Wie war das mit dem Punk?

Wie hat Nagel (Thorsten Nagelschmidt) das mit der Literatur und dem Punk gemeint? „Du kannst drei Akkorde, gründe eine Band. Du kannst schreiben, schreib‘ ein Buch.“ Waren es tatsächlich Tagebuchaufzeichnungen aus dem Sommer 1999, die er in „Abfall der Herzen“ zitiert? Ist das alles so passiert? „Der Sommer hätte so passiert sein können.“ Ein netter, sympathischer und freundlicher Mensch, siehe Foto. (Darüber hat er selbst gelacht.)

„Literatur sollte wie Punk passieren…“

sagt Thorsten Nagelschmidt, Musikkennern unter euch vermutlich besser bekannt als ‚Nagel‘, ehemals Sänger und Gitarrist der Indie-Band „Muff Potter“ (leider aufgelöst im Dez. 2009). Für sein außergewöhnliches Reisebuch „Drive By Shots“ wurde Nagel auch als Schriftsteller von der Kritik und der Szene gleichermaßen gefeiert. Inzwischen hat er ein neues Buch geschrieben, „Abfall der Herzen“. Dafür hat er in den Tagebüchern jener Zeit geblättert, als er im Sommer 1999 in seiner ersten WG lebte, sich mit Nebenjobs über Wasser hielt, kaum einen Gedanken an die Zukunft verschwendete und nur Angeber ein Handy hatten. Daraus liest er heute Abend in der Goldgrube. Gerade geht es darum, wie er in seinem Freundeskreis „Verschrobenheitsmodule“ entdeckte, die „weit über eine handelsübliche Teenage Angst hinausgingen“. Köstlich.

Jetzt legt der „King“ auf

Die Disco nach dem „Pink Turns Blue“ Konzert in der Goldgrube gestaltet heute Nacht Resident DJ King Schulze. Er beginnt seinen Set mit Klassikern der alten Neuen Deutschen (Electronica / Industrial) Welle: „Wahre Arbeit, wahrer Lohn“ von den Krupps und „Als wär’s das letzte Mal“ von DAF. Bestimmt bekommen wir gleich Kraftwerk auf die Lauscher.

Das kannten wir noch nicht

Dieses originelle T mit den Totenköpfen im Kassel-Logo und Maschinengewehren unterm Herkules haben wir bei einer Besucherin des „Pink Turns Blue“-Konzerts gesehen. Große Hoffnungen, es noch irgendwo zu finden, können wir euch allerdings nicht machen. Sie habe es „vor ein paar Jahren bei einem Sascha gekauft“, sagt sie. Sascha, melde dich bitte!

Dark Wave – Indie – und zurück

Pink Turns Blue aus Köln waren um 1990 DIE deutsche Dark Wave Band, die in der Gothic-Szene in einem Atemzug mit den Sisters Of Mercy, The Cure oder Bauhaus genannt wurde. Dann mutierten sie unter dem Einfluss des britischen Madchester Sound zu einer Indie Band, was ihre Fans aber gar nicht gut fanden. Pink Turns Blue lösten sich auf, reformierten sich wieder, lösten sich noch mal auf und sind heute eine charmante Dark Wave Indie Band, die, was das Publikum in der Goldgrube betrifft, ihre alten Fans wieder- und neue dazugewonnen zu haben scheint. Die Stimme und der Gitarrensound von Mastermind Michael „Mic“ Jogwer haben immer noch eine starke, dunkle Faszination. Selbstverständlich wird heute Abend in der „Grube“ Schwarz getragen.

Punk-Rock in der Goldgrube

Im Rahmen ihrer Clubtour spielen Pink Turns Blue, eine deutsche Punk-Rockband aus Köln, heute in der Goldgrube. Gegründet wurde die Band in den 80ern, in den 90ern folgten große Erfolge und die Umsiedelung nach London. Wer sich irgendwo zwischen Punk und Post-Rock zuhause fühlt, hat also eine großartige Option für die Abendplanung. Der Eintritt für das Konzert beträgt 20,90€, Einlass ist um 21 Uhr.

Poppige Rockvibes

Dreampoppiger Shoegaze Slowrock? Die Selbstbschreibung von „Soda Stream“ klingt chiffriert und macht neugierig. Und dann bietet sich die wunderbare Selbstironie der Band, die gerade die Goldgrube verschönert, als Auflösung an. „Das war mir jetzt ein bisschen zu schnell“, verkündet der Gitarrist nach einem besonders ’slowen‘ Stück, während der Rest der Band, gebürtig aus Hamburg und München, übers Zugfahren und den Bahnhof Wilhelmshöhe philosophiert. Wie auch immer das Genre, Soda Stream (unter anderem auch Teil des handverlesenen Anorak City Portfolios) machen auf jeden Fall gute Laune.

Die Grube brennt

Es ist heiß auf dem Dancefloor, nicht nur das Publikum verbrennt hier einige Kalorien beim Tanzen. Jenny Angelillo legt Akrobatik auf der Bühne hin und Gabe Katz sitzt schon nur noch in Boxershorts hinter den Drums – gerade hat er auch seine Snare kaputtgekriegt. Die Stimmung kocht!

What a Brat!

Neighborhood Brats Frontfau Jenny Angelillo ist tough, und rough, und es ist sehr wichtig, dass ihr Lippenstift sitzt. „We came all the way from California“ – und jetzt machen sie in der Goldgrube die Nacht zum Tag, mit allerfeinstem rotzigen kalifornischen Punkrock. Ein Fest für Ohren, Augen (Lippenstift) und Füße.

The Blues Against Youth in der Goldgrube

Ist gerade in der Goldgrube angekommen: The Blues Against Youth alias Gianni Tbay (rechts im Bild) bespricht sich gerade mit Techniker Felix. Als erster Act startet heute ab ca. 21 Uhr die Kasseler Band 3bodyproblem, danach als „One Man Show“ The Blues Against Youth, der mehrere Musikinstrumente gleichzeitig bedient. Einlass ist ab 20.30 Uhr.

Indie-Fans und ihre Tattoos

Zusammengetragen in nur wenigen Minuten bei der Take me out-Party in der Goldgrube. Der junge Mann mit dem Totenkopf-Indianer-Tattoo gab als Grund für das Motiv an, dass er sich schon immer für Geschichten aus dem Wilden Westen und Western interessiert hat, aber „es sei noch etwas komplizierter“. Die Frau mit dem Ballon-Tattoo liebt das Fliegen und die Trägerin des rechten Motivs ist Kosmetikerin. „Für mich symbolisiert das Schönheit.“

Take me out Kassel

So heißt die Party heute Nacht in der Goldgrube. Zwischen 2001 und 2009 erschienen gefühlt im Wochentakt die großen Alben von Bands wie The Strokes, Libertines, Arctic Monkeys, White Stripes, Arcade Fire uvm. Dieser Ära setzt heute DJ Ivo aus Münster in der Goldgrube ein Denkmal. Fans konnten im Vorfeld über seinen FB-Account Wunschlisten einreichen.

US-Rock aus GB

The Embrooks, Alessandro Cozzi-Lepi (Gitarre, Gesang), Mole am Bass und Lois Tozer (Drums) fanden sich bereits 1996 in London zusammen, um dem US-Garagen-Rock der 60er-Jahre zu einer neuen Blüte zu verhelfen. Sie lieferten zwei Killer-Singles ab, „If you let me go“ und „More than ever“, tourten erfolgreich durchs Königreich, Festland-Europa und die USA und lösten sich wieder auf. True Garage-Style! Seit zwei Jahren sind sie wieder zusammen, haben mit „Nightmare“ wieder eine Killer-Single am Start und touren auch wieder. „Freakbeat“ nennen sie ihre Musik, die auch auf jedes Hippie-Festival passen würde. Leider sind zu ihrem Konzert in der Goldgrube nur knapp 50 Besucher gekommen. Es sind halt immer noch Oster- und Semesterferien.

Live-Konzert in der Goldgrube

Die Goldgrube hat heute Abend etwas ganz Besonderes zu bieten: The Embrooks, ein Alternative-Trio aus Großbritannien, werden in der Eisenschmiede auftreten und ihre neue Single vorstellen. Dabei handelt es sich um die ersten Shows in Europa seit über zehn Jahren. Der Einlass beginnt um 21 Uhr, eine Stunde später geht die Show los.

Die Kassel-Chemnitz Connection

Sir Henry (rechts, hat immer schlechte Laune, kommt aus Chemnitz) und sein DJ Kollege Sealt Covers (links, lässt sich trotz Chemnitzer Hintergrund fast ein Lächeln entlocken) heizen gerade den Dancefloor in der Goldgrube mit einem exzellenten Indie/Britpop/80s Mix. Unterstützung erhalten die beiden von den Residents Bernd Kuchinke (Mitte links, gibt bald auch in der Wiese auf die Ohren) und Gernot Richter (Mitte rechts). Kassel, es ist Zeit ein wenig Geschmack zu beweisen und die Grube zu stürmen!

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