Versuchter Totschlag: Beschuldigter bleibt in Psychiatrie

Der 52-jährige Melsunger, der im Wahn versucht hat, seine Mutter zu töten, bleibt im psychiatrischen Krankenhaus in Haina. Die 6. Strafkammer mit Richter Volker Mütze an der Spitze begründete ihre Entscheidung mit der Notwendigkeit, bei dem Beschuldigten die paranoide Schizophrenie zu behandeln und die Allgemeinheit vor auch in Zukunft wahrscheinlichen Gewalttaten zu schützen. Der Mann hatte seine Mutter aus dem Rollstuhl die Kellertreppe hinabgestürzt, weil innere Stimmen ihm das befohlen hätten. Nach der Tat hätte die Stimme ihn mit „Gut gemacht“ gelobt. Nach Überzeugung des Gerichts hat der Mann im Zustand der Schuld- und Steuerungsunfähigkeit gehandelt.

Versuchter Totschlag: Urteil für 52-Jährigen kommt

Der 52-jährige Melsunger, der versucht haben soll, seine Mutter zu töten, erwartet gleich die Entscheidung der 6. Strafkammer des Landgerichts. Gefängnis hat er nicht zu befürchten: Es geht um die Einweisung in eine psychiatrische Klinik. Der Mann war leidet seit 30 Jahren an paranoider Schizophrenie. „Innere Stimmen“ hätten ihm die Tötung der behinderten Mutter befohlen. Deshalb habe er die 76-Jährige aus dem Rollstuhl die Kellertreppe hinunter gekippt. Die Verhandlung beginnt um 10.30 Uhr in Saal D 130. 

Mordversuch: Innere Stimmen befahlen, Mutter zu töten

GerichtsberichtDer 52-jährige Angeklagte leidet nach dem Gutachten der forensischen Psychiaterin Dr. Beate Eusterschulte (Haina) seit über 30 Jahren an paranoiden Schizophrenie. „Innere Stimmen“ hätten ihm befohlen, die Mutter zu töten, was zum spontanen Entschluss geführt habe, die 76 Jahre alte Mutter aus dem Rollstuhl die Kellertreppe hinab zu stoßen. „Sie ging ihm auf die Nerven, er wollte seine Ruhe haben“, sagte die Ärztin, die den Mann als schuldunfähig einstufte.  Gleich werden Staatsanwaltschaft und Verteidigung plädieren. Wahrscheinlich ist, dass der Tatvorwurf vom Mordversuch zum versuchten Totschlag oder sogar nur zur Körperverletzung herabgestuft wird. 

Mordversuch: Verfahren gegen 52-Jährigen geht weiter

GerichtsberichtVor der 6. Strafkammer des Landgerichts geht gleich das Verfahren gegen einen 52-jährigen Mann aus Melsungen weiter. Er ist wegen versuchten Mordes angeklagt, weil er seine im Rollstuhl sitzende Mutter in Tötungsabsicht die Kellertreppe hinunter gestoßen haben soll. Heute soll ein Psychiater sein Gutachten über den psychische kranken Mann vorstellen. Bei ihm geht es nicht um eine Hafstrafe, sondern im sogenannten Sicherungsverfahren um die mögliche Einweisung in eine psychiatrische Klinik. Er sitzt bereits seit der Tat in Haina ein. 

Bankraub: Kaltblütige Überfälle

So kaltblütig der Angeklagte bei seinen sechs Raubzügen durch Kasseler Sparkassen-Filialen vorgegangen sein soll, so niedergeschlagen sitzt er jetzt auf der Anklagebank: Ein mittelgroßer, eher schmächtiger Mann mit Vollbart und schwarzer Hornbrille, der mehr von einem Angestellten der Buchhaltung an sich hat als von einem Schwerkriminellen. Manchmal weint er, der Kopf sinkt immer tiefer. Der 45-jährige Kroate ist verheiratet und hat drei Kinder. Die Beute bei den ihm vorgeworfenen Überfällen: 1,362 Millionen Euro. Gegenwärtig suchen Verteidigung, Staatsanwalt und Gericht nach einer Verständigung. Verteidiger Dr. Sven Schoeller hat schon eine Idee zur maximalen Höchststrafe: sieben bis acht Jahre. Die Verhandlung wird am 2. November fortgesetzt. 

Diesmal ist der Bart echt, beim Überfall war er es nicht: Der Bankräuber während der heutigen Verhandlung, gezeichnet von unserer Gerichtszeichnerin Christine Reinckens.

Bankraub: Bei sechs Überfällen 1,3 Millionen Euro erbeutet

Zwischen 2012 und 2016 soll er sechs Fillialen der Kasseler Sparkasse überfallen und dabei 1,3 Millionen Euro erbeutet haben. Deswegen steht gleich ein 45 Jahre alter Mann aus Kassel vor der 5. Strafkammer des Landgerichts. In Polizeikreisen spricht man vom coolsten Bankräuber Hessens: In wechselnden Verkleidungen soll der Mann in die Banken spaziert, die Angestellten mit einer Pistole bedroht haben um dann auf einem Fahrrad zu fliehen. Bei letzten Überfall am Brasselsberg war es allerdings vorbei mit der Coolness: Da wurde er festgenommen. 

Totschlags-Prozess: Zeuge erkannte keinen Grund für Angriff

GerichtsberichtIm Totschlags-Prozess vor dem Landgericht hat eben ein 61-jähriger Mann ausgesagt, der Zeuge des tödlichen Messerstichs vor der Reuter-Schule war. Es habe eine verbale Auseinandersetzung, aber keinen bedrohlichen Streit gegeben, sagte der Zeuge aus. Plötzlich habe der Angeklagte zugeschlagen, ein Messer habe er gar nicht gesehen. Erst als das Opfer rief: „Holt einen Krankenwagen, er hat mir in den Hals gestochen“ sei er auf die starke Blutung aufmerksam geworden. Der Stich hatte dem damals 34-Jährigen die Halsschlagader fast vollständig durchtrennt, er war wenig später im Klinikum gestorben. Der Verteidiger erinnerte an eine in der Trinkerszene kursierende Behauptung, das Opfer Stephenn N. habe Dorgen von schlechter Qualität verkauft. „Das Gerücht habe ich auch gehört“, sagte eben der Zeuge aus. 

Totschlags-Prozess: Angeklagter schweigt vorerst

GerichtsberichtDer hochgewachsene, schlanke Angeklagte ist 1982 in Kassel geboren worden, schweigt aber bislang, nachdem Staatsanwältin Herwig die Anklage verlesen hat. Der 35-Jährige war etwa eine Woche nach der Tat vor der Reuterschule festgenommen worden und sitzt seither in der JVA Kassel in Untersuchungshaft. Verteidiger Christoph Prasse (Münster) kündigte allerdings an, dass sich sein Mandant später äußern werde. Die Verhandlung ist bis 10 Uhr unterbrochen, dann sollen sieben Zeugen gehört werden.

Totschlags-Prozess: 35-Jähriger soll Gleichaltrigen erstochen haben

GerichtsberichtWegen Totschlags muss sich gleich ein 35 Jahre alter Mann aus Kassel vor der 6. Strafkammer des Landgerichts verantworten. Er soll vor ziemlich genau einem Jahr auf dem Platz vor der Reuterschule in der Kasseler Nordstadt einen Gleichaltrigen bei einem Streit mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Der Mann starb wenig später an seinen Verletzungen. Beide gehörten vermutlich der Trinker- und Drogenszene an. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr in Saal D 130.

Magier: Weitere Verfahren sind anhängig

Gegen den 69-jährigen, selbsternannten Magier, Wahrsager und Dämonologen aus Kassel sind noch weitere Strafverfahren wegen Betruges und Steuerhinterziehung anhängig. Darauf hat Richter Liebermann verwiesen. Das Verfahren wegen des Verdachts auf Wucher in 28 Fällen ist für heute beendet, weil Verteidiger Markus Sittig mit seinem Mandanten die möglichen Folgen des geführten Rechtsgespräches erörtern will. Schon verbüßte sechs Monate Haft und andere Faktoren könnten zu einem milderen Urteil führen. Das Verfahren könnte daher schon beim nächsten Termin am 17. Oktober zum Abschluss kommen. Dann könnte der Frau, der der Angeklagte nach dem Urteil der ersten Instanz durch obskure Rituale hundertausende Euro abgenommen hat, eine erneute Aussage vor Gericht erspart bleiben. 

Magier: Rechtsgespräch läuft

Im Verfahren gegen den „Magier“ aus Kassel vor dem Landgericht läuft gerade ein Rechtsgespräch zwischen Verteidigung, Anklage und Kammer. Richter Liebermann hatte darauf verwiesen, dass gegen den 69-jährigen „heimatlosen Ausländer“ weitere Verfahren wegen Betruges und Steuerhinterziehung anhängig sind. Außerdem sei das Urteil der 1. Instanz – was den Strafvorwurf angeht – bereits vom Oberlandesgericht bestätigt worden. Der in Kassel als Sohn eines Ungarn und einer Deutschen geborene Angeklagte soll mit obskuren Ritualen eine Frau aus Kassel um hunderttausende Euro geprellt haben. Dafür war zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. 

Wucher: „Magier“ ging in Berufung

Wegen Wuchers hat das Amtsgericht 2015 einen heute 69-jährigen Kasseler für dreieinhalb Jahre hinter Gitter geschickt. Dagegen hat der gebürtige Ungar Berufung eingelegt, die nun ab 9 Uhr vor der 9. Strafkammer des Landgerichts verhandelt wird. Mit obskuren Ritualen wie Kerzenkreisen, Gräberöffnungen und düsteren Todesprophezeihungen soll er die Erbin eines Kasseler Stahlhandels um hundertausende Euro betrogen haben. Fünf Verhandlungstage sind für den Prozess angesetzt. 

Banküberfall: Hartz IV-Empfängerinnen hatten Hunger

Akuten Geldmangel haben die beiden wegen Bankraubs verurteilten Frauen aus Baunatal als Grund für den Raubzug in der Baunataler Sparkasse angegeben, bei denen ihnen 110.000 Euro in die Hände gefallen waren. In Berufungsverfahren vor dem Landgericht wollen die verheirateten Frauen die dreijährige Haftstrafe in eine Bewährungsstrafe verwandeln. Die Hartz-IV-Empfängerinnen gaben pure Geldnot als Motiv an: „Der Junge sollte mal wieder etwas Warmes im Bauch haben“, sagte die ältere Frau, die mit einer Softair-Pistole in die Bank marschiert war, über ihren 18-jährigen Sohn aus.

Vergewaltigung: Zeugin nimmt Beschuldigung zurück – Freispruch

Das gibt es auch nicht alle Tage: In dem Vergewaltigungs-Prozess vor dem Landgericht hat die 40-jährige Zeugin eingeräumt, dass sie stets nur einvernehmlichen Sex mit dem 35-Jährigen aus dem Werra-Meißner-Kreis gehabt habe. Eine Vergewaltigung habe es nie gegeben. „Ich weiß, dass ich mich schäbig verhalten habe“, sagte die Frau aus, die für den Tag vor Heiligabend vergangenen Jahres umfassende Gedächtnislücken angab. Auf Antrag von Staatsanwaltschaft und Verteidigung wurde der Angeklagte freigesprochen. Er weinte und sagte, dass er die Frau immer noch liebe. Die Frau muss die Kosten des Verfahrens tragen, außerdem erwartet sie nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Dr. Götz Wied eine Verfahren wegen Falschbeschuldigung.

Banküberfall: Frauen legen Berufung ein

Weil sie eine Sparkassen-Filiale in Baunatal überfallen hatten, sind zwei 44 und 41 Jahre alte Frauen aus Baunatal zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen haben sie Berufung eingelegt, die heute vor der 7. Strafkammer des Landgerichts verhandelt wird. Die Frauen hatten bei dem Überfall am 14. Oktober 2015 rund 110.000 Euro Bargeld erbeutet.

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