Diese Dinge könnt ihr abseits der üblichen Pfade entdecken

Kassel hat viel zu bieten. Den meisten fallen als erstes wahrscheinlich der Bergpark, die documenta und die Grimmwelt ein. Es gibt aber noch viele andere Dinge, die man in Kassel entdecken kann. Wir haben für euch ein paar echte Geheimtipps in Kassel zusammengestellt.

Weinbergbunker

Unter dem Kasseler Weinberg gibt es ein kompliziertes Geflecht aus Gängen und Stollen, das viele hundert Jahre alt ist. Die Stollen wurden früher zum Beispiel zum Lagern von Bier genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Weinberg dann zu einem Luftschutzbunker umgebaut. Von April bis August werden einmal im Monat Führungen durch den Bunker angeboten. Diese Gelegenheit, ein Stück Kasseler Geschichte zu besuchen, solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Kasseler Erdkilometer

Die documenta ist in Kassel überall präsent. Den Himmelsstürmer oder die Spitzhacke hat bestimmt jeder schon einmal gesehen. Kennt ihr aber auch zum Beispiel den Kasseler Erdkilometer auf dem Friedrichsplatz? Das ist ein Nagel mitten auf dem Platz, der einen Kilometer in die Erde hineinreichen soll. Es gibt noch einige andere versteckte documenta-Kunstwerke in Kassel, die sogar viele Kasseler, Kasselaner und Kasseläner nicht kennen. Da lohnt es sich doch, einmal eine Tour zu machen.

Ich-Denkmal auf dem Brüder-Grimm-Platz

Sich selbst ein Denkmal setzen – das kann man auf dem Brüder-Grimm-Platz tun. Dort steht nämlich ein Sockel, in dem ganz groß „ICH“ eingraviert ist. Steigt man darauf, kann man sich richtig berühmt fühlen und viele lustige Fotos machen.

Der Vordere Westen

„Kassel ist hässlich“ – wer diesen Satz sagt, der war noch nie im Vorderen Westen. Hier reiht sich nämlich ein schöner Altbau an den nächsten. Außerdem gibt es hier viele schöne Läden, Restaurants und Cafés, die eine Alternative zur oft überlaufenen Kasseler Innenstadt bieten. Die Friedrich-Ebert-Straße, die sich einmal durch den Vorderen Westen zieht, ist außerdem Kassels Partymeile. Hier reiht sich eine Location an die nächste, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Raum für urbane Experimente

Kunst spielt in Kassel eine große Rolle. Aber nicht nur die documenta-Kunstwerke, sondern auch Streetart und Graffitti hat in Kassel einen Platz. Das zeigt der Raum für urbane Experimente in zwei Kasseler Unterführungen am Holländischen Platz und am Weinberg. An den Wänden kann man hier viele tolle Kunstwerke entdecken. Außerdem gibt es in den Unterführungen auch Konzerte und andere Aktionen.

Naturschutzgebiet Dönche

Kassel ist eine grüne Stadt. Leider sind die beiden bekanntesten Parks – der Bergpark Wilhelmshöhe und die Karlsaue – vor allem im Sommer oft sehr überlaufen. Es gibt aber auch viele Alternativen, wo ihr einen Spaziergang machen und die Natur genießen könnt. Fahrt doch zum Beispiel einmal in das Naturschutzgebiet Dönche. Die Dönche ist tatsächlich eine der größten innerstädtischen Grünflächen in Deutschland und hat sogar einen eigenen Schäfer. Hier kann man sich abseits von Touristenmassen zu den Wasserspielen erholen.

Kasseler Bademuseum im Kurbad Jungborn

Die Geschichte des Badens ist das Thema in diesem kleinen, aber sehr interessanten Museum. Es werden historische Badezimmer und -utensilien und die Entwicklung der Kasseler Flussbäder gezeigt, der Eintritt ist kostenlos. Zum Museum gehört auch ein Café, in dem man auf einer Terrasse direkt an der Fulda einen guten Kaffee genießen kann. Vor allem im Sommer ist das ein echter Geheimtipp.

Bismarckturm

Nicht nur vom Herkules hat man einen schönen Blick über Kassel. Tatsächlich kann man vom Bismarckturm im Stadtteil Brasselsberg sogar noch viel weiter gucken. Wer also keine Lust hat auf die Besuchermassen am Kasseler Wahrzeichen hat, der findet mit dem Bismarckturm eine gute Alternative.

Technik-Museum Kassel

Mitten auf dem Gelände des ehemaligen Henschelwerks im Stadtteil Rothenditmold liegt das Technik-Museum Kassel. Zugegeben: mit richtig großen Technik-Museen kann das in Kassel nicht ganz mithalten. Dafür kommt man hier ganz nah an die Exponate heran und kann sich zum Beispiel in eine alte Straßenbahn setzen. Und auch die alten Hallen der ehemaligen Fabrik sind an sich schon sehenswert. Direkt nebenan befindet sich auch das Henschel-Museum, das der bekannten Kasseler Industrie-Familie gewidmet ist.

 

Von Michaela Schaal
Geboren 1992 in Hofgeismar, also gebürtige Nordhessin. Nach dem Geschichtsstudium an der Uni Kassel zunächst ab Oktober 2017 Online-Volontärin bei der HNA, seit Juli 2019 Online-Redakteurin. Sie mag Tiere und die Natur, ist ein leidenschaftlicher Nerd und liebt Bücher.