Zwei Jahre Bewährungsstrafe für Drogenkurier

Kurzen Prozess machte die 11. Strafkammer des Landgerichts Kassel heute Morgen in einem seit 2011 angeklagten Verfahren gegen einen 59-jährigen Drogenkurier. Der seit seiner Jugend in Kassel bodenständig lebenden Türke hatte 2008 innerhalb eines halben Jahres 17 Kilogramm Heroin aus Rotterdam mit seinem Auto hierher geholt. So finanzierte er die Drogensucht einer Frau, der er „verfallen“ gewesen sei, so Richter Rinninsland. Im Milieu wurde der Angeklagte Ende 2009 angegriffen und lebensgefährlich verletzt und ist seitdem Frührentner. Mit dem Geständnis und der langen Zeitverzögerung wegen Überlastung des Gerichts begründeten Staatsanwaltschaft und Richter das milde Urteil.

Urteil: Zwei Jahre zur Bewährung für Drogenkurier

Zwei Jahre Freiheitsstrafe, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt sind, das ist das Urteil des Amtsgerichts Kassel für einen 39-jährigen Drogenkurier. Der Kosovare war Teil eines Trios, das einem V-Mann der Kasseler Kripo ins Netz ging. Bei der Übergabe einer Teilmenge Betäubungsmittel war ein Komplize des 39-Jährigen Mitte 2015 aufgeflogen. Zwei Kilo reines Heroin plante das Trio aus den Niederlanden nach Köln und Kassel einzuführen. Nun muss der abgelehnte Asylbewerber innerhalb von zwei Wochen Deutschland freiwillig verlassen und die Kosten des Strafverfahren abzahlen.

Prozess: Dealer erwischte V-Mann der Kripo als Kunde

Gleich beginnt vor dem Amtsgericht Kassel der Prozess gegen einen 39-Jährigen aus Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischer Kreis), der im Verdacht steht, zwei Kilogramm reines Heroin in Umlauf gebracht zu haben. Ein Komplize von ihm soll die Drogen für 46 000 Euro einem V-Mann der Kasseler Kripo angeboten haben. So flogen beide Dealer im Juni 2015 auf.

Opfer im Drogen-Prozess als Zeuge widersprüchlich

Mehrere Male korrigierte das Opfer im Drogenprozess vor dem Landgericht Kassel seine eigenen Angaben. Der Zeuge, der im Oktober 2015 und im März 2016 zweimal mit Waffengewalt bedroht und beraubt worden sein will, berief sich heute Morgen auf Erinnerungslücken und den Schock nach den Überfallen. Ein 24-jähriger Marokkaner und ein 25-jähriger Iraker, beide aus Kassel, sind wegen schwerer räuberischer Erpressung, Raubes und unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln angeklagt. Neun Zeugen sollen an vier Verhandlungstagen vernommen werden. Gleich geht es mit der Befragung eines Freundes des Opfers weiter.

Mutmaßlicher Drogendealer vor Gericht

Vor dem Landgericht Kassel wurde eben gerade der Prozess gegen einen mutmaßlichen Drogendealer aus Kassel eröffnet, der bei seinen Geschäften mehrfach brutal gegen andere Menschen vorgegangen sein soll. Der 25-jährige Iraker räumte vor der 11. Strafkammer eine Schlägerei in einer Wohnung in der Heubnerstraße im März 2016 und Hiebe mit einem Krückstock ein. Von einem Raubüberfall auf der Unteren Konigsstraße im September und einer schwere räuberische Erpressung im Oktober 2015 will er nichts wissen. Ein 24-jähriger in Kassel geborener Marokkaner, der wegen der Beteiligung an dem Raub vor eineinhalb Jahren angeklagt ist, verweigert die Aussage.

Drogenhandel: Dealer muss nicht in Haft

GerichtsberichtEinem 44-Jahre alten Haschisch-Dealer aus Kassel bleibt der erneute Gang hinter Gitter erspart: Das Landgericht wandelte die Freiheitsstrafe des Amtsgerichts in eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten um. Diesmal hatte der Angeklagte gestanden, in einer Wohnung an der Holländischen Straße fünf Pakete mit jeweils etwa 250 Gramm Haschisch und 50 Gramm Kokain übernommen zu haben. Für ein ähnliches Delikt war er bereits 2007 zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Diesmal nahm Richter Liebermann dem Jordanier die Wandlung zu einem berufstätigen, nicht länger kriminellen Familienvater ab. Allerdings muss der Mann 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Internetbetrug: Kinderwagen angeboten

Eine 28 Jahre alte Frau und 30-jähriger Mann aus Kassel stehen ab 13 Uhr vor dem Amtsgericht. Sie sollen im Internet in 21 Fällen diverse Gegenstände, meist aber Kinderwagen, zum Verkauf angeboten haben, die sie gar nicht besaßen. Damit sollen sie 3300 Euro vereinnahmt haben. Die Frau soll außerdem in 22 Fällen Waren im Internet bestellt und die dafür fälligen 5900 Euro nicht bezahlt haben.

Drogenhandel: Verständigung scheint möglich

Das Verfahren vor dem Landgericht gegen einen 44-jährigen Kasseler wegen Drogenhandels ist unterbrochen. Die Möglichkeit einer Verständigung wird ausgelotet. Der Jordanier war vom Amtsgericht zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er 2013 mit fünf Kilo Haschisch gedealt hatte. Er aber auch die Staatsanwaltschaft hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt. Deshalb ist sowohl eine Bewährungsstrafe als auch eine schärfere Strafe möglich.

Drogenhandel: 44-Jähriger legte Berufung ein

Weil er im Dezember 2013 mit fünf Kilogramm Haschisch und 50 Gramm Kokain gehandelt hat, wurde ein 44 Jahre alter Mann aus Kassel vom Amtsgericht im Januar vergangenen Jahres zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Dagegen hat er Berufung eingelegt, die gleich vor der 9. Strafkammer des Landgerichts verhandelt wird. Zehn Zeugen sollen gehört werden.

Überfall: Verfahren gegen zwei Angeklagte eingestellt

Das Verfahren gegen die beiden 29-jährigen Angeklagten vor dem Landgericht ist eingestellt worden. Die beiden hatten beim Überfall im Juli 2013 vor dem Korbacher Arbeitsamt nur tatenlos dabeigestanden, befand Richter Rinninsland. Für den 42-jährigen Hauptangeklagten stellte er nach Verständigungs-Gesprächen zwischen Anklage und Verteidigung eine zweijährige Haftstrafe in Aussicht. Der Mann hatte nach anfänglichem Leugnen eingeräumt, doch eine Schreckschusspistole dabeigehabt und dem Opfer an den Kopf gehalten zu haben. Um 13.30 Uhr soll das Opfer des Überfalls gehört werden, danach könnte das Urteil fallen. 

Überfall: „Es war keine Pistole, sondern ein Brillen-Etui“

Bei dem Vorfall vor dem Korbacher Arbeitsamt will der 42-jährige Angeklagte seinem Opfer keine schwarze Pistole, sondern ein Brillen-Etui an die Schläfe gehalten haben. Der andere habe ihm 170 Euro aus Drogengeschäften geschuldet. Der zweite Angeklagte hingegen sagte aus, es sei doch eine Schreckschusspistole gewesen, der 42-jährige sei stets mit zwei Pistolen durch Volkmarsen und Arolsen gelaufen. Der dritte Angeklagte wollte nicht aussagen. Richter Rinninsland deutete an, dass die schweren Vorwürfe der räuberischen Erpressung und der Körperverletzung für die Tat im Juli 2013 etwas „hoch gehängt“ seien könnten.  Die beiden 29-jährigen Angeklagten, zwei Hartz-IV-Empfänger, wollten bei der spontanen Tat des Hauptangeklagten, ein Frührentner, nicht aktiv mitgewirkt haben.  

Erpressung: Trio vor dem Landgericht

Drei 42 und 29 Jahre alte Männer müssen sich gleich vor der 11. Strafkammer des Landgerichts wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung und Körperverletzung verantworten. Sie sollen im Juli 2013 auf einem Parkplatz in Korbach einen damals 29 Jahre alten Mann abgepasst, geschlagen und zur Herausgabe von Bargeld gepresst haben. Dabei soll einer dem Überfallenen eine Pistole an die Schläfe gehalten haben. 

Diebstahl: Freiheitsstrafen für Algerier

Wegen gewerbsmäßigen Diebstahls hat das Amtsgericht zwei 31 und 22 Jahre alte Algerier zu Freiheitsstrafen verurteilt. Der Ältere erhielt eine Jahr und sechs Monate, der Jüngere drei Jahre Haft. Beide hatten im Zara-Geschäft in der Unteren Königsstraße ein Handy und im Stern-Markt eine Handtasche mit 1600 Euro Bargeld gestohlen. Beide sitzen wegen früherer Straftaten seit Januar 2016 im Gefängnis. Die früheren Strafen wurden im neuen Urteil angerechnet, beide Männer bleiben in Haft. 

Diebstahl: Anklage fordert mehrjährige Haft

Die beiden Angeklagten sollen nach der Forderung der Staatsanwaltschaft wegen Diebstahls  lange Haftstrafen verbüßen. Der Ältere soll, so die Forderung der Anklage, 2 Jahre und neun Monate, der Jüngere drei Jahre hinter Gitter, wo beide schon seit Januar 2016 sitzen. Diee Verurteilungen wegen früherer Straftaten wurden eingerechnet. Die Verteidigung hat für den Älteren Freispruch, für den Jüngeren zwei Jahre und acht Monate gefordert. Richterin Focke will das Urteil des Schöffengerichts in wenigen Minuten verkünden.   Die beiden Algerier, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind, befinden sich im Abschiebeverfahren.

Körperverletzung: Verfahren gegen zwei Algerier geht weiter

Diebstahl und gefährliche Körperverletzung wirft die Anklage zwei Männern aus Algerien vor, deren Verfahren vor dem Amtsgericht gleich fortgesetzt wird. Sie sollen Ende 2015, Anfang 2015 in Kassel mehrere Diebstähle begangen haben. Die beiden einschlägig vorbestraften Männer sitzen derzeit in Haft. Heute wird mit einem Urteil gerechnet. 

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