den die Hamburger Gangstarapper sonst durch die Hansestadt spazierenfahren und den es nun zu gewinnen gibt. In der Stadthalle warten derweil 2000 Fans auf die derzeit angesagteste und umstrittenste HipHop-Combo.

Baunatal wartet auf Prinz Pi

1000 Fans warten in der Baunataler Stadthalle auf Prinz Pi. Der Berliner gilt als einer der intelligentesten deutschen Rapper und zitiert lieber Philosophen statt die Straße. Und dennoch stand auch sein neues Album auf Rang eins in den Charts. Noch heizt allerdings Brkn den Fans mit R’n’B und Soul sowie Mega-80er-Jahre-Saxofonsoli ein.

Mann überfiel Sonnenstudio in der Ludwig-Mond-Straße

blaulicht Ein Mann hat gestern gegen 18 Uhr ein Sonnenstudio in der Ludwig-Mond-Straße überfallen. Der Unbekannte, der etwa 20 Jahre alt sein soll, bedrohte die Mitarbeiterin mit einer Waffe und floh anschließend mit dem Inhalt der Kasse. Der etwa 1,80 Meter große Mann trug einen schwarzen Kapuzenpulli sowie eine weiße Kappe und sprach mit einem südländischen Akzent. Die Polizei bittet um Hinweise.

Diskussion mit Richard David Precht fällt aus

Es wäre garantiert ein interessanter Abend geworden mit Richard David Precht, aber die Diskussion mit dem Bestseller-Autor heute im Anthroposophischen Zentrum fällt aus. Der Philosoph („Erkenne dich selbst“) sitzt in Spanien fest, wegen des schlechten Wetters wurden die Flüge gestrichen, teilte die Brencher-Buchhandlung mit, die die längst ausverkaufte Veranstaltung organisiert hat. Karten können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Precht soll nun im Januar mit Pfarrer Lass Hillebold in Kassel diskutieren. Unser ausführliches Interview mit dem Autor gibt es hier.

Dokfest-Preis für Eröffnungsfilm aus Syrien

Ziad Kalthoum hat für seinen Film „Taste of Cement“ beim Kasseler Dokfest den Goldenen Schlüssel gewonnen. Der syrische Regisseur erzählt darin von Flüchtlingen aus seinem Heimatland, die im Libanon auf Baustellen arbeiten. Die Doku hatte das Filmfest am Dienstag eröffnet. Viel Applaus gab es bei der Preisverleihung in der Weinkirche auch für „Stern TV“-Moderator Steffen Hallaschka, der die Laudatio auf seinen Freund Klaus Stern hielt. Der Kasseler Regisseur, der den Ehrenpreis erhielt, sei im Filmgeschäft längst zu einer eigenen Marke geworden, sagte Hallaschka. Alles deutet darauf hin, dass die 34. Ausgabe des Festivals morgen mit einem Besucherrekord zu Ende geht.

Applaus für Dokfest-Eröffnungsfilm

Höflichen Applaus gab es für den Dokfest-Eröffnungsfilm „Taste of Cement“ von Ziad Kalthoum, der in seinem 85-Minuten-Werk von syrischen Bauarbeitern im Libanon erzählt. Der Film liefert großartige Bilder, kommt fast ohne Text aus, wirkt phasenweise wie eine Installation und ist allen Flüchtlingen auf der Welt gewidmet.

Documenta-Feeling beim Dokfest

Was haben die documenta und das Dokfest gemeinsam? Beide haben mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Doch viele Spender haben dafür gesorgt, dass die 34. Ausgabe wie geplant stattfinden kann. Auch deswegen wird es bei der Eröffnung im Gloria-Kino lustig. Moderator Clemens Camphausen rechnet vor, dass der Flughafen Calden sieben Mal so viel gekostet hat wie die documenta 14. Applaus gibt es auch für Oberbürgermeister Christian Geselle, der ankündigt, dass die Stadt das Dokfest in Zukunft noch stärker finanziell unterstützen will.

Dokfest wird musikalisch eröffnet

Riesenandrang im Gloria-Kino, wo gleich das Dokfest eröffnet wird. Bevor der erste Film des diesjährigen Festivals eröffnet wird, gibt es eine musikalische Hommage an den documenta-Leiter Adam Szymczyk. Die Formation, die hier spielt, nennt sich Adam und die Rockraketen.

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