Verkehrsunfall: Mitschuld nach Wendemanöver auf B 3 – Verfahren eingestellt

Nachdem er mit Feuerwehrkameraden zwei Weizenbiere getrunken hatte, hatte ein 54-jähriger Mann aus Fuldatal im September 2016  auf der B 3 einen Unfall gebaut. Er war mit seinem Wagen auf den Wagen einer 20-Jährigen aufgefahren, die sich dabei eine Schulterfraktur zuzog. Amtsrichterin Focke erkannte aber eine gewisse Mitschuld der jungen Frau, die in einem gefährlichen Manöver auf der Bundesstraße hatte wenden wollen. Weil der Angeklagte bereits ein Bußgeld von 500 Euro gezahlt und einen Monat den Führerschein abgegeben hatte, wurde das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingestellt. Die Alkoholfahrt (die Blutprobe ergab 0,76 Promille) wurde von Amtsrichterin Focke  mit 40 gemeinnützigen Arbeitsstunden geahndet.

Verkehrsunfall: 54-Jähriger wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht

Ein 54-jähriger Mann aus dem Landkreis Kassel steht gleich wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht. Er soll in betrunkenem Zustand im September vergangenen Jahres auf den Pkw einer jungen Frau aufgefahren sein. Die 20-Jähriger erlitt bei dem Unfall auf der B 3 bei Fuldatal-Wahnhausen eine Schulterfraktur.

Berufsmissbrauch: Anwalt kam nicht zur Verhandlung

Ein 50-jähriger Rechtsanwalt aus Kassel sollte sich heute vor dem Amtsgericht wegen missbräuchlichen Führens einer Berufsbezeichnung verantworten – doch er kam nicht. Er hatte laut Anklage noch als Anwalt gearbeitet, obwohl er bereits 2015 aus der Anwaltskammer ausgeschlossen worden war. Zum neuen Verhandlungstermin soll er nun polizeilich vorgeführt werden.

Körperverletzung: Keiner hat was gesehen – Verfahren eingestellt

Was wirklich geschah in dieser Augustnacht in der Baunataler Birkenallee wissen wohl nur die Beteiligten. Amtsricher Osken jedenfalls konnte nicht aufklären, ob ein 37-jähriger VW-Städter gemeinsam mit einem Freund den neuen Freund seiner Ex verprügelt hat oder nicht. Auch der letzte Zeuge, ein Nachbar, sagte aus, nichts gesehen zu haben. Weil jeder Beteiligte eine andere Geschichte erzählte, von denen keine bewiesen werden konnte, beantragte Staatsanwältin Manz die Einstellung des Verfahrens. Und so kam es dann auch.

Körperverletzung: Schläge für den neuen Freund

Gemeinsam mit einem Freund soll ein 37-jähriger Mann in Baunatal den neuen Partner seiner Ex-Freundin verprügelt haben. Deshalb stehen die beiden Männer heute vor dem Amtsgericht. Am ersten Verhandlungstag war ein Zeuge nicht erschienen. Der soll gleich das Geschehen schildern. Die beiden Angeklagten bestreiten die Vorwürfe und bezeichnen die Körperverletzung als frei erfunden.

Schüsse am Stern: Keine Notwehr – Bewährungsstrafe für Schützen

Ein Jahr und elf Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt werden. Dazu 200 Stunden gemeinnützige Arbeit. So lautet das Urteil des Schöffengerichts mit Amtsrichter Klaus Döll an der Spitze für den jungen Libyer, der Ende November am Stern einen Konkurrenten aus der Drogenszene mit einem Schuss in den Oberschenkel verletzt hatte. Das Gericht sah keine Notwehrsituation. Im ersten Verfahren hatte der 27-Jährige dreieinhalb Jahr Haft kassiert, von denen er in Untersuchungshaft inzwischen 17 Monate abgesessen hat. Drei Monate vor der Tat hatte der Geschädigte den Angeklagten – vermutlich nach einem misslungen Kokaingeschäft – verprügelt und mit dem Messer bedroht. Daraufhin hatte sich der Libyer die Pistole besorgt, die er nicht hätte mit sich führen dürfen.

Schüsse am Stern: Notwehr oder nicht?

Hat der 27-jährige Libyer in Notwehr gehandelt, als er einen Kontrahenten am Stern ins Bein geschossen hat? Diese Frage konnte auch in der zweiten Verhandlung vor dem Amtsgericht nicht eindeutig geklärt werden. Oberstaatsanwalt Müller-Haupt forderte daher nur ein Jahr und fünf Monate für eine versuchte gefährliche Körperverletzung. Die wären durch die Untersuchungshaft bereits verbüßt. Richter Döll will das Urteil in weniigen Minuten verkünden.

Diebstahl: Zweieinhalb Jahre für Drogensüchtigen

Wegen zahlreicher Diebstähle zur Finanzierung seiner Sucht nach Heroin und Kokain ist ein 45 Jahre alter Mann aus Wiesbaden von Amtsrichterin Hahn zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann war unter anderem in eine Bank am Ständeplatz und eine Kfz-Werkstatt an der Wolfhager Straße eingedrungen. Der vielfach vorbestrafte Mann hatte alle Straftaten gestanden, konnte sich aber oft nicht mehr richtig erinnern. Staatsanwältin Beinroth hatte zwei Jahre und drei Monate gefordert. Wegen der vielen einschlägigen Vorstrafen ging Richterin Hahn über dieses Strafmaß hinaus.

Körperverletzung: Entscheidung vertagt

Weil ein Zeuge in der Türkei ist statt im Gerichtssaal hat es heute kein Urteil von Amtsrichter Osken im Verfahren wegen einer Körperverletzung in Baunatal gegeben. In der Baunataler Birkenallee sollen zwei 36 und 37 Jahre alte Männer den neuen Freund der früheren Partnerin des 37-Jährigen übel verprügelt haben. Drei Zeugen schilderten den Vorfall so, die beiden Freunde auf der Anklagebank hingegen behaupten, es habe gar keine Körperverletzung gegeben, alles sei vom Opfer erfunden, das sich Hautabschürfungen selbst beigebracht habe. Im Krankenhaus waren allerdings ein Schädelhirntrauma und zahlreiche Prellungen ab ganzen Körper des 24-jährigen Opfers festgestellt worden. Aufklärung erhofft sich das Gericht vom Zeugen, der am 13. Dezember gehört werden soll.    

Körperverletzung: Neuen Freund der Ex zusammengeschlagen

Wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung stehen gleich zwei 36 und 37 Jahre alte Männer vor dem Amtsgericht. Sie sollen Ende August 2016 in Baunatal den neuen Freund der ehemaligen Partnerin des 37-Jährigen so schwer zusammen geschlagen haben, dass der 22-Jährige ein Schädelhirntrauma erlitt. Vier Zeugen sollen ab 14 Uhr in Saal D 139 gehört werden.

Sozialbetrug: Freispruch für unwissenden Türken

Ist es vorstellbar, dass jemand 15 Jahre lange jeden Monat 389 Euro von der Rentenkasse aufs Konto überwiesen bekommt und sich nie fragt, was das eigentlich für Geld ist? Ja, das könnte sein, befand Amtsrichterin Focke, die einen 55-jährigen Türken aus Kassel vom Vorwurf des Steuerbetruges freisprach. Der Mann hatte bis 2014 über 64 000 Euro Witwerrente für seine 1997 verstorbene Frau bezogen. Er hatte im Jahr 2000 wieder geheiratet, der Rentensanspruch war daraufhin erloschen. Weil die Rentenversicherung aber davon nichts wusste, wurde immer weiter gezahlt. Der Angeklagte, der auch nach 25 Jahren in Kassel gestern vor dem Amtsgericht noch einen Dolmetscher brauchte, hatte Bescheide der Behörden angeblich nicht erhalten oder nicht verstanden. Gestern zeigte er sich reuig: Das Geld versucht er in Monatsraten á 20 Euro an die Rentenkasse zurückzuzahlen. Er habe immer nur in türkischen Läden gearbeitet, erklärte der freundliche, gepflegte Mann der HNA seine sehr rudimentären Deutschkenntnisse.

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