Diaprojektionen im KMMN

Es klickt und rattert im Dämmerlicht, Bilder tauchen auf und verschwinden wieder – das kann man seit heute im Interim erleben. Dort befindet sich KMMN, der Projektraum der Kunsthochschule, der über die 100 Tage der documenta mit verschiedenen Ausstellungen bespielt wird. Bis Samstag zeigen Studierende der HEAD in Genf in ihrer Ausstellung „World of Echo“ Archivfotos mit neun Diaprojektionen. Die Ausstellung ist täglich von 18 bis 23 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Systemfehler

In der caricatura ist vergangenes Wochenende die neue Ausstellung „Systemfehler“ eröffnet worden. Es ist eine politische Ausstellung, die nicht mit Kritik spart. Das Besondere: Unter dem Hashtag #StickTheSystem werden Teile der Ausstellung und insbesondere die dazugehörigen Aufkleber direkt ins soziale System Instagram transportiert. Gefragt nach den Auswirkungen der documenta auf die Ausstellung in der caricatura, sagt Mitarbeiterin Tatjana Nergel, man merke den Andrang durchaus. „Viele fragen, ob sie bei uns documenta-Tickets bekommen“, sagt sie. Vor fünf Jahren war das am Hauptbahnhof schließlich noch der Fall – im Gegensatz zu diesem Mal. Die Ausstellung „Systemfehler“ ist während der documenta täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, Tickets gibt es im Container auf dem Rainer-Dierichs-Platz.

Was bedeutet Heimat?

Heimat – was ist das eigentlich? Etwas geographisches? Oder doch mehr? Kann man mehr als eine Heimat haben? Falls euch diese Fragen interessieren oder ihr auch schon mal darüber nachgedacht habt, solltet ihr in den kommenden Wochen mal bei Kirsten Stein und ihrem Erzähltheater vorbeischauen. Auf dem Rainer-Dierichs-Platz geht es immer mittwochs nämlich um Fragen wie diese. „In dem eineinhalbstündigen Programm kommen Literatur, Autobiographisches und Märchen vor“, sagt Kirsten Stein. „Der Begriff Heimat soll aus der rechten Ecke kommen. Ich habe den Eindruck, dass bestimmte Klientel den Begriff für sich beanspruchen, ohne zu wissen, was Heimat ist“, sagt sie. Mitmachen und mitdenken ist dabei ausdrücklich erwünscht. Und ist da noch etwas: „Das Ambiente ist hier abends wunderbar“, sagt sie. Vor dem Wohnwagen stehen dann Stühle und man kann den Sonnenuntergang beobachten, während man Kirsten Steins Erzählungen lauscht. Infos gibt’s hier.

Die Heimat im Mittelpunkt

Kirsten Stein steht mit ihrem roten Wohnwagen seit wenigen Wochen auf dem Rainer-Dierichs-Platz vor dem Hauptbahnhof. In diesen Minuten beginnt eine neue Vorstellung ihres Erzähltheaters für Jung und Alt. Im Mittelpunkt des Storycamper-Programms steht das Thema Heimat. „Ziel ist, den Heimatbegriff neu zu erörtern“, sagt Kirsten Stein. Wie das funktioniert und warum ihr selbst Teil des Projekts werden könnt, steht hier. Eine weitere Vorstellung ist heute um 17 Uhr geplant. Übrigens: Dass seit diesem Wochenende documenta ist, merkt man ihrer Meinung nach ganz deutlich. „Heute ist hier dreimal so viel los als in den vergangenen Wochen“, hat die Erzählkünstlerin festgestellt.

Hinab in die Unterwelt 

Alicia Dietzel (links) und Lena Höster empfangen euch vor dem Kulturbahnhof zu einer ganz besonderen Attraktion der documenta 14. Durch den Container auf dem Rainer-Dierichs-Platz gelangt ihr in die Unterführung, die unter dem Hauptbahnhof langführt. Einmal unten angekommen, erwarten euch neben der Kasseler Unterwelt auch eine Reihe Performances. Nachdem das Angebot gestern noch verhalten angenommen worden ist, bilden sich heute kleine Schlangen vor dem Container.

Kritik vom Kulturbahnhof

Wie läuft die documenta am Kulturbahnhof an? Erika Boese (links) und Karin Prien von der Buchhandlung „Schmitt & Hahn“ zeigen sich etwas enttäuscht vom Eröffnungswochenende. „Natürlich war mehr Betrieb als sonst. Das war allerdings nichts im Vergleich zur letzten documenta“, erzählt Karin. Das liege laut den Buchhändlerinnen daran, dass es keinen Ticket- oder Infoschalter am Bahnhof gebe. „Das war vor fünf Jahren anders. Nun müssen wir die Besucher erstmal in die Stadt schicken. Da wir allerdings kaum Informationen über die diesjährige documenta vorliegen haben, können wir nicht immer Auskunft geben, wenn sich jemand nach dem Weg erkundigt“, bedauert Erika.

Der Tag nach der Party


Nach der gestrigen documenta-Party im Kulturbahnhof, auf der Minimal-Techno-Guru Ricardo Villalobos aufgelegt hat, sind die Techniker von „Ton Direkt“ heute mit dem Abbau beschäftigt. „In gut einer Stunde sind wir hier durch“, geben Robert Löher (links) und Oliver Diestelmann an. Gefeiert wurde bis heute morgen um sechs. Die Stimmung sei ausgelassen und friedlich gewesen.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Hier im Gleisbett des stillgelegten Gleis 1 am Kasseler Hauptbahnhof wachsen einheimische Pflanzen neben Neophyten. Dieses Documenta 10 Kunstwerk mit dem Titel „Das über Pflanzen ist eins mit ihnen“ sieht der Künstler Louis Weinberger als Metapher für soziale Vorgänge.

Übrigens könnt ihr hier einen Audioguide runterladen, der euch zu einigen der 16  Documenta Kunstwerke führt, die im Kasseler Stadtbild verblieben sind.

Seite 1 von 5712345...102030...Letzte »

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Infos

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close