Natürlich gibt es den „Tempel“ schon länger, aber seit 20 Jahren heißt diese Galerie, die sich der experimentellen Erkundung von Sprache im medialen Raum verbal, nonverbal und multimodal widmet „Kunsttempel“. Vor der Gründung des Kunsttempels betrieb Werner Kausch, Professor an der Kasseler Kunsthochschule hier das „Studio Kassel“.

Gebaut wurde das Haus, das die Besucher seiner Lesungen und Ausstellungen stets in einer gemütlichen Salon-Atmosphäre empfängt, bereits nach dem 1. Weltkrieg im direkten Zusammenhang mit der Stadthalle und dem hinter dem Kunsttempel sich erstreckendem Huttenplatz.

Gefeiert wird der 20. Geburtstag demnächst über einen Monat vom 29. August bis zum mit einer Retrospektive, die die (Sprach-)Künstler, die hier ausgestellt haben, „rück- und ausblickend“, wie es in der Ankündigung heißt, zusammenbringen will. 40 haben bereits zugesagt. Wir werden berichten.

Von Willie Ditzel
Seit 1990 bei der HNA, davor Freelancer für Musikzeitschriften. Schwerpunkt heute: Kassel Live. Lieblingsthemen: Musik und Kultur. E-Mail: wd@hna.de