Am Ende fügt sich alles im Kopf zusammen

Die Fotografien auf nacktem Beton, eiskaltes Licht. Besser, weil zum Sujet passend, kann man eine Ausstellung kaum inszenieren, wie die Fotografien von Regina Schmeken im Stadtmuseum. „Blutiger Boden – Die Tatorte des NSU“ wurde gestern Abend eröffnet, ab heute ist die Ausstellung mit Fotografien an den Tatorten des National Sozialistischen Untergrunds (NSU) der Öffentlichkeit zugänglich. Sie erstreckt sich über drei Etagen und zeigt, das ist das spannende, weder die Täter, noch die Opfer, sondern diese grauenhafte Leere, nachdem die Morde passiert sind. Man ahnt auf Grund der Berichterstattung seinerzeit, was dort passiert ist und man hat die Szenen vor Gericht im Kopf. Angesichts dieser Fotos fügt sich alles wieder zusammen. Noch bis zum 8. September, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr und mittwochs sogar bis 20 Uhr.

Von Willie Ditzel
Seit 1990 bei der HNA, davor Freelancer für Musikzeitschriften. Schwerpunkt heute: Kassel Live. Lieblingsthemen: Musik und Kultur. E-Mail: wd@hna.de