Der Stadtteil Vorderer Westen

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Der Stadtteil Vorderer Westen – Ein Rundgang

Der Stadtteil Vorderer Westen liegt zwischen der Heßbergstraße im Osten und der Westendstraße im Westen, angrenzend an das Tannenwäldchen und die Kölnische Straße im Norden sowie die Wilhelmshöher Allee im Süden.
Der Vordere Westen ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dank eines deutsch-jüdischen Kaufmanns entstanden. Der Fabrikant Sigmund Aschrott erschloss den Stadtteil für ein „Gehobenes Wohnen“ der Kasseler, ohne Industriebetrieb und Gewerbe, ohne Lärm, Qualm und üblen Geruch. Heute wird das Stadtviertel als „die Wohnadresse“ der Stadt eingeordnet. Auch nach fast vollständiger Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges. In diesem Stadtteil warten auf euch die begrünten Straßen, die gemütlichen Cafes und die prachtvollen Gebäude.

Für Hungrige und Genießer

In diesem Stadtviertel bleibt niemand hungrig: An jeder Ecke steht ein Café oder ein Restaurant für jeden Geschmack – asiatische Gerichte, spanische Spezialitäten oder französische Crêpes.

  • Ein sehr angenehmer, behaglicher Platz zum Essen ist das Café Lange (Friedrich-Ebert-Straße 72). Das Café bietet eine große Auswahl an Speisen, eine schnelle Bedienung und ein angenehmes Design.
  • Eine gemütliche Zeit am Wochenende kann man perfekt im EIGENART (Wilhelmshöher Allee 116) verbringen – die leckere, urbane Küche wird Sie nicht enttäuschen.
  • Wenn Ihr eher Lust auf eine gute, italienische Pizza verspürt, dann sind das Ristorante Pizzeria Pinocchio (Friedrich-Ebert-Str. 96) oder die Pizzeria Boccaccio (Querallee 36) perfekt.
  • Zur Entspannung zwischen schützendem Grün, bietet sich der Biergarten denkMAHL (Friedrich-Ebert-Straße 98) an. Hier genießt man sowohl das Essen und Trinken, als auch die Atmosphäre, dank der schönen Einrichtung.

Alles Aktuelle zum Stadtteil Vorderer Westen findet ihr hier.

Zum Shoppen

Im Vorderen Westen haben wir versucht, etwas Ungewöhnliches und Besonderes für Euch zum Shoppen zu finden, und wir sind fündig geworden.

  • wildwoodIm WILD WOOD (Friedrich-Ebert-Straße 99) oder dem SOKI lable store (Friedrich-Ebert-Straße 101) findet man eher Klamotten für junge Leute und Junggebliebene. Man findet hier moderne Kollektionen mit extravagantem Stil, die sowohl limitiert als auch handgemacht sind. Dabei sind die Preise nur ein bisschen höher, als bei vergleichbaren Anbietern. Ebenfalls interessant zu wissen ist, dass es bei WILD WOOD ab und zu verschiedene Ausstellungen gibt und dass das Geschäft damit die lokalen Künstler unterstützt.
  • Rotopolpress (Friedrich-Ebert-Straße 95) ist ein Verlag für grafisches Erzählen: Hier findet man extravagante Postkarten im Hipster-Neustil, Notizblöcke, Kalender, temporäre Tattoos, Skizzenhefte und sogar Comics, Illustrationsbücher und Ausstellungen.
  • Das villa la vida (Friedrich-Ebert-Straße 120) bietet zum einen originelle und elegante Haushaltswaren wie Geschirr und Deko aber auch Geschenke wie Porzellan-Tassen und Schmuck kann man hier finden.
  • Alte Sachen sind immer faszinierend: Einige haben bis heute den alten Glanz behalten, bei anderen ist er hingegen brüchig geworden. Im Antiquitätenladen fühlt man sich wie in einem Zauberhaus, wo jedes Ding seine eigene Geschichte hat und dabei auch noch sehr wertvoll ist. Herr Windel kann Ihnen die ein oder andere Geschichte in seinem Geschäft in der Friedrichsgalerie – Kunst- und Antiqitäten (Friedrich-Ebert-Straße 95 u. 97) erzählen, und zudem wie er zu seinem ein oder anderen Schatz gekommen ist.
  • Ein Bücherwurm findet das Paradies im Antiquariat Bernhardt (Friedrich-Ebert-Straße 117). Als interessantester Fund erwiesen sich hier die Postkarten aus aller Welt adressiert an eine Frau. Die Handschrift ist kaum lesbar, jedoch fühlt man sich mit der Vergangenheit verbunden.
  • In einer modernen Buchhandlung am Bebelplatz (Friedrich-Ebert-Straße 130) kann man abends nach Ladenschluss, mit einer Gruppe die Bücher mit Wein und Essen genießen.

Für Wissbegierige

Interessant ist der Stadtteil Vorderer Westen auch aus historischer Sicht. Wie bereits beschrieben wurde der Stadtteil in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Jedoch findet man hier viel interessantes, was an die Vergangenheit erinnert. Kaum zu glauben, dass sich in diesem ziemlich kleinen Viertel mehr als sechs Kirchen befinden.

  • Wenn man vom Aschrottpark in Richtung Kassel-Mitte geht, dann trifft man auf die kleine, unscheinbare Apostellkapelle der Friedenskirche. Hier kann man donnerstags um 18.00 Uhr kostenlos der Orgelmusik lauschen.
  • Daraufhin sieht man die majestätische, mit dem griechischen Säulengang gebaute, Stadthalle; danach werden Sie die Kirche St. Maria (Rosenkranzkirche) bemerken, die ein Erscheinungsbild hat, als sei sie direkt aus dem Mittelalter.
  • Die Straße runter steht die Evangelische Friedenskirche, eine unauffällige Kirche im Hof, die wie ein Haus aussieht.
  • Auf der Germaniastraße befindet sich eine „den Sturm aushaltende“ Adventskirche mit sehr kleinen und sehr wenigen Fenstern.
  • Weiter oben liegt das Kurhessische Diakonissenhaus, dessen Kirche zwar schwer zu finden, dafür aber sehr schön ist.
  • Die letzte ist die Kreuzkirche in der Luisenstraße. Der Turm dieser Kirche ist von vielen Standorten aus zusehen.
  • samuel becketErstaunlicherweise trifft man hier auf Samuel-Beckett-Graffiti und sogar eine Samuel-Beckett-Anlage (zwischen Friedrich-Ebert-Straße, Kölnische Straße, Bodelschwinghstraße und Gabelsbergerstraße). Der irische Dichter hielt sich zwischen 1928 und 1932 in Kassel auf. In seinem Buch „Dream of fair to middling women“ („Traum von mehr bis minder schönen Frauen“) schildert er seine Erlebnisse in Kassel – unter anderem die Silvesterfeier im Ratskeller, der Barberina-Bar und in der Gaststätte von Jean Meister.

Für die Familie

  • goehteanlageDie Goetheanlage (zwischen der Goethe- und Herkulesstraße) ist der beste Platz, um die Zeit mit den Kindern draußen zu verbringen. Man kann hier  in der Sonne picknicken oder die frische Luft im Schatten atmen. Hier gibt’s den großen Kinderspielplatz mit allen möglichen Schaukeln – z.B. aus Metall oder mit Reifen. Auch Sandkisten und Rutschen laden zum Toben ein. Falls Sie neidisch auf die Kinder werden, können Sie selbst auf einem der vier Basketballcourts spielen oder die Schaukel „für Erwachsene“ benutzen. Das macht wirklich Spaß – aber Achtung: man kann ziemlich hoch abheben! Auch eine Toilette steht zur Verfügung, die kostet allerdings 0,50€ pro Besuch.
  • An heißen Tagen können die Schatten des Tannenwäldchens (entlang der Kölnischen Straße) Abhilfe schaffen. Auf dem weichen Sand befindet sich hier ein kleiner Kinderspielplatz.
  • Das Geschäft Spiel&Klang (Friedrich-Ebert-Straße 74) bietet eine Menge von Spielzeugen, sodass man am liebsten wieder in die eigene Kindheit zurückkehren würde. Echte Holzspielzeuge, Denksportaufgaben aus Holz und noch Tausende Kleinigkeiten werden Ihnen gefallen.

Für Sportler und Naturliebhaber

  • Die Gotheanlage im Stadtteil Vorderer Westen ist perfekt um den eigenen Morgen zu beginnen. Hier findet Ihr bequeme Trainings- und Massagegeräte. Zum Glück haben alle Geräte Bildinstruktionen zur Anwendung. Leider ist der Untergrund nicht unbedingt gut für die Gelenke: Teilweise besteht er aus Asphalt, teilweise auch aus grobkörnigen Steinen.
  • Das Tannenwäldchen (entlang der Kölnischen Straße) ist perfekt, um sich zu entspannen und die eigene Ruhe zu finden, denn hier trifft man nicht auf viele Menschen. Die merklichen Höhenunterschiede zwingen das Herz jedoch doppelt zu arbeiten.
  • Der Aschrottpark (Friedrich-Ebert-Straße 249a) und die Stadthallengarten (hinter Friedrich-Ebert-Straße 152) sind nicht groß, sind jedoch für kleine Ausflüge gut geeignet. Man hat das Gefühl, dass die Zeit hier stehen bleibt. Alle Parks im Stadtteil Vorderer Westen sind mit Bänken ausgerüstet.

Für Gesundheitsbewusste

Biomärkte mit Lebensmitteln, die von regionalen Bauernhöfen kommen, sind im Trend. Diesen Trend kann man auch im Stadtteil Vorderer Westen finden.

  • Denn’s Biomarkt (Kirchweg 70) bietet alles von Lebensmitteln bis hin zu Haushaltswaren. Einerseits sind die Preise zwar höher als im Supermarkt, andererseits nimmt der Markt auch Teil an dem Bonusprogramm PAYBACK. Außerdem gibt es eine große Auswahl von verschiedenen Herstellern.
  • Schmanddibben Naturkost (Lassallestraße 9) bietet nicht nur verpackte Lebensmittel, sondern auch ein tägliches Menü zum Essen.
  • Auch die leckeren Backwaren aus der Brotgarten Vollkornbäckerei (Friedrich-Ebert-Straße 141) müssten Ihnen gefallen. Die verlockend duftenden Kuchen und leckeren Vollkornbrötchen aus gesunden Zutaten sind immer frisch. Die Bäckerei erkennt man schon vom Bebelplatz am Geruch.
  • Der Nachbar ist ein kleiner Käseladen. Der Geruch dort ist eher speziell und es ist bewundernswert, wie die Verkäufer den Tag über arbeiten.
  • Die Straße weiter runter steht noch ein Laden: Natura Medica (Friedrich-Ebert-Straße 87). Hier kann man Produkte für die natürliche Gesundheit von Körper, Geist und Seele finden. Das sind unter anderem Ayurveda-Produkte wie Tee oder Öle, aber auch Produkte wie Stevia oder Gesichtscreme können hier erstanden werden.

Die Autorin: Die Autorin dieses Stadtführers ist Xenia Adokova. Sie ist 21 Jahre alt und kommt aus Perm in Russland, wo sie Geschichte studiert. Mehr zur Autorin findet ihr hier.

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