Schüsse am Stern: Keine Notwehr – Bewährungsstrafe für Schützen

Ein Jahr und elf Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt werden. Dazu 200 Stunden gemeinnützige Arbeit. So lautet das Urteil des Schöffengerichts mit Amtsrichter Klaus Döll an der Spitze für den jungen Libyer, der Ende November am Stern einen Konkurrenten aus der Drogenszene mit einem Schuss in den Oberschenkel verletzt hatte. Das Gericht sah keine Notwehrsituation. Im ersten Verfahren hatte der 27-Jährige dreieinhalb Jahr Haft kassiert, von denen er in Untersuchungshaft inzwischen 17 Monate abgesessen hat. Drei Monate vor der Tat hatte der Geschädigte den Angeklagten – vermutlich nach einem misslungen Kokaingeschäft – verprügelt und mit dem Messer bedroht. Daraufhin hatte sich der Libyer die Pistole besorgt, die er nicht hätte mit sich führen dürfen.

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