Diese sieben Zimmerpflanzen sind absolut pflegeleicht

Wer von euch Lust auf Pflanzen in der Wohnung aber keinen grünen Daumen hat, muss nicht verzweifeln. Es gibt tatsächlich viele Gewächse, die ganz einfach zu handhaben sind. Wir stellen euch sieben pflegeleichte Zimmerpflanzen vor, die absolut anspruchslos sind.

1. Der Drachenbaum (Dracaena)

Klingt nicht nur cool, sieht auch schön aus: Der Drachenbaum, auch Dracaena oder eingedeutscht Drazäne genannt, ist einer der beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Pflanze sehr einfach zu handhaben ist. Drachenbaum ist aber nicht gleich Drachenbaum: es gibt zig Arten, die sich im Aussehen der Blätter und in der Wuchshöhe unterscheiden. Man kann also seine Wohnung nur mit Drachenbäumen dekorieren und hat trotzdem viele verschieden aussehende Pflanzen zuhause.

Standort des Drachenbaums: Ein Drachenbaum hat relativ geringe Lichtansprüche, kann also auch etwas entfernt von einem Fenster stehen. Permanente Sonneneinstrahlung verträgt die Pflanze allerdings nicht – geeignet sind also Plätze in der Nähe des Fensters mit höchstens Morgen- oder Abendsonne. Drachenbäume lieben Wärme, sollten aber trotzdem nicht zu nah an der Heizung stehen – denn dort ist die Luft in der Regel zu trocken. Überwintern kann den Drachenbaum ganz normal im Wohnzimmer. Frost verträgt er allerdings nicht, daher sollte das Zimmer nicht zu sehr auskühlen.

So gießt ihr den Drachenbaum richtig: Auch beim Gießen ist der Drachenbaum eine der pflegeleichtesten Zimmerpflanzen – denn er braucht gar nicht so viel Wasser. Die Erde muss also nicht konstant feucht gehalten werden, nur der Wurzelballen sollte nicht austrocknen. Im Winter braucht man den Drachenbaum nicht so viel gießen wie im Sommer. Staunässe sollte immer vermieden werden, dadurch können nämlich die Wurzeln verfaulen. Der Drachenbaum freut sich auch über gelegentliches Einsprühen – je trockener die Zimmerluft ist, desto öfter sollte man dies tun.

2. Die Bergpalme (Chamaedorea)

Auch für die Pflege von Palmen muss man kein Pflanzenprofi sein. Dafür gibt es nämlich die Bergpalme, eine der pflegeleichtesten Pflanzen überhaupt. Diese sieht nicht nur schön aus, sondern ist in der Regel auch sehr günstig und sogar bei Aldi oder Ikea zu haben. Und das beste: Sie verzeiht euch auch kleinere Behandlungsfehler. Nicht umsonst wird die Bergpalme auch manchmal simpel „Anfängerpalme“ genannt. In einer Liste mit pflegeleichten Zimmerpflanzen darf sie also nicht fehlen.

Standort für die Bergpalme: Die Bergpalme mag gerne Schatten. Sie gedeiht auch an Plätzen, die für viele Pflanzen zu dunkel sind und kann sich daher sogar an einem Nordfenster wohlfühlen. Auch Plätze, an denen morgens oder abends die Sonne scheint, sind möglich. Nur ständige Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden – dann verbrennen die fiederförmigen Blätter nämlich schnell. Trotzdem mag es die Bergpalme schön warm. Im Winter sollte der Raum also nicht zu sehr auskühlen. Man kann sie aber leicht im Wohnzimmer überwintern.

So gießt ihr die Bergpalme richtig: Eine Bergpalme braucht vor allem im Sommer regelmäßig Wasser und sollte konstant feucht gehalten werden. Am besten gießt man, wenn der obere Teil der Erde angetrocknet ist. Es kann auch durchaus etwas Wasser im Übertopf oder Untersetzer bleiben. Dann muss aber darauf geachtet werden, dass dieses nicht zu lange stehen bleibt – Staunässe verträgt nämlich selbst die Bergpalme nicht. Im Winter muss die Pflanze dagegen nur mäßig gegossen werden. Wenn man die Erde konstant leicht feucht hält, reicht dies vollkommen aus.

3. Die Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Wenn eine Zimmerpflanze wirklich unkaputtbar ist, dann ist es die Grünlilie. Und nicht nur das: Sie ist auch ein richtiger Lufterfrischer und filtert zum Beispiel Kohlenmonoxid und Nitrate aus der Luft – vor allem für Raucher ist die Grünlilie daher eine echte Option. Also quasi die perfekte pflegeleichte Zimmerpflanze.

Standort der Grünlilie: Die Grünlilie fühlt sich fast überall wohl. Ideal ist aber ein heller Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Steht sie zu dunkel, kann es bei zweifarbigen Sorten zur Grünfärbung kommen. In zu direkter Sonne können die Blätter dagegen leicht verbrennen. Durch ihre meist langen und hängenden Blätter macht sie sich besonders gut auf Regalen oder anderen hohen Plätzen. Die Grünlilie pflanzt sich übrigens durch Ableger fort, die sich direkt an der Pflanze bilden. Man kann sie einfach abtrennen und in einen Topf setzen – schon hat man eine zweite Grünlilie.

So gießt ihr die Grünlilie richtig: Die Grünlilie bildet dicke Wurzeln, die viel Wasser speichern können. Daher ist es nicht schlimm, wenn man sie einmal vergisst. Besser ist es natürlich trotzdem, wenn man auch diese robuste Pflanze regelmäßig gießt. Staunässe sollte man aber vermeiden, sonst können die Wurzeln verfaulen. Ist der Grünlilie die Luft zu trocken, sieht man das übrigens an den Blattspitzen: Diese werden dann braun – ein Zeichen dafür, dass man die Pflanze regelmäßig einsprühen sollte.

4. Der Bogenhanf (Sansevieria)

Ihr wollt eine Pflanze, die quasi unzerstörbar und dabei noch ein richtiger Blickfang ist? Dann ist der Bogenhanf, auch als Sansevieria bekannt, genau das richtige für euch. Genau wie die Grünlilie verbessert die Sansevieria übrigens auch euer Raumklima und filtern giftige Stoffe aus der Luft. Trotzdem ist etwas Vorsicht geboten, wenn ihr Haustiere habt – für die ist Sansevieria nämlich giftig. Kleiner Fun Fact am Rande: Die Spitze Form der Blätter hat der Sansevieria den Spitznamen „Schwiegermutterzunge“ eingebracht.

Standort der Sansevieria: Es ist fast egal, wo man die Sansevieria hinstellt. Sie verträgt nämlich sowohl sonnige als auch schattige Plätze. Im Schatten wächst die Pflanze allerdings weniger. Nur bei der Temperatur ist die Sansevieria etwas anspruchsvoller. Da sie aus den tropischen gebieten Afrikas kommt, mag sie es besonders warm. Im Winter sollte die Raumtemperatur also nicht unter 12 bis 15 Grad fallen. Im Sommer verträgt sie dagegen sogar 30 Grad und passt daher auch gut in Dachgeschosswohnungen.

So gießt ihr die Sansevieria richtig: Die Sansevieria ist eine Sukkulente, speichert also in ihren Blättern Wasser. Daher muss man sie nicht so oft gießen. Tatsächlich gilt sogar: liebe zu wenig als zu viel gießen. Staunässe verträgt die Sansevieria nämlich gar nicht. Sie sollte erst gegossen werden, wenn die Erde ganz trocken ist. Im Winter reicht es sogar, wenn man sie nur einmal im Monat gießt.

5. Efeu (Hedera)

Efeu kennen bestimmt viele vor allem als Kletterpflanze an Hausfassaden. Man kann Efeu aber auch gut als pflegeleichte Zimmerpflanze halten und zum Beispiel von Bücherregalen herunterranken lassen. Efeu gibt es viele verschiedene Sorten, die sich vor allem durch die Form der Blätter unterscheiden. Es gilt bei Efeu aber auch eine gewisse Vorsicht – die Pflanze ist nämlich für eure Haustiere giftig.

Standort für Efeu: Efeu ist eine Schattenpflanze und kommt mit wenig Licht gut aus. Zu direkte Sonneneinstrahlung kann ihm sogar schaden und die Blätter verbrennen. Daher sollte die Pflanze nicht an einer Südfenster platziert werden, sondern lieber an einem Nord- oder Ostfenster. Dabei gilt: Je dunkler die Blätter der Sorte, desto schattiger kann die Pflanze stehen. Efeu mag es außerdem eher kühl – über 20 Grad sollte die Raumtemperatur in der Regel nicht steigen.

So gießt ihr Efeu richtig: Efeu mag es feucht und sollte daher regelmäßig gegossen werden. Die Erde sollte nicht komplett austrocknen. Gleichzeitig gilt es aber wie bei den meisten Pflanzen Staunässe zu vermeiden. Je kühler und schattiger der Standort ist, desto weniger muss man gießen. Efeu mag übrigens auch hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb kann er auch gut im Bad stehen, solange es dort nicht zu heiß wird.

6. Die Schusterpalme (Aspidistra elatior)

Kommt euch die Schusterpalme vielleicht bekannt vor? Diese Pflanze steht tatsächlich ziemlich häufig in Büros, eben weil sie so pflegeleicht ist. Sie sieht eigentlich gar nicht aus wie eine Palme, denn die krautartigen Blätter wachsen direkt aus dem Wurzelballen und nicht von einem Stamm aus. Ihr dichter Wuchs bringt auf jeden Fall viel Grün in eure Wohnung

Standort für die Schusterpalme: Die Schusterpalme gilt nicht umsonst als fast unverwüstlich. Sie wächst nämlich auch an Standorten, die für andere Pflanzen zu dunkel sind – dann aber langsamer und etwas gedrungener. Generell wünscht sich die Pflanze einen schattigen Platz und kann zum Beispiel gut an ein Nordfenster gestellt werden. In der Sonne darf sie dagegen nicht stehen, sonst verbrennen ihre Blätter. Frost verträgt sie nicht, kann aber gut bei Zimmertemperatur überwintert werden.

So gießt ihr eine Schusterpalme richtig: Die Schusterpalme muss nur mäßig gegossen werden. Es gilt: lieber ein paar Tage länger warten als zu viel gießen, denn zu viel Nässe verträgt sie nicht. Es sollten mindestens 2/3 der Erde trocken sein, bevor man sie erneut gießt. Wenn man die Schusterpalme zu viel wässert, sieht man dies an ihren Blättern – diese bekommen dann nämlich braune Flecken. Übrigens: Kaltes Wasser sollte man nicht zum Gießen verwenden, sondern lieber lauwarmes oder abgestandenes.

7. Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)

Der Elefantenfuß ist als Zimmerpflanze ein echter Hingucker. Er macht seinem Namen nämlich alle Ehre und fällt vor allem wegen der Verdickung am unteren Ende seines Stamms auf. Er sieht zwar aus wie eine Palme, gehört tatsächlich aber zu den Spargelgewächsen. Vorsichtig solltet ihr aber sein, wenn ihr Katzen habt. Für diese ist der Elefantenfuß nämlich giftig.

Standort für den Elefantenfuß: Der Elefantenfuß freut sich über einen hellen und sonnigen Standort, am liebsten nahe eines Fensters. Ideal sind Ost- und Westfenster, da die Pflanze so vor der heißen Mittagssonne geschützt ist, die schnell die zarten Blätter verbrennen kann. Der Elefantenfuß freut sich auch über Wärme – auch Sommerhitze mach ihm nichts aus. Daher eignet er sich auch für Dachgeschosswohnungen. Im Winter sollte die Temperatur im Zimmer mindestens 10 bis 15 Grad betragen.

So gießt ihr den Elefantenfuß richtig: Der Elefantenfuß stammt ursprünglich aus Mexiko und ist daher ein trockenes Klima gewöhnt. Die Verdickung am Stamm dient für ihn als Wasserspeicher. Deshalb muss man ihn nicht besonders oft gießen und man kann damit warten bis die Erde vollkommen trocken ist. Im Winter muss man ihn fast gar nicht gießen. Wenn die Pflanze nicht zu warm steht, kann man in der kalten Jahreszeit sogar ganz auf die Bewässerung verzichten.

Von Michaela Schaal
Geboren 1992 in Hofgeismar, also gebürtige Nordhessin. Nach dem Geschichtsstudium an der Uni Kassel zunächst ab Oktober 2017 Online-Volontärin bei der HNA, seit Juli 2019 Online-Redakteurin. Sie mag Tiere und die Natur, ist ein leidenschaftlicher Nerd und liebt Bücher.