Gericht ordnet Unterbringung an

Der 32-jährige Deutsch-Marokkaner, der am 12. August 2016 einen Anwalt und eine Ärztin mit einem Kugelschreiber verletzt und Polizisten nach seiner Flucht aus dem Ludwig-Noll-Krankenhaus angegriffen hat, soll in einem Psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Das Urteil in dem Sicherungsverfahren wurde eben von der Sechsten Strafkammer des Landgerichts verkündet. Der Mann leide unter einer paranoiden Schizofrenie und sei schuldunfähig, so der Vorsitzende Richter Volker Mütze. Da dem 32-Jährige die Einsicht fehle, sich behandeln zu lassen, bleibe keine andere Möglichkeit, als ihn in einer Klinik unterzubringen. „Wir sind der Allgemeinheit verpflichtet, sie zu schützen.“

Staatsanwaltschaft und Verteidigung beantragen Unterbringung

Der 32-jährige Deutsch-Marokkaner, der am 12. August 2016 auf einen Anwalt und eine Ärztin mit einem Kugelschreiber eingestochen und Polizeibeamte bei seiner Flucht aus dem Ludwig-Noll-Krankenhaus verletzt haben soll, soll nach Antrag der Staatsanwaltschaft und seiner eigenen Verteidigung in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Das wurde eben in den Plädoyers vor der Sechsten Strafkammer beantragt. Der Beschuldigte, der laut Gutachten unter einer paranoiden Schizofrenie leidet, sei bei den Taten schuldunfähig gewesen, so die Staatsanwältin. Der Mann stelle aber eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit dar. In seinem „Letzten Wort“ sagte der Beschuldigte zu dem Vorsitzenden Richter: „Dienen Sie Gott und seien Sie gerecht.“ Die  Schwurgerichtskammer will heute um 11.30 Uhr das Urteil in dem Sicherungsverfahren verkünden.

Vergewaltigungsprozess: Gibt es ein weiteres Opfer?

Ein 22-jähriger Flüchtling aus Nigeria, der sich derzeit wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer 29-jährigen Frau vor dem Kasseler Landgericht verantworten muss, soll eine weitere Frau vergewaltigt haben. Eine heute 18-Jährige hat sich jetzt bei der Polizei gemeldet und behauptet, von dem Mann im Mai 2015 auf der Bunsenstraße in der Nordstadt vergewaltigt worden zu sein. Oberstaatsanwältin Andrea Boesken beantragte in einer Nachtragsanklage, dass dieser Fall in dem laufenden Prozess mitverhandelt wird. Nachdem der Angeklagte sich damit einverstanden erklärte, stimmte die Strafkammer dem Antrag zu. Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochausgabe der HNA.

Waschbär war rabiat

Der Waschbär, der am Dienstagabend einen Polizeieinsatz in Kirchditmold auslöste, hat eine Spur der Verwüstung im Wohnzimmer hinterlassen, wie dieses Foto zeigt. Der Sohn der Hausbesitzer hatte die Polizei gerufen, nachdem er Geräusche gehört und die Verwüstung gesehen hatte. Der vermeintliche Einbrecher entpuppte sich als Waschbär.

Schon wieder blutiger Angriff in Kassels Partyszene

Zum dritten Mal innerhalb eines Monats ist es in Kassels Nachtleben zu einem brutalen Übergriff von Männern auf Gäste einer Bar beziehungsweise einer Diskothek gekommen. Zuletzt am frühen Samstagmorgen. Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner verletzten vier Männer, die arabisch gesprochen haben sollen, einen 31-jährigen Mann aus Kassel auf der Partymeile der Friedrich-Ebert-Straße. Sie sollen ihn plötzlich und ohne Vorwarnung angegriffen und ihm mehrere Stich- und Schnittverletzungen am Bauch, an den Armen, im Nacken und im Gesicht zugefügt haben. In der Nacht zum 18. März war ein 29-jähriger Mann vor der Szenekneipe FES von mehreren Männern krankenhausreif geschlagen worden. Zudem waren eine junge Frau aus Kassel und ein junger Mann aus dem Hochsauerlandkreis in der Nacht zum Sonntag, 12. März, vor der Diskothek „York“ (früher „New York“) von einer Männergruppe angegriffen und verletzt worden. Mehr dazu gibt es hier.

GdP-Stern für Neuhaus und Pufpaff

Die erfolgreiche Autorin Nele Neuhaus und der Kabarettist Sebastian Pufpaff sind heute Abend in der Baunateler Stadthalle mit dem GdP-Stern der Gewerkschaft der Polizei ausgezeichnet worden. Diesen Preis bekommen Menschen, die dafür sorgen, dass der Polizeiberuf positiv in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Auf dem Foto sind neben den Preisträgern die beiden GdP-Funktionäre Lars Elsebach (links) und Stefan Rüppel zu sehen.

,,Das sind keine Gesetze Gottes“

Der 32-jährige Mann, der sich in einem Sicherungsverfahren vor der Sechsten Strafkammer verantworten muss, brachte zum Ausdruck, dass das Gericht nicht gerecht sein könne. ,,Das sind keine Gesetze Gottes.“ Auch im August vergangenen Jahres, als der Mann mehrere Menschen angegriffen haben soll, spielte sein Glauben eine große Rolle. Seiner Mutter habe er zuvor gesagt, dass er ein Prophet sei und der jüngste Tag bevorstehe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann bei seinen Taten unter einer paranoiden Schizophrenie litt und deshalb schuldunfähig ist.

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