Leben in der Mitte Deutschlands

Wo auch immer es euch heute Abend noch hin verschlägt, mit der Deutschen Bahn reist ihr Stand jetzt pünktlich von Kassel-Wilhelmshöhe in Richtung Norden, Süden, Westen oder Osten. Das ist ja das Tolle am Leben in der Mitte Deutschlands – man ist von hier mobil und erreicht alle großen Städte der Republik in wenigen Stunden. In diesem Sinne: Eine gute Reise – und kommt wohlbehalten zurück 😉

Es wird wieder voller

Die Schlange der wartenden Menschen vor der DB Info wächst, viele gestrandete Passagiere laufen mit dem Handy am Ohr durch den Bahnhof Wilhelmshöhe. Immer wieder hört man im Stimmenwirrwarr Pläne, wie man denn nun am Besten zum Ziel seiner Reise kommt. Mit Zügen ist das wegen der Folgen des Sturmtiefs kaum möglich. Von Mietwagen ist die Rede, von einer Rückfahrt nach Gießen – und eben fiel gar der Satz: „Ich bin verloren.“ Kopf hoch! Auch wenn das leichter gesagt ist, als getan.

Das rollende Hotel ist abgefahren

Zumindest jenes, das seit gestern Abend auf Gleis 4 für gestrandete Reisende zur Verfügung stand. Die Rede ist von einem ICE, in dem Passagiere kurzerhand die Nacht auf dem Bahnhof haben verbringen können. Auf besagtem Gleis 4 ist jetzt wieder der Nahverkehr von und in Richtung Korbach unterwegs – der wiederum eben in Richtung Waldecker Land abgefahren ist, weswegen das Gleis gerade verwaist ist. Wer sich wärmen möchte, dem steht aktuell noch ein IC auf Gleis 10 zur Verfügung. Mit weiteren Reisemöglichkeiten und Hinweisen melden wir uns gleich.

Für Reisende nach Berlin

Wer an diesem Morgen nach Berlin reisen will, dem wird per Durchsage im Bahnhof empfohlen, in den ICE 275 nach Interlaken Ost einzusteigen (Abfahrt um 7.16 Uhr von Gleis 2) und in Fulda in den ICE 1533 nach Berlin umzusteigen. Der direkte Verkehr von Kassel nach Berlin und Hamburg bleibe dagegen „bis auf Weiteres“ außer Betrieb, heißt es vor Ort. Wenn sich daran etwas ändere, werde die Bahn informieren.

ICE in Richtung Norden ab etwa 8.45 Uhr

Die Regionalzüge ab dem Bahnhof Wilhelmshöhe fahren zwar weitgehend planmäßig, im Fernverkehr sind die Nachwirkungen des Sturms von gestern deutlicher zu spüren. Noch immer sind vor allem im Norden Deutschlands einige Strecken komplett gesperrt, am frühen Morgen war von umgestürzten Bäumen die Rede, die demnach erst bei Tageslicht entfernt werden können. Richtung Norden ist der nächste Zug laut der Info vor Ort der ICE 672 nach Hannover (über Göttingen). Eigentlich sollte der Zug um 7.24 Uhr abfahren, was sich den gerade aktualisierten Angaben zufolge aber um 80 Minuten verzögern wird. Ein IC in Richtung Süden (Fahrtziel Karlsruhe, Abfahrt eigentlich um 7 Uhr), ist dagegen komplett gestrichen worden.

Sturmtief Xavier: Am Freitagmorgen gibt es weiterhin Zugausfälle

Auch am Freitagmorgen ist der Bahnverkehr am Bahnhof Wilhelmshöhe noch beeinträchtigt: Da im Norden Deutschlands die meisten Fernzüge ausfallen, sind auch die Fahrten von Kassel nach Kiel, Berlin, Hamburg und auch nach München stark beeinträchtigt. Für den Regionalverkehr sind derzeit keine Ausfälle gemeldet. Die Deutsche Bahn bittet Zugreisende darum, die jeweilige Zugverbindung kurz vor Abfahrt des Zuges noch einmal zu prüfen.

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Rhein-Ruhr-Express fährt ab 2018

Von den Bahnhöfen Wilhelmshöhe und Hofgeismar fährt ab 2018 der Rhein-Ruhr-Express bis nach Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt soll die Strecke in 3 Stunden und 20 Minuten vom Rhein-Ruhr-Express regelmäßig bewältigt werden. Der Prototyp des Zuges wurde nun offiziell vorgestellt. 420 Sitzplätze sollen geboten werden. Mehr Infos gibt es in diesem Artikel.

documenta-Magazine gefragt


Von der documenta 14 profitieren auch die Geschäfte rund um den Bahnhof Wilhelmshöhe, da hier täglich etliche Besucher der Kunstschau eintreffen. „Die internationale Stimmung in den letzten zwei Wochen mochten wir sehr“, sagt Peter Richter, der in der Buchhandlung „Schmitt & Hahn“ arbeitet. „Wir haben unser Sortiment entsprechend aufgerüstet“, erzählt er weiter. So habe man während der documenta mehr internationale Tageszeitungen und Kunstmagazine im Angebot. „Besonders gefragt ist derzeit das gestern erschienene ‚Art Spezial‘ – ein Sonderheft zur documenta 14. Aber auch ‚Monopol‘, ‚Art‘ und ‚Merian Kassel‘ verkaufen sich dieser Tage gut.“

Noch 84 Tage documenta 

Rund zwei Wochen ist sie nun „alt“ – die documenta 14. Für viele Besucher der weltweit bedeutendsten Schau für zeitgenössische Kunst ist der Bahnhof Wilhelmshöhe gewissermaßen das Tor zu Kassel. Wer hier ankommt, der erreicht die Ausstellungsorte im Innenstadtbereich übrigens vom Bahnhofsvorplatz aus mit den Straßenbahnlinie 1, 3 und 4 oder mit der Regiotram von Gleis 9.

Neue Info am Bahnhof Wilhelmshöhe wird Vorreiter für Hessen

Im Bahnhof Wilhelmshöhe wird ab Herbst die neue „DB Information“ installiert. Bis zum Jahr 2020 werden an 82 Bahnhöfen die bisherigen Service Points durch diese modernen Schalter ausgetauscht. Die neue Info soll ein beleuchtetes Dach haben und von weitem erkennbar sein, außerdem sind gut lesbare Anzeigen geplant. Hier erfahrt ihr mehr.

Gleisspringer beleidigt Bahnmitarbeiter

blaulichtEin 21-jähriger Mann aus Mühlhausen (Thüringen) überquerte am Freitag gegen 17.40 Uhr verbotenerweise gleich mehrere Gleise im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. „Ich hätte meinen Anschlusszug sonst nicht bekommen“, wird der Mann laut Polizei zitiert. Obendrein beleidigte der Mann zwei Bahnmitarbeiter, die ihn wegen seines Verhaltens angesprochen hatten. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Die Überquerung des Gleises wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. Mehr dazu lest ihr hier.

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