Sieben Sätze, die Kasseler nicht mehr hören können

Wir als Kasseler, Kasseläner oder Kasselaner finden unsere Stadt mit all ihren Macken ziemlich gut. Kassel muss man eben wollen. Aber dann gibt es immer wieder diese Leute, die uns mit ganz bestimmten Sätzen nerven. Wir haben sieben Stück davon gesammelt.

„Die Stadt ist ja schon ziemlich hässlich.“

Das wohl bekannteste Klischee über Kassel. Und wir können es nicht mehr hören. Ja, die Holländische Straße ist echt nicht so schön. Und die Innenstadt mit der 50er-Jahre-Architektur ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber mal ganz ehrlich: Berlin ist in Ecken wie Marzahn auch nicht gerade ansehnlich. Und in Dortmund mag kaum einer die Nordstadt. Man sollte wissen: In Kassel gibt es auch viele schöne Viertel: Der Vordere Westen zum Beispiel beeindruckt durch die vielen Altbauten. Und wundervoll grün ist die Stadt auch – neben dem Bergpark Wilhelmshöhe gibt es noch die Karlsaue, die Dönche und viele kleinere Parks. Auch die Natur ist nicht weit. Ihr glaubt uns nicht? Wir haben in einem anderem Artikel sieben besonders schöne Straßen in Kassel herausgesucht.

„In Kassel kann man abends auch nicht gescheit weggehen.“

Ja, Kassel ist nicht gerade eine Partymetropole wie Köln, München oder Berlin. Aber abends weggehen kann man auch hier. Wer gerne tanzt, hat zum Beispiel die Auswahl zwischen dem York, dem 130bpm oder dem A7. Und wer lieber gemütlich etwas trinken gehen möchte, geht in Joe’s Garage, ins Fes oder ins Ulenspiegel. Man sieht also: Auch in Kassels Nachtleben kann man glücklich werden.

„Kassel? Kenn ich, da bin ich schon mal umgestiegen.“

Der Klassiker. Denn fast jede ICE-Strecke führt durch Kassel, da die Stadt einfach sehr zentral liegt. Und wahrscheinlich jeder Reisende hat beim Umsteigen auch schon mal über die Rampen am Bahnhof Wilhelmshöhe geflucht. Zugegeben: Die finden wir auch nicht besonders praktisch.

„Sag mal ‚Aschebeschä‘!“

Hört man immer wieder, wenn man als Kasselaner oder Kasseläner im Exil lebt. Wahlweise ersetzbar durch „Äppelwoi“ oder „babbeln“. Da läuft es uns Nordhessen aber kalt den Rücken hinab. Denn: Den sogenannten „Hessischen Dialekt“ spricht man hier nicht. Nordhessen ist nämlich nicht gleich Südhessen, so wie Ostwestfalen nicht gleich der Ruhrpott ist. Kassel hat tatsächlich seinen eigenen Dialekt, das Kasselänische. Der wird zum Schmeckewöhlerchen alszus geschnuddelt bis ’s schigget.

„Kassel liegt ja in der übelsten Provinz“

Ja, wir leben in Nordhessisch-Sibirien. Hier gibt es eben nicht so viel wie in den Metropolregionen, das wissen wir selber. Kann man aber auch andersrum sehen: Die Natur in Nordhessen ist wunderschön und super zum Wandern geeignet. Mit dem Reinhardswald liegt hier zum Beispiel einer der größten Wälder Deutschlands. Und nicht zu vergessen: In Kassel findet mit der documenta alle fünf Jahre die weltweit bedeutendste Ausstellung für moderne Kunst statt. Sogar Brad Pitt kam schon mal zu Besuch. Da sag nochmal einer Provinz.

„Die Menschen in Kassel sind ja total unfreundlich.“

Naja, gut. Das geben wir zu. Wir Kasseler, Kasselaner und Kasseläner und insgesamt die Nordhessen mähren schon recht viel. Aber was soll man auch tun, wenn gefühlt alle anderen über unsere Stadt lästern? Das dürfen schließlich nur wir selbst!

„Kassel? Ist das nicht die Hauptstadt der Waschbären?“

Die Waschbären sind unser inoffizielles Wappentier. Und wir lieben es – zumindest, wenn es nicht gerade unsere Mülltonne plündert. Oder das Vogelfutter frisst. Oder unsere Katze verfolgt.

Von Julia Henniges und Michaela Schaal

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Von Redaktion Kassel-Live
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