Totschlag: Arzt schildert Verletzungen

Eben hat der Arzt aus dem Klinikum als Zeuge ausgesagt, der den verletzten 38-Jährigen am 20. Mai letzten Jahres operiert hat. Er schilderte die Schnittverletzungen am Hals, an der Wange und am Arm, an denen der Cafe-Betreiber fast verblutet wäre. Zuvor hatte Richter Volker Mütze Gutachten verlesen. Eines legt nahe, dass die in der Jägerstraße gefunden Geschosshülsen in der Gaspistole des 28-jährigen Angeklagten abgefeuert wurden. Ein zweites Gutachten bestätigte, dass der in Algerien geborene Spaniern täglich Kokain und Crack konsumierte und ein hohe Alkohol-Gewöhnung hatte. Die Verhandlung wird mit weiteren Zeugenanhörungen am kommenden Mittwoch um 9 Uhr vor der 6. Strafkammer des Landgerichts in Saal D 130 fortgesetzt.

Missbrauch: Schulbus als Kontakstelle

Der 57-jährige Angeklagte im Missbrauchs-Prozess vor dem Landgericht hat den von ihm gesteuerten Schulbus offenbar als Kontaktstelle genutzt, um sich zwölf- und dreizehnjährigen Jungens zu nähern. Vier der heute 14 bis 16-Jährige haben heute als Zeugen ausgesagt. Der Angeklagte habe die Begeisterung der Jungs fürs Busfahren genutzt, sie auch zum Übernachten in seiner Wohnung eingeladen, ihnen dort Alkohol angeboten, sie auf peinliche Weise berührt. Richter Dreyer tat alles, um den Jungen, die sich vor Scham geradezu wanden, die Peinlichkeit im voll besetzten Gerichtssaal zu erleichtern. Der Angeklagte leugnet die rund 90 angeklagten Übergriffe und hat bislang nur die zwei eingeräumt, bei denen sein Opfer per Handy ein Foto vom Übergriff gemacht hatte.

Versuchter Totschlag: Polizisten schildern Chaos in der Jägerstraße

Unbmittelbar nach der Bluttat am 20. Mai letzten Jahres habe in der Jägerstraße ein Riesenchaos geherrscht, sagten eben die Poliziste vor dem Landgericht aus. Die Beamten waren wenige Minuten, nachdem ein 38-jähriger Cafebesitzer niedergestochen worden  war, zum Tatort gekommen. Dort hätten 50 bis 60 Männer herumgeschrieen, sich als Zeugen angeboten oder seien davon gelaufen. 30 Minuten habe es gebraucht, bis einigermaßen Ordnung hergestellt werden konnte. Ein Arzt stillte derzeit die Blutung des verletzten Mannes, der nur deshalb überlebte. Als Zeuge berichtete der Türke eben, dass er den arabisch-stämmigen Angeklagten mehrfach aufgefordert habe, das Dealen mit Drogen vor seinem Cafe aufzugeben. An diesem Tag habe der Mann gleich zugestochen und Pfefferspray gesprüht. Das Video von der Überwachungskamera eines Spielsalons zeigt den Angeklagten, wie er mit einer großen Schusswaffe in der Hand davonläuft.

Versuchter Totschlag: Angeklagter gesteht Messerstiche

GerichtsberichtDer 28-jährige Angeklagte hat über seinen Verteidiger Jan Hörmann gestanden, den Caféhaus-Betreiber mit mehreren Messerstichen verletzt zu haben. Die Tat in der Jägerstraße habe sich so ereignet, wie sie angeklagt wurde, sagte Hörmann. Sein Mandant bedauere die Tat, während der er massiv unter Drogen gestanden habe. Um 10 Uhr sollen Polizeibeamte als Zeugen gehört werden. Offenbar gibt es auch Aufnahmen einer Überwachungskamera, die von der Polizei als „Las-Vegas-Video“ bezeichnet werden und die den Tathergang zeigen.

Missbrauch: Verfahren gegen Busfahrer geht weiter

GerichtsberichtVor der 1. Strafkammer geht um 9 Uhr in Saal E 119 das Missbrauchs-Verfahren gegen einen 57-jährigen Busfahrer aus dem Werra-Meißner-Kreis weiter. Er soll zwischen 2015 und 2017 einen Anfangs zwölfjährigen Jungen rund 90 Mal sexuell missbraucht haben. Der Mann hat bislang nur zwei Taten eingeräumt, heute sollen zehn Zeugen gehört werden.

Versuchter Totschlag: Verteidiger kündigt Aussage an

GerichtsberichtGleich wird vor der 6. Strafkammer des Landgerichts das Verfahren wegen versuchten Totschlags gegen einen 28-jährigen Spanier fortgesetzt. Der in Algerien geborene Mann soll im vergangenen Jahr einen türkischen Cafehaus-Betreiber an der Jägerstraße mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben. Verteidiger Jan Hörmann hat für heute eine Erklärung für seinen Mandanten angekündigt.

Vergewaltigung: Angeklagter muss acht Jahre in Haft

Wegen besonders schwerer Vergewaltigung in drei Fällen, Nötigung, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht einen 31-jährigen Kasseler zu acht Jahren Haft verurteilt. Außerdem muss er 10 000 Euro Schmerzensgeld an seine ehemalige Freundin zahlen, die er am 1. April 2017 in deren Wohnung in Bettenhausen schwer misshandelt hat. Während der Urteilsverkündung durch Richter Stanoschek konnte der kräftige Mann seine Wut nur schwer zügeln. Er schlug mit der Faust durch die Luft, sprang auf und stürmte aus dem Gerichtssaal. Erst als der Richter ihm androhte, ihn an Händen und Füßen fesseln zu lassen, beruhigte sich der Angeklagte etwas. Wegen langjähriger Drogenabhängigkeit wird er die ersten beiden Jahre der Haft in einer Entziehungsanstalt verbringen.

Vergewaltigung: Anklage fordert nun neun Jahre Haft

Im Februar hatte Staatsanwältin Riemenschneider noch acht Jahre Haft für den 31-jährigen Kasseler gefordert. Nach der erneuten Beweisaufnahme und rechtlichen Würdigung der mehrfachen Vergewaltigungen, der Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung des Angeklagten an seiner ehemaligen Freundin, forderte sie nun neun Jahr Gefängnis. Verteidigerin Köhler zweifelte an der Glaubwürdigkeit der Aussagen der Zeugin, die mal von zwei, dann von vier Vergewaltigungen in ihrer Wohnung in Bettenhausen gesprochen habe, und sprach sich für 13 Monate Haft und sofortige Freilassung ihres Mandanten aus. Richter Stanoschek hat das Urteil der 5. Strafkammer für 15.30 Uhr angekündigt.

Missbrauch: Angeklagter räumt nur zwei Taten ein

Seine Faszination fürs Busfahren sorgte dafür, dass ein Zwölfjähriger immer wieder in den Bussen zwischen Witzenhausen, Staufenberg und Kassel mitfuhr. Dabei freundete er sich auch mit dem angeklagten Busfahrer aus dem Werra-Meißner-Kreis an. Laut Anklage soll der sich an mehreren Haltestellen seiner Linien rund 90 Mal an dem Kind vergangenen haben und dafür jedesmal etwa 20 Euro bezahlt haben. Meist sei es zu Oralverkehr gekommen. Der Angeklagte räumte lediglich zwei Taten ein, bei denen der Junge als Beweismittel heimlich Foto- und Filmaufnahmen gemacht hatte. Auch sei nie Geld gezahlt worden, sagte der gebürtige Thüringer.

Vergewaltigung: Heute könnte Urteil für 31-jährigen Kasseler fallen

Ein 31-jähriger Mann aus Kassel, der seine frühere Freundin zweimal in deren Wohnung in Bettenhausen vergewaltigt habe soll, könnte heute das Urteil der 5. Strafkammer des Landgerichts  hören. Bereits im Februar hatte die Anklage eine Hafstrafe von acht Jahren gefordert, jedoch war Richter Stanoschek noch einmal in die Beweisaufnahme eingetreten.

Missbrauch: Busfahrer soll sich an Zwölfjährigem vergangen haben

Weil er einen zwölfjährigen Jungen 85 Mal sexuell missbraucht haben soll, steht gleich ein 57-jähriger Mann aus dem Werra-Meißner-Kreis vor der 1. Strafkammer des Landgerichts. Auch einen 14-Jährigen soll der ehemalige Busfahrer missbraucht haben. 14 Zeugen sind an den drei angesetzten Verhandlungstagen geladen, dazu zwei Sachverständige.

Totschlag: Prozess für heute schon vorbei

Im Verfahren gegen einen 28-jährigen, in Algerien geborenen Spanier wegen versuchten Totschlags ist heute nur die Anklage verlesen worden. Richtig los geht die Verhandlung vor der 6. Strafkammer des Landgerichts erst am kommenden Montag. Laut Anklage hat der Mann einem Cafe-Betreiber an der Jägerstraße, der ihn zum Unterlassen von Drogenhandel aufgefordert hatte, drei bis zu 20 Zentimeter lange Schnittwunden mit einem Klappmesser zugefügt. Dabei war auch eine Halsschlagader durchtrennt worden. Der 38-Jährige überlebte nur, weil ein zufällig anwesender Arzt die Blututung stoppen konnte. Verteidiger Jan Hörmann hat angekündigt, dass sie sein Mandant am Montag zu den Vorwürfen äußern werde.

Betrug: Frau zahlt 7000 Euro, Verfahren eingestellt

Gegen eine Zahlung von 7000 Euro ist das Verfahren im Wohnmobil-Betrugsprozess vor dem Landgericht gegen eine 50-jährige Frau aus Willingen abgetrennt und vorläufig eingestellt worden. Ihr 58 Jahre alter Ehemann hat sein bisheriges Schweigen gebrochen und verliest eine viele Seiten lange Erklärung. Dabei bestreitet er die Betrugsvorwürfe. Laut Anklage soll er 34 Kunden seiner Wohnmobilhandlungen in Korbach  um rund 475 000 Euro betrogen haben. Schuld für die Insolvenz der Unternehmen sieht er vor allem in Banken- und Eurokrise, bei persönlichen Unfällen und Todesfällen und auch bei der Staatsanwaltschaft, die ihgm das Führen einer ordentlichen Buchhaltung unmöglich gemacht hätte.

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