Eure Instagram-Bilder der Woche – die Tier-Edition

Ohne Rücksicht auf Verluste rennen wir unseren Zielen und Verpflichtungen nach. Denken, wir sind die Krone der Schöpfung, ohne auch nur einen Gedanken an das Wohlbefinden, die Emotionen, das Innenleben und die Probleme unserer vierpfotigen Mitbewohner zu verschwenden. Die gefiederten Freunde, die beflügelten Bekannten, auch sie haben mit Rückschlägen und Überforderung zu kämpfen, mit Herzschmerz und Sehnsüchten. Deswegen sind die Instagram-Bilder der Woche dieses Mal den Tigern und Hank, Barry, Loui, Eliana, Ruth und Floyd gewidmet.

Die Tiger schleichen durch die Stadt

 

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Schwarz und Gelb, das Zelt der Tiger. Sie ziehen als Nomadenvolk durch die Städte und Länder, geben kleine Shows, springen durch Reifen und erniedrigen sich, um ihre Standgebühr zahlen zu können. Selten privat gesehen, verbringen sie ihre rar gesäte Freizeit hinter den Absperrungen, sind so scheu, dass die Jungtiere erst mühsam daran gewöhnt werden müssen, Shows für das menschliche Publikum zu geben. Und doch steht es so majestätisch da, in den Sonnenstrahlen, das Zelt der Tiger.

Hanks Tristesse

Hank der Kater wurde von seinen Eltern zu einem Europa-Trip überredet, vielleicht sogar eher genötigt. All seine Freunde bleiben in den Winterferien in den Staaten, erfreuen sich am Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center und vor allem an der davor gelegenen Eisbahn. Aber nein, er muss ja ein Kulturprogramm durch das langweilige Europa machen. Am allerschlimmsten fand er bisher dieses traurige Dörfchen Kassel. Seine Eltern liefen hysterisch durch so ein Schloss und einen Park und machten Fotos mit dem Selfie-stick. Hank hingegen wusste seinem Unmut nicht anders Ausdruck zu verleihen, schnappte sich den schwarzen Filzer aus seinem Stiftemäppchen und kritzelte an die nächst beste Wand alles, was er gerade fühlte: Die Sehnsucht nach seiner Heimat, Amerika.

Mitarbeiter des Monats

Barry hatte Schwierigkeiten, auf diesem Bild still zu halten und halbwegs seriös und gefasst in die Kamera zu schauen. Gerade war er zum Mitarbeiter des Monats von Trüffeltraube & Co.KG gewählt worden, dem zutraulichen Service der Trüffel-suchenden Hundestaffel. Wofür eigentlich nur Schweine ausgesucht werden, dafür hat Barry ein außergewöhnliches Talent, seine Nase führt ihn selbst zu den verborgensten Nestern des fancy Pilzes. Glückwunsch, Barry!

Zu viel des Guten

Das Lämmchen namens Loui hält sich den Bauch und muss schon wieder hinter dem Glühwein-Stand verschwinden, so schlecht war ihm noch nie in seinem ganzen Leben. Einen halben Meter Bratwurst, viereinhalb Becher Glühwein, zwei Mal die Eisrutsche, zwei Eierpunsch und dann, zu allem Übel, noch dieses furchbar schnelle Karussell. Die Karusselfahrt hatte sein Schicksal entschieden und ihn zu den anderen Leidenden geschickt, die zu viel weihnachtliches Vergnügen hatten mitnehmen wollen und nun mit Haut und Haar kapitulierten, hinter dem Glühwein-Stand.

Die Muse

Eliana ist die Meerschwein-Austauschschülerin aus Peru und ganz verzückt von den Statuen in der Karlsaue. Jeden Tag, wenn es nicht zu sehr regnet, denn dann steigt für sie die Gefahr zu ertrinken, flaniert sie durch die barocke Parkanlage. Das Kunstwerk von Pluto und Proserpina hat es ihr ganz besonders angetan. Stundenlang steht sie davor, fertigt Skizzen an, macht Fotos und Zeichnungen mit dem dahinter verlaufenden Kanal und denkt weniger und weniger an ihre Heimatstadt Lima und wen sie dort alles vermissen könnte, ganz in den Fängen des Gottes der Totenwelt.

Am Kater-Tag

 

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So hell, alles ist so hell, viel zu hell. Für uns ist es einfach eine strahlende, weihnachtliche Schmückung. Für die Fledermaus Ruth ist es das schlimmste, erdenkliche Horror-Szenario. Da sie zu spät von dem Mitternachts-Brunch kam, dann mit Freunden und vor allem einer Menge Sekt den Tag zur Nacht gemacht hatte und natürlich verschlafen hat, muss sie nun, bei noch hellster Erleuchtung, durch die Innenstadt fliegen. Mit dem Kater ihres Lebens, an Glühwein- und Bratwurstgeruch vorbei, was nicht zu einer Besserung ihres Zustandes beiträgt. Sie hofft inständig, die Streck bis zur Löwenburg zu schaffen, da könnte sie bei ihrer Cousine nächtigen und sich von den feierlichen Strapazen erholen.

Floyds Fernweh

Floyd lag, die Tatzen hinter dem Kopf verschränkt, auf dem kleinen Hang hinter der Höhle seiner Eltern und beobachtete verträumt die vorüber ziehenden Cirrus-Wolken. Manche golden angestrahlt, andere gräulich-lila, dazwischen die unermessliche Weite des Himmels. Bald würde er da oben sein, in den Lüften, auf dem Weg nach Indien, wo er vorhatte, als erster deutscher Braunbär eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer zu machen. Ob sie da wohl auch so guten Honig haben wie hier? Er rollte sich auf, tappte gen Höhle, freute sich auf ein Lachs-haltiges Abendessen und einen baldigen Neuanfang in Neu-Delhi.

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