Hehlerei: Angeklagter gesteht Ankauf von Ringen aus Diebstahl in Juweliergeschäft

Im Hehlerei–Prozess vor dem Landgericht hat der 52-jährige Angeklagte aus Kassel gestanden, Ringe aus einem Trickdiebstahl in Bad Wildungen von den Dieben gekauft zu haben. Die hatten in dem Geschäft in der Wildunger Brunnenstraße 197 Trauringe im Wert von 70 000 Euro erbeutet und für 4500 Euro an den Angeklagten verkauft. Heute ging es aber vor allem um über 20 Stihl-Kettensägen und Heckenscheren, in einem Fachgeschäft in Hofgeismar gestohlen und über deren Weiterverkauf am nächsten Tag im Goldankauf-Geschäft des Angeklagten  verhandelt wurde. Die Gespräche waren von der Polizei mitgehört worden.

Verkehrsunfall: Mitschuld nach Wendemanöver auf B 3 – Verfahren eingestellt

Nachdem er mit Feuerwehrkameraden zwei Weizenbiere getrunken hatte, hatte ein 54-jähriger Mann aus Fuldatal im September 2016  auf der B 3 einen Unfall gebaut. Er war mit seinem Wagen auf den Wagen einer 20-Jährigen aufgefahren, die sich dabei eine Schulterfraktur zuzog. Amtsrichterin Focke erkannte aber eine gewisse Mitschuld der jungen Frau, die in einem gefährlichen Manöver auf der Bundesstraße hatte wenden wollen. Weil der Angeklagte bereits ein Bußgeld von 500 Euro gezahlt und einen Monat den Führerschein abgegeben hatte, wurde das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingestellt. Die Alkoholfahrt (die Blutprobe ergab 0,76 Promille) wurde von Amtsrichterin Focke  mit 40 gemeinnützigen Arbeitsstunden geahndet.

Verkehrsunfall: 54-Jähriger wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht

Ein 54-jähriger Mann aus dem Landkreis Kassel steht gleich wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht. Er soll in betrunkenem Zustand im September vergangenen Jahres auf den Pkw einer jungen Frau aufgefahren sein. Die 20-Jähriger erlitt bei dem Unfall auf der B 3 bei Fuldatal-Wahnhausen eine Schulterfraktur.

Hehlerei: Verfahren geht nur schleppend voran

Nur schleppend geht das Verfahren vor der 11. Strafkammer des Landgerichts gegen einen Kasseler Goldankäufer voran. Der 52-Jährige muss sich dort wegen gewerbsmäßiger Hehlerei verantworten. Unter anderem wirft ihm die Anklage vor, selbst Einbrecher losgeschickt zu haben, um in Wohnhäusern im Raum Kassel gezielt Schmuck zu stehlen. Angeklagt sind Diebstähle im Wert von 242 000 Euro, unter anderem auch aus Paketen im DHL-Zentrum Staufenberg oder in einem Bad Wildunger Juweliergeschäft. Viele der 59 Zeugen verweigern die Aussage, oft gestalten sich die Übersetzungen ins Türkische schwierig. Staatsanwältin Richter rechnet damit, dass das Verfahren erst Mitte Januar in seine entscheidende Phase treten wird.

Berufsmissbrauch: Anwalt kam nicht zur Verhandlung

Ein 50-jähriger Rechtsanwalt aus Kassel sollte sich heute vor dem Amtsgericht wegen missbräuchlichen Führens einer Berufsbezeichnung verantworten – doch er kam nicht. Er hatte laut Anklage noch als Anwalt gearbeitet, obwohl er bereits 2015 aus der Anwaltskammer ausgeschlossen worden war. Zum neuen Verhandlungstermin soll er nun polizeilich vorgeführt werden.

Körperverletzung: Keiner hat was gesehen – Verfahren eingestellt

Was wirklich geschah in dieser Augustnacht in der Baunataler Birkenallee wissen wohl nur die Beteiligten. Amtsricher Osken jedenfalls konnte nicht aufklären, ob ein 37-jähriger VW-Städter gemeinsam mit einem Freund den neuen Freund seiner Ex verprügelt hat oder nicht. Auch der letzte Zeuge, ein Nachbar, sagte aus, nichts gesehen zu haben. Weil jeder Beteiligte eine andere Geschichte erzählte, von denen keine bewiesen werden konnte, beantragte Staatsanwältin Manz die Einstellung des Verfahrens. Und so kam es dann auch.

Körperverletzung: Schläge für den neuen Freund

Gemeinsam mit einem Freund soll ein 37-jähriger Mann in Baunatal den neuen Partner seiner Ex-Freundin verprügelt haben. Deshalb stehen die beiden Männer heute vor dem Amtsgericht. Am ersten Verhandlungstag war ein Zeuge nicht erschienen. Der soll gleich das Geschehen schildern. Die beiden Angeklagten bestreiten die Vorwürfe und bezeichnen die Körperverletzung als frei erfunden.

Blitzeinbrüche: Angeklagte kündigen Geständnisse an

Die vier jungen Rumänen, die gemeinsam mit anderen Landsleuten bei insgesamt zwölf Blitzeinbrüchen Zigaretten im Wert von rund 200 000 Euro erbeutet haben, haben Geständnisse angekündigt. Die Bande war mit brachialer Gewalt in Tankstellen und Tabak-Großhandelsunternehmen in Borken, Neuenthal, Nörten-Hardenberg, Habichtswald, Söhrewald-Wellerode, Zierenberg, Bad Nenndorf, Gütersloh, Duisburg und anderen Orten eingebrochen. Die Beute wurde dann für 2,50 Euro je Schachtel weiter verkauft. Heute wurde vor der 11. Strafkammer des Landgerichts von Oberstaatsanwalt Dr. Götz Wied nur die Anklage verlesen. Weiter geht es am Dienstag nächster Woche. Das Urteil wird für den 10. Januar erwartet.

Serienbankraub: Achteinhalb Jahre Haft für Familienvater

Der dreifache Familienvater, der zwischen 2012 und 2016 mit einer Spielzeugpistole sechs Filialen der Kasseler Sparkasse überfallen und über 1,3 Millionen Euro erbeutet hat, muss für achteinhalb Jahre hinter Gitter. Dieses Urteil fälllte heute die 5. Strafkammer. Vorangegangen war eine Verständigung aller Prozessbeteiligten auf eine Höchststrafe von neun Jahren, was den Prozess erheblich abkürzte. Das umfassende Geständnis und die aufrichtig wirkende Entschuldigung des Angeklagten bei den Bankangestellten bescherte dem 45-jährigen in Deutschland geborenen  Kroaten neben den fehlenden Vorstrafen das vergleichsweise milde Urteil. Das Geld hatte er meist in Spielbanken gelassen.

Schüsse am Stern: Keine Notwehr – Bewährungsstrafe für Schützen

Ein Jahr und elf Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt werden. Dazu 200 Stunden gemeinnützige Arbeit. So lautet das Urteil des Schöffengerichts mit Amtsrichter Klaus Döll an der Spitze für den jungen Libyer, der Ende November am Stern einen Konkurrenten aus der Drogenszene mit einem Schuss in den Oberschenkel verletzt hatte. Das Gericht sah keine Notwehrsituation. Im ersten Verfahren hatte der 27-Jährige dreieinhalb Jahr Haft kassiert, von denen er in Untersuchungshaft inzwischen 17 Monate abgesessen hat. Drei Monate vor der Tat hatte der Geschädigte den Angeklagten – vermutlich nach einem misslungen Kokaingeschäft – verprügelt und mit dem Messer bedroht. Daraufhin hatte sich der Libyer die Pistole besorgt, die er nicht hätte mit sich führen dürfen.

Schüsse am Stern: Notwehr oder nicht?

Hat der 27-jährige Libyer in Notwehr gehandelt, als er einen Kontrahenten am Stern ins Bein geschossen hat? Diese Frage konnte auch in der zweiten Verhandlung vor dem Amtsgericht nicht eindeutig geklärt werden. Oberstaatsanwalt Müller-Haupt forderte daher nur ein Jahr und fünf Monate für eine versuchte gefährliche Körperverletzung. Die wären durch die Untersuchungshaft bereits verbüßt. Richter Döll will das Urteil in weniigen Minuten verkünden.

Diebstahl: Zweieinhalb Jahre für Drogensüchtigen

Wegen zahlreicher Diebstähle zur Finanzierung seiner Sucht nach Heroin und Kokain ist ein 45 Jahre alter Mann aus Wiesbaden von Amtsrichterin Hahn zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann war unter anderem in eine Bank am Ständeplatz und eine Kfz-Werkstatt an der Wolfhager Straße eingedrungen. Der vielfach vorbestrafte Mann hatte alle Straftaten gestanden, konnte sich aber oft nicht mehr richtig erinnern. Staatsanwältin Beinroth hatte zwei Jahre und drei Monate gefordert. Wegen der vielen einschlägigen Vorstrafen ging Richterin Hahn über dieses Strafmaß hinaus.

Brandstiftung: Knapp acht Jahre Haft für syrischen Flüchtling

Der inzwischen 29 Jahre alte Asylbewerber aus Syrien ist wegen versuchten Totschlags und schwerer Brandstiftung zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die 6. Strafkammer des Landgerichts sah es als erwiesen an, dass er zwei Mitbewohner des Flüchtlingsheimes in Helsa-Eschenstruth mit Messerstichen in den Bauch verletzt und dann in seinem Zimmer Feuer gelegt hat. Politische oder religiöse Motive schloss Richter Volker Mütze in seiner Urteilsbegründung aus. Auslöser seien zwischenmenschliche Spannungen zwischen dem Syrer und Flüchtlingen aus Somalia gewesen, die den Angeklagten vermutlich aus dem Heim mobben wollten, um dort eine „somalische Enklave“ zu errichten.

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