Versuchter Totschlag: Muss Angeklagter in die Psychiatrie?

Im Prozess gegen einen 43-jährigen Mann aus Eschwege wegen versuchten Totschlags will die 6. Strafkammer des Landgerichts gleich das Urteil verkünden. Der Mann wird beschuldigt, nach einem Streit mit seiner Ehefrau den gemeinsamen Betreuer des Sozialamtes mit einem Messer in Tötungsabsicht angegriffen zu haben. Der Betreuer konnte den Angriff allerdings abwehren. Vermutlich wird der seelisch kranke Angeklagte bei einem Schuldspruch in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.

Tankenstellenraub: Sechseinhalb Jahre Haft für 37-Jährigen

Wegen der Überfälle auf drei Tankstellen in Bad Wildungen hat das Landgericht einen 37-jährigen Mann aus Kassel eben zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Sein Komplize, der ihm die Waffe besorgt hatte und mindestens beim letzten Raub mit seinem Pkw gefahren hatten, erhielt ein Jahr auf Bewährung. Die 5. Strafkammer mit Richter Stanoschek an der Spitze hielt die Täterschaft des gebürtigen Bad Wildungers  durch Indizien für zweifelsfrei erwiesen. Der Richter: „Jedes Indiz allein könnte widerlegt werden, alle zusammen nicht. Die ergeben ein schlüssiges Gesamtbild.“ 

Tankstellenraub: Anklage will sieben Jahre, Verteidigung Freispruch

In ihren Plädoyers sind Anklage und Verteidigung zu völlig unterschiedlichen Bewertungen der Täterschaft des 37-jährigen Kasselers bei drei Tankstellen-Überfällen in Bad Wildungen gekommen. Oberstaatsanwalt Dr. Götz Wied sieht den in Untersuchungshaft sitzenden Mann als überführt an und forderte in seinem Plädoyer sieben Jahre Haft. Verteidiger Christoph Röcher hingegen zweifelte die Beweiskraft der Indizien an. Auch die Tankstellen-Mitarbeitern hätten seinen Mandanten, der die Überfälle leugnet, nicht zweifelsfrei erkannt. Er forderte Freispruch. Diese Forderung erhob auch Verteidiger Gerhard Wiegand für seinen Mandanten, der dem 37-Jährigen die Tatwaffe besorgt haben soll. Richter Stanoschek will um 12 Uhr das Urteil der 5. Strafkammeer verkünden. 

Tankstellenraub: Kasseler erwartet Urteil

Weil er drei Tankstellen in Bad Wildungen überfallen haben soll, muss sich ein 37-jähriger Mann aus Kassel derzeit vor der 5. Strafkammer des Landgerichts verantworten. Mit ihm sitzt ein weitterer Mann auf der Anklagebank, der ihm die Pistole für die Überfälle besorgt haben soll. Richter Stanoschek will heute das Urteil der Kammer für die Straftaten verkünden. 

Körperverletzung: Junge Mutter will doch gegen mutmaßlichen Peiniger aussagen

Eine 27-jährige Frau aus dem Werra-Meißner-Kreis wird gleich vor dem Landgericht gegen ihren ehemaligen Lebensgefährten und Vater ihres gerade geborenen Kindes aussagen. Der 35-jährige Wiesbadener soll die Frau über Wochen hinweg schwer misshandelt, geschlagen, getreten und blutig gebissen haben. Weil er sie mit Gewalt genötigt haben soll, ihr Geld aus dem Automaten zu ziehen, sitzt er wegen Verdachts auf räuberische Erpressung in Untersuchungshaft. Aus Angst vor ihrem Ex hatte die junge Frau zunächst nicht aussagen wollen, wenn er sich im Gerichtssaal aufhält. Das Gericht hatte daraufhin Druck auf sie ausgeübt, dem sie sich jetzt beugt.  

VW-Diebstahl: Bewährungsstrafen für beide Angeklagte

Die beiden ehemaligen VW-Mitarbeiter, die 2007  vom Recyclinghof in Kassel wertvollen Katalisatorenstaub gestohlen haben, sind vom Landgericht wegen schweren Bandendiebstahls zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Der 62-Jährige erhielt für 50 Diebstähle mit einem Schaden von rund 200 000 Euro zwei Jahre, der 55-Jährige für 18 Taten mit 80 000 Euro Schaden ein Jahr. Entscheidend für die vergleichsweise milden Strafen, so Richter Volker Mütze in der Urteilsbegründung, seien die Geständnisse der beiden Männer aus Kasachstan gewesen, ihre Bereitschaft zur Wiedergutmachung des Schadens bei VW, die gute Sozialprognose der nicht vorbestraften Männer und die lange Zeit, die seit den Taten verstrichen sei und die im Personalmangel der Justiz ihre Ursache hatte.

Drogenhandel: Verteidiger fordern mildere Strafen, weil Kokaingeschäft von Polizei eingefädelt wurde

Im Prozess gegen drei albanische Drogendealer haben die Verteidiger milde Strafen gefordert. Anwalt Dr. Schoeller verwies darauf, dass das Drogengeschäft mit fünf Kilogramm Kokain von der Polizei eingefädelt worden war. „Die Polizei verfolgt Straftaten, die sie selbst produziert hat“, sagte Schoeller.  Die mögliche Menge von 30 Kilo hochreinen Kokains für über eine Million Euro hätte das Trio gar nicht liefern können. Verteidiger Dieter Keseberg verwarf die von Staatsanwalt Hauth aufgestellte These eines großen Drogenkartells, das Kokain von höchster Reinheit in praktisch beliebiger Menge aus Südamerika nach Europa schaffen könne. Ein solches Kartell, in dem die Angeklagten Mitglieder seien, gebe es nicht. Richter Stanoschek will das Urteil der 5. Strafkammer um 16 Uhr verkünden.

VW-Diebstahl: Angeklagte gestehen, nur 62-Jähriger soll in Haft

Im Prozess wegen schweren Bandendiebstahls von sogenanntem Monolithenstaub vom VW-Recyclinghof in Kassel haben alle drei Angeklagten gestanden. Nachdem ein zivilrechtlicher Vergleich mit VW unter Dach und Fach ist, wurde das Verfahren gegen den 30-Jährigen eingestellt. Gemeinsam mit seinem Vater verpflichtete er sich, 180 000 Euro an VW zurückzuzahlen. Für den 62-Jährigen forderte Staatsanwältin Nedwed wegen 50 Diebstählen eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. Der 55-jährige Angeklagte hat sich verpflichtet, 60 000 Euro an VW zurückzuzahlen. Hat er 30 000 Euro abgestottert, soll ihm der Rest erlassen werden. Für ihn hatte die Anklage eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten gefordert. Die Verteidiger hatten für ihre Mandanten Bewährungsstrafen gefordert. Die 6. Strafkammer will das Urteil um 14.30 Uhr verkünden. 

VW-Diebstahl: Prozess tritt noch auf der Stelle

Noch immer steht die Zusage des VW-Konzerns aus, über die von zwei Angeklagten geforderten 180 000 Euro keine weiteren Ansprüche mehr stellen zu wollen. Alle Prozessbeteiligten warten auf ein Fax mit dieser Zusage, das erste in der Nacht geschickt worden seien soll. Die Möglichkeit steht im Raum, dass der jüngere, geständige Angeklagte heute verurteilt werden und das Verfahren gegen Vater und Sohn abgetrennt werden könnte. Die beiden 61 und 54 Jahre alten Angeklagten hatten gestanden, mit Edelmetallen angereicherten Katalisatorenschrott gestohlen und verkauft zu haben. Die Anklage lautet daher auf schweren Bandendiebstahl. 

Drogenhandel: Anklage will bis zu zwölfeinhalb Jahre Haft

Haftstrafen von zwölfeinhalb und siebeneinhalb Jahren hat Staatsanwalt Hauth für die beiden Haupttäter aus Albanien gefordert. Den dritten Mann sieht er nur der Beihilfe schuldig, er sollte ein Jahr und 10 Monate ins Gefängnis. Das Trio war im vergangenen Jahr bei einer großen Polizeiaktion am Cafe del Sol mit fünf Kilogramm Kokain festgenommen worden. Der Deal war von verdeckten Ermittlern der Kasseler Polizei eingefädelt worden. Hauth sieht in dem Trio Mitglieder eines großen Drogenkartells, das hochreines Kokain in nahezu beliebiger Menge aus Südamerika nach Europa brachte. In der Dortmunder Bunkerwohnung der Angeklagten waren weitere knapp zwei Kilo Kokain und ein Kilo Marihuana sowie große Mengen Bargeld sichergestellt worden.

VW-Diebstahl: Letzter Tag im Mammutprozess

Seit September letzten Jahres wird verhandelt, doch ein weiterer Prozesstag ist nicht angesetzt. Das nährt die Hoffnung, dass heute wirklich das Urteil für drei Männer vor der 6. Strafkammer des Landgerichts fallen könnte. Zwei der Männer sind des schwere Bandendiebstahls angeklagt. Sie sollen 2007 und 2008 vom VW-Recyclinghof in Kassel wertvollen Katalisatorenbruch gestohlen haben. Ab 9.30 Uhr sollen die Schlussvorträge in Saal E 221 gehalten werden. 

Kreisel-Unfälle: Bewährungsstrafe für 35-jährigen Kasseler

Der 35-jährige Mann aus Kassel, der 2014 im Großen Kreisel drei Verkehrsunfälle provozierte hatte, ist im Berufungsverfahren vor dem Landgericht zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Außerdem muss er 180 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten. Das Amtsgericht hatte ihn zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Allerdings kann er seinen Führerschein erst in frühestens 13 Monaten neu machen. Richter Reichhardt wertete es strafmildernd, dass der Angeklagte die Taten nicht länger leugnete, er damals nicht vorbestraft war und als arbeitender Familienvater eine gute Sozialprognosse habe. 

Kreisel-Unfälle: Anklage fordert zwei Jahre und drei Monate, Verteidigung Bewährung

In der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht wegen drei provozierter Unfälle im Großen Kreisel hat die Verteidigung eine Bewährungsstrafe und die Aufhebung des zweijährigen Fahrverbotes für den Angeklagten gefordert. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf zwei Jahre und drei Monate. In erster Instanz war der Türke zu zweieinhalb jahren verurteilt worden. Das Verfahren für den ersten Unfall wurde wegenn Geringfügigkeit eingestellt. Richter Reichhardt will das Urteil der 7. Strafkammer in wenigen Minuten verkünden. 

Versuchter Mord: Behinderte Mutter ging ihm auf die Nerven

„Die Mutter ging ihm wegen ihrer Behinderung schon lange auf die Nerven, die Tötungsabsicht hatte er schon einige Zeit.“ Mit diesen Worten begründete Staatsanwältin Julia Beinroth den „hinterlistigen“ und „heimtückischen“ Angriff des 52-jährigen Angeklagten aus Melsungen auf seine 76-jährige Mutter. Um sie umzubringen habe er sie aus dem Rollstuhl eine Steintreppe mit 14 Stufen hinuntergekippt und danach auf sie eingetreten, um die Frau zu töten. Sie lebe heute als schwerer Pflegefall in einem Altenheim. Die Polizei hatte der Mann am 19. Dezember letzten Jahres selbst gerufen. allerdings nicht, so die Staatsanwältin, um der Mutter zu helfen, sondern um sich in die Psychiatrie einliefern zu lassen. Auch in dem Verfahren vor dem Landgericht geht es nicht um eine Haftstrafe, sondern um die Einweisung des Mann in eine forensische Psychiatrie.

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