Der umstrittene Obelisk bleibt in Kassel! Das documenta-Kunstwerk wird auf der Treppenstraße aufgestellt. Darauf haben sich der Künstler Olu Oguibe und Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle doch noch geeinigt.

Der Obelisk war in der Nacht zum Tag der Deutschen Einheit abgebaut worden. Er lagert in Einzelteilen auf einem Bauhof in Kassel. Oguibe hatte bisher darauf beharrt, dass sein Kunstwerk nur auf dem Königsplatz stehen bleiben darf. In einem Brief an den OB lenkte er jetzt überraschend ein.

Das Angebot der Stadt zum Ankauf des Obelisken war auch nach dem rechtmäßig und konsequenterweise erfolgten Abbau des Kunstwerks auf dem Kasseler Königsplatz aufrechterhalten worden, teilt die Stadt mit. Geselle: „Ich habe immer betont, dass wir weiterhin im Gespräch bleiben werden, wie es mit dem Kunstwerk weitergeht. Es war noch nicht aller Tage Abend.“ Der Kaufvertragsentwurf lag dem Künstler seit längerem vor.


Von Sebastian Lammel
Geboren 1985 in Kassel, Studium ebendort. Seit 2011 bei der HNA. Projektleiter von Kassel Live.