Der eine war mit seinen politischen Liedern, die er als erster Liedermacher zur Geigenbegleitung vortrug schon ein Jahrzehnt in Deutschland unterwegs, da wurde der andere gerade geboren. Klaus der Geiger (l.) und Marius Peters, die gleich im Panoptikum auftreten, sind mit Sicherheit eine der ungewöhnlichsten Formationen, die hierzulande zusammen gefunden haben und oft auf Tour sind, um die Menschen wach zu rütteln. Beide, den politischen Geiger, der auch Astor Piazolla spielt, und den mit zahlreichen ersten nationalen und internationalen Preisen ausgezeichneten Gitarristen und Hochschullehrer, verbindet eine Offenheit für Improvisationen. Und so begleitet der Eine mal den Anderen mit seinem Geigenspiel, bzw. der akademisch geschulte Gitarrist den Geiger mit weitschwingenden Melodiebögen. 50 Jahre Altersunterschied? Davon ist hier nichts zu spüren. Sie freuen sich, dass im „Vorprogramm“ draußen vor der Bühne Rio Reiser läuft und sind begristert, dass auch in Kassel heute wieder viele Schüler gestreikt haben.


Von Willie Ditzel
Seit 1990 bei der HNA, davor Freelancer für Musikzeitschriften. Schwerpunkt heute: Kassel Live. Lieblingsthemen: Musik und Kultur. E-Mail: wd@hna.de