Heute feiern wir den Tag eines Alltagsgegenstandes, der tatsächlich der Digitalisierung in unserer Welt zu trotzen scheint: den Notizbuch Tag. Wir fragen mal ein paar Menschen, wie sie es mit dem Notizbuch halten? Galeristin Melanie (oben) fand das Notizbuch im Merch der letzten documenta so schön designt, dass sie sich gleich mit ein paar Exemplaren eingedeckt hat und auch nutzt. Sie hat es gerade aus ihrem Rucksack ausgekramt. Katharina, Künstlerin, nutzt sogar zwei Notizbücher gleichzeitig. „Das weiße, vordere, als Kalender, das hintere für Arbeitsnotizen“. Eine Kuriosität ist das Datum des Notizbuch-Tages. Ins Leben gerufen wurde er an einem 19. Mai, weil dies im Heiligenkalender der katholischen Kirche der Ehrentag von Coelestin V., dem Schutzpatron der Buchbinder ist. Dieser 19. Mai war ein Donnerstag, der dritte im Mai. Von dem Datum des Schutzpatrons ist man abgewichen, den dritten Donnerstag im Mai hat man als den kuriosen Feiertag des Notizbuchs beibehalten.

Von Willie Ditzel
Seit 1990 bei der HNA, davor Freelancer für Musikzeitschriften. Schwerpunkt heute: Kassel Live. Lieblingsthemen: Musik und Kultur. E-Mail: wd@hna.de