„Kassel ist die DNA der documenta“

Zu den auch in den vergangenen Jahren immer wiederkehrenden Stimmen, die Kassel als zukunftsträchtigen Austragungsort einer Weltkunstausstellung wie der documenta in Frage stellen, bezogen Oberbürgermeister Christian Geselle und Hessens Minister für Wissenschaft und Kultur Boris Rhein bei der Pressekonferenz zur Aufsichtsratssitzung der documenta gGmbH im Kasseler Rathaus klar Stellung.

„WIR sind die documenta-Stadt und wollen es auch bleiben.“ (Christian Geselle)

„Kassel ist die DNA der documenta.“ Es werde nie einen anderen Hauptstandort der documenta geben. (Boris Rhein)

Millionendefizit der documenta hat vorerst keine personellen Konsequenzen

Bei der Pressekonferenz zur Aufsichtsratssitzung der documenta gGmbH hat Oberbürgermeister Christian Geselle in seiner Eröffnungsrede erklärt, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine personellen Konsequenzen aufgrund des Defizits von sieben Millionen Euro geben wird. Heißt: Geschäftsführerin Annette Kulenkampff (Vertrag bis 2018) wird vorerst nicht von ihren Aufgaben entbunden.

documenta-Defizit: Bürgschaft über bis zu acht Millionen Euro geplant

Von einem Defizit über sieben Millionen Euro war bislang bei der documenta 14 die Rede. In der Vorlage für die am nächsten Montag tagende Kasseler Stadtverordnetenversammlung wird eine noch höhere Zahl genannt. Demnach beabsichtigt die documenta und Museum Friedericianum gGmbH, ein Darlehen in Höhe von bis zu acht Millionen Euro aufzunehmen. Dieses soll durch ein Bürgerschaft der Stadt Kassel und des Landes Hessen jeweils zu 50 Prozent gesichert werden. Das Darlehen, so die Beschlussvorlage, soll der Finanzierung des Kapitalmehrbedarfs der documenta 14 dienen. Über die Finanzsituation der d14 soll gleich in einer Pressekonferenz Auskunft gegeben werden.

Gitter für Gitter und Stange für Stange…

… wird der Parthenon auf dem Friedrichsplatz auseinandergenommen und abgebaut. Die Bilder gleichen tatsächlich stark denen der Aufbauphase. Wir bleiben gespannt, wie schnell der Friedrichsplatz wieder in seinen Urzustand versetzt wird. Man hat sich mittlerweile so an den Koloss gewöhnt, dass der Platz ohne ihn schon ein wenig leer aussehen wird, oder?

Wirst du die documenta vermissen?

„Vermissen direkt werde ich sie nicht, aber schön war’s trotzdem! Es wird jetzt aber schnell alles so wie vorher hier in der Stadt“, sagt Mohammad. Er kommt ursprünglich aus Kurdistan, lebt und arbeitet aber seit zwei Jahren in Kassel. „Es war schön, im Restaurant wo ich arbeite, mit den documenta-Gästen auch auf Englisch zu reden. Da war schon ein anderes Leben in der Stadt“, fügt er hinzu. Wir wünschen allen, die heute auch arbeiten müssen, einen schönen Start in den Arbeitstag!

Abtransport

Jetzt werden auch die Ticketcontainer am Friedrichsplatz fachmännisch befestigt und abtransportiert. An ihnen und allen anderen Verkaufsstellen haben sich die 891.500 Besucher der documenta 14 in Kassel bis vergangenen Sonntag ihre Tickets gekauft. Trotz aller Negativschlagzeilen ein Besucherrekord! Die documenta 13 brachte es 2012 auf 860.000 Ausstellungsbesucher. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Was bleibt sind die Trampelpfade

Auch im Auepark sind die Aufräumarbeiten aufgenommen worden. Die Lautsprecher und Laubberge um die Soundinstallation „When Elephants Fight, It Is the Frogs That Suffer“ von Benjamin Patterson sind abgebaut und weggeharkt. Einzig die orangefarbenen Stromkabel und entstandenen Trampelpfade weisen auf den documenta-Sommer hin. 

Kurioses von der documenta – Parthenon-Buch für 500.000 Euro

Die documenta 14 ist zwar vorbei, aber ihre Nachwirkungen sind noch deutlich zu spüren. Wer kein Buch vom Parthenon ergattern konnte, kann sich auf Ebay umschauen – dort sind die Exemplare allerdings ganz schön teuer bis unerschwinglich. Dieses Netz-Fundstück beweist, dass ein George-Orwell-Buch kann bis zu 500.000 Euro kosten kann: www.ebay-kleinanzeigen.de

Betonplanken weg

Erst vorgestern hatte die documenta 14 ihren letzten Tag und es gibt eine Menge abzubauen. Heute Morgen sind die Betonplanken, die auf dem Steinweg und der Wilhelmshöher Allee die Besucher des Parthenons und der verhüllten Torwache schützen sollten, bereits abgebaut. Für die Autofahrer hatten sie zu leichten Einschränkungen geführt, da sie Straßenführung verengt worden war. Nun ist an beiden Ecken wieder freie Fahrt auf allen Spuren.

(Halb)nackte Pyramide

Der Abbau des Parthenon ist im vollen Gange, auch um die Mühle des Blutes sieht man an der Karlsaue bereits einen Bauzaun. Doch komplett frei von den Pflanzen ist die Pyramide im Nordstadtpark jedenfalls (noch?) nicht. Wer weiß, vielleicht bleibt das restliche Grün ja erhalten und verschwindet dann auf ganz natürlichem Weg, wenn der Herbst da ist. 

Veränderungen in der Innenstadt

Mit einem Bagger werden gerade in der Innenstadt die letzten Reste eines documenta-Kunstwerkes abtransportiert. Direkt dahinter bauen Bauarbeiter den Stand des Fahrradverleihsystems Konrad ab, das zum Jahresende aus der Stadt verschwindet. Einen Nachfolger gibt es aber bereits: Mit Nextbike steht nun ein Nachfolger in den Startlöchern. Was das für Kunden bedeutet, erfahrt ihr hier.

100 Tage documenta: Darüber hat Kassel geredet

Während der documenta ist Kassel ein Stück weit eine andere Stadt. Was hat die Menschen bewegt, über was wurde in den 100 Tagen gesprochen? Wir haben die Gesprächstehmen von A bis Z zusammengefasst – von A wie Athen, über K wie Kulturbahnhof bis Z wie Zukunft. Und dabei geht es nicht nur um die reine Kunst…. 😉

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